Inzwischen haben etliche Institutionen und Verbände eine Stellungnahme zum Refere
ntenentwurf des Notfallsanitätergesetzes (NotSanG-E) veröffentlicht. Wir stellen sie Ihnen hier noch einmal einzeln in alphabetischer Reihenfolge sowie als Paket zum Herunterladen zur Verfügung:
Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (AGBN)
Arbeitsgemeinschaft Rettungsassistentenschulen Deutschland (AgRD)
Arbeitsgemeinschaft RettungsdienstRecht (AG RettRecht)
Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte (AGSWN)
Berufsverband für den Rettungsdienst (BVRD)
Bundesärztekammer (BÄK)
Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (BV-ÄLRD)
Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND)
Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände
Deutsche Berufsverband Rettungsdienst (DBRD)
Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
Gesetzliche Krankenversicherung, Spitzenverband (GKV)
Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands
International Association of Flight Paramedics Germany (IAFP)
Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH)
Malteser Hilfsdienst (MHD)
Mathias-Hochschule Rheine (MHR)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesfachkommission Rettungsdienst des Landesbezirks Baden-Württemberg (Ver.di-BaWü)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesfachkommission Rettungsdienst des Landesbezirks Rheinland-Pfalz (Ver.di-RLP)
Alle Stellungnahmen zusammen als zip-Datei finden Sie hier (Stand: 24. Juli 2012).
Den Referentenentwurf und die Anlagen dazu können Sie sich hier als zip-Datei herunterladen.


Kommentare
Das wichtigste zum NotSanG ist doch; eine lange beschworene Ausbildungs- und Kostenregelung für RD-Fachausbildungen ist nun geregelt, als positiver Effekt. Es wird zwar wiederum 3-5 Jahre dauern und verlängerte Übergangsfristen bedeuten, weil vieles noch nicht ausformuliert ist und vor allem keine bundeseinheitlichen Regelungen zustande kommen.
Ich hatte mich ürsprünglich mal dem Roten Kreuz angeschlossen, in der Hoffnung über einen starken Verband in diesen Fragen weiterzukommen. Aber es liegt nicht an diesem Verband, sondern an der Vielzahl derer, die mitreden wollen und z.Teil auch müssen. Aber eine Domäne macht es sich sehr einfach und kämpft um ihrer Pfründe, das ist und bleibt der Berufsstand der akademisierten medizinisch Tätigen (und die können es gut). Es wäre gut, wenn die Ärzte in ihrer Gesamtheit mal verstehen würden, dass sie die Medizin nicht für sich alleine gepachtet haben, sondern sich jeder mit seiner Gesundheit auseinandersetzen muss. Ich habe häufig genug Ärzte in eigenen Notfallsituationen erlebt und diese waren glücklich, wenn ein Nicht-Arzt anwesend war, der ihnen das Leben gerettet oder sie vor Handicaps bewahrt hat.
Ich arbeite im ländlichen Raum. Auf wen ich mich weitestgehend verlassen kann, ist der Rettungsdienst, da weiß ich was und wer kommt. Danach kann ich bis zum Eintreffen die entsprechenden, gelernten und geprüften Maßnahmen durchführen und in der Regel einen stabilen Klienten übergeben. Menschen mit fundierter Ausbildung und langjähriger Ausbildung stehen in diesem System oft alleine auf weiter Flur und versuchen das beste daraus zu machen.
An alle die sich hier beteiligt haben. Denkt auch mal an diejenigen, die in den Genuss der Neuregelungen kommen sollen. Es gibt im NotSanG noch viel zu verbessern. Lasst uns an einem Strang ziehen. Übrigens, der Rettungsdienstbereich ist bei den Kostenträgern ein kleiner Prozentsatz, ohne starke Lobby, und daher aus deren Sicht gut zu beeinflussen. Kostenträger haben einen hohen Einfluss auf die gerade amtierende Bundesregierung. Es ist wie es ist.