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Bevölkerungsschutz-Konferenz der Hilfsorganisationen

08.06.2012, 10:18 Uhr

ASB-Bundesgeschäftsführer Christian Reuter, DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil, DLRG-Generalsekretär Ludger Schulte-Hülsmann, Geschäftsführender Malteser-Vorstand Dr. Elmar Pankau und JUH-Bundesvorstand Wolfram Rohleder (Foto: G. Graw/ASB)

Geschäftsordnung für Arbeitskreis unterzeichnet

Die Spitzenvertreter der Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) trafen sich am 5. und 6. Juni in der Kölner ASB-Bundesgeschäftsstelle. Wichtigstes Ziel des Treffens war die Unterzeichnung einer Geschäftsordnung als Grundlage für diesen Arbeitskreis. Mit dessen Hilfe wollen die Hilfsorganisationen zukünftige Aufgaben im Bevölkerungsschutz besser koordinieren und gemeinsame Interessen politisch effektiver vertreten. So können sie den zukünftigen Herausforderungen sowie politischen und gesellschaftlichen Veränderungen stärker begegnen. Das Sekretariat des Arbeitskreises wird das DRK-Generalsekretariat in Berlin übernehmen.

Geplant sind u.a. Forderungskataloge an die Politik zu Bevölkerungsschutz und Rettungsdienst als auch die Einrichtung von Arbeitsgruppen, z.B. zum Thema „Ehrenamt und Freiwilligendienst“, sowie die Erarbeitung gemeinsamer Positionspapiere. Auch die Forschung für zivile Sicherheit, ein zunehmend wichtiges Thema in Deutschland und der EU, steht im Fokus des Arbeitskreises.

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Kommentare

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08.06.2012, 12:25 Uhr von Hannes
Wenn Du nicht weiter weißt, dann bilde einen Arbeitskreis! Hey, liebe HiOrg, aufwachen! Den Realitäten in die Augen sehen und anfangen, sich an diesen zu orientieren, sonst schwappt der Markt über Euch hinweg wie eine Welle!
08.06.2012, 12:51 Uhr von Hans
"Forderungskataloge an die Politik"? Statt fordern, lieber erstmal in den eigenen Reihen gucken und schauen, wie man das verstaubte System der HiOrg reformieren kann.
08.06.2012, 13:03 Uhr von doggi
@Hannes: Ist doch eine tolle Idee. Solange sich die HiOrg mit solchen Dingen beschäftigen, kommen sie auch nicht auf kluge Ideen. :-) Wie Du schon sagst, der Markt wird's regeln.
08.06.2012, 14:08 Uhr von Benjamin
Hatten wir das nicht schon mal? Ich glaube, das war die SSK ... Naja, ich bin gespannt, was da raus kommt, evtl. ja auch was für die Praxis, denn eine einheitliche Helfergrundausbildung im Bevölkerungsschutz wäre ein guter Anfang.
08.06.2012, 14:27 Uhr von udo
"Einrichtung von Arbeitsgruppen, z.B. zum Thema „Ehrenamt und Freiwilligendienst“,..."

Ich frage mich, wann das Träumen aufhört und der Irrsinn beginnt. Wollen Sie dann einheitliche Regeln aufstellen, wie lange ein ehrenamtlicher Retter neben seiner Hauptbeschäftigung noch retten darf, bevor er zu einer allgemeinen Gefährdung des Straßenverkehrs wird, weil er übermüdet nach einer 40-Stunden-Woche bei seinem Arbeitgeber noch einmal 'ne 24er dranhängt?

Am wichtigsten wäre es allerdings, erstmal eine eigene Bestandsaufnahme zu machen, welche KatS-Einheiten überhaupt noch über genügend Personal (und entsprechende Ausbildung) verfügen und nach den Vorgaben einsatzfähig sind und welche in einer realistischen Einschätzung bei den Behörden abgemeldet werden müssten. Wie sagt man so schön: "Selbsterkenntnis ist der Weg zur ...?"

In voller Hoffung,
Udo
08.06.2012, 15:18 Uhr von Rolf
Und es geht in die nächste Runde HiOrg vs. Private (die sicher vieel vieel besser sind) vs. HiOrg.
08.06.2012, 16:37 Uhr von Hans
@Rolf: Falsch. Darum geht es nicht. Ich bin selbst ehrenamtliches Mitglied einer Hilfsorganisation und finde die Strukturen trozdem verstaubt und sehe trotzdem großen Innovationsbedarf. Das hat nichts mit den Privaten zu tun!
08.06.2012, 17:35 Uhr von Sepp
Es gibt nur eine Lösung, nämlich den KatS der HiOrg in das THW eingliedern und gut ist es. Ich glaube, dass die Hilfsorganisationen im KatS ein Auslaufmodell sind, weil durch den Föderalismus derzeit nicht von einem "funktionsfähigen KatS" gesprochen werden kann, weil, wie Udo schon sagt, die personellen Resourcen überprüft werden müssen, und dann stellt sich schnell heraus, dass irgend etwas nicht ganz aufgeht, weil man auch Freiwillige nicht in drei Teile schneiden kann. Die HiOrg haben sich mit ihrer Gier und der Behauptung "Wir sind die Besten und könne ALLES besser" schlichtweg übernommen.

Ich würde gerne mal den Ausbildungsstand aller freiwilligen HiOrg-Mitarbeiter überprüfen, damit man sehen kann, wer im Ernstfall zu gebrauchen ist und wer nur Mitläufer ist. Aus meiner Erfahrung heraus könnte hier die 80:20 Regel greifen, und dann ist es im KatS-Fall schlecht bestellt.

Eine grundlegende Reform ist seit 20 Jahren erforderlich, wird aber nicht durchgeführt, weil immer die Interessen der HiOrg zählen und durch die Kungelei mit der Politik umgesetzt werden. Die Interessen der HiOrg sind aber mit Sicherheit nicht die Hilfe für den "Nächsten" im "Zeichen der Menschlichkeit", sondern knallharte Machtinteressen und natürliche die geliebte Kohle in Form von Geld.
08.06.2012, 18:45 Uhr von Thomas
Vielleicht sollten die "Privaten" (sind die HiOrg übrigens in der Regel selber auch, lieber Rolf) auch eine Arbeitsgruppe bilden und einen politischen "Forderungskatalog" erarbeiten?

Schönes Wochenende,
Thomas
09.06.2012, 02:58 Uhr von Uli
@benjamin: Du meinst sicherlich SKK! Also alles schon mal dagewesen. Nur mit dem Unterschied, dass in der SKK mehr die Fachleute aktiv waren als jetzt offensichtlich die obersten Funktionsträger. Aber immerhin ein Anzeichen für ein gemeinsames Sprachrohr? Wenn es da nicht nur das Konkurrenzdenken geben würde.
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