Am morgigen Donnerstag steht bei der 16. Sitzung des Österreichischen Parlaments auch ein „Entschließungsantrag“ zum Thema „Blaulicht für First Responder“ auf der Tagesordnung. Eingebracht wurde der Antrag von Harald Vilimsky (FPÖ) und weiteren Abgeordneten. Darin heißt es: „Die Verkehrsministerin wird aufgefordert, sicherzustellen, dass First Responder im Einsatzfall auch bei Privatfahrzeugen Blaulicht nutzen dürfen.“ Gemäß § 20 Abs. 5 KFG sei es einem eingeschränkten Personenkreis möglich, im öffentlichen Interesse und sofern vom Standpunkt der Verkehrs- und Betriebssicherheit keine Bedenken bestehen, ein Blaulicht zu benutzen. First Responder sind davon jedoch ausgenommen.
In Tirol und Niederösterreich seien in der Vergangenheit, so heißt es in dem Antrag, bereits derartige Anträge gestellt, aber abgelehnt worden. In der Steiermark seien fünf Genehmigungen für First Responder erteilt worden, dabei handele es sich aber nicht um Privatfahrzeuge dieser Personen, sondern ausschließlich um Genehmigungen für Fahrzeuge von Rettungsorganisationen, die von Notärzten bzw. Sanitätern im Dienst der jeweiligen Organisationen benutzt werden.
Das Problem bei der Genehmigung eines Blaulichtes für First Responder stelle derzeit insbesondere die Tatsache dar, dass diese in der Regel im Einsatzfall auf ihre Privatfahrzeuge zurückgreifen. Zudem wurde bislang vor allem wegen der fehlenden gesetzlichen Grundlage darauf verzichtet, First Respondern die Nutzung eines Blaulichts im Einsatzfall zu genehmigen. Seitens des zuständigen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie werde derzeit nicht an eine Ausweitung des § 20 Kraftfahrgesetz im Sinne einer Aufnahme von First Respondern gedacht.


Kommentare
PS: Persönlich finde ich, dass Blaulicht auf privaten Pkw nichts verloren hat, denn in ländlichen Gebieten ist wenig oder gar kein Verkehr, und in einer Großstadt braucht es sowieso keine First Responder.
Ein ausgemussterter RTW (sprich T4) wird den Jungs doch wohl reichen, und man wird auch nicht von der Polizei angehalten. Sonderrechte für jeden führen doch zu ungebremsten "Wildwuchs" irgendwelcher Rettungsclubs, die dann unorganisiert "mitmischen". Warum gibt es dafür in Ö überhaupt Bedarf? Bekommt man dass nicht in geregelten Bahnen organisiert oder wie?
Ein-Tages-Ausbildung mit Magnetschild "First Responder" (ist ja schließlich nur der englische Fachbegriff für "Ersthelfer") und Stroboskop belohnen, dann haben alle was davon. Mann, wir haben Probleme!
Aber genauso gut ist es möglich, dass im Einzelfall das Blaulicht einen lebensrettenden Zeitvorteil bringen könnte. Zu klären ist übrigens, ob nur ein Blaulicht gemeint ist oder aber zusammen mit Signalhorn.
Hier ein Beispiel aus 2008 zu den möglichen Auswüchsen:
"Ich habe ein Blaulicht zuhause(aus Interesse) und vorneweg möchte ich gleich sagen, das ich keiner derjenigen bin, die auf Ihr Privatfahrzeug Blaulicht aufs Dach machen und einfach mal durch die Stadt damit fahren! Aber es geht um dieses Thema: Blaulicht auf privat Pkw!
Darf ich dieses Blaulicht an meinem Pkw verwenden wenn es sich um einen medizinischen Notfall eines sehr nahestehenden Verwandten(mein Opa) handelt, um schneller bei Ihm zuhause zu sein? Ich bin Sanitätshelfer und eben in der Lage die medizinische Erstversorgung zu übernehmen; hatte gestern leider diesen Fall, wo ich mit ca. 60km/h durch unsere Hauptstraße ..."
Frohe Weihnacht & take it easy!
wer mit seinem Privat-Pkw mit Blaulicht rumfährt, geniesst lediglich eine Ordnungsstrafe um ca. 35 Euro. Wenn man wen gefährdet, behindert oder gar einen Unfall baut oder verursacht, kann man schon mal den großen Geldbeutel öffnen.
Blaulichter auf behördliche Fahrzeuge und nicht auf den privaten Pampersbomber!
Liebes Innenministerium, miste mal aus!
es gibt, zumindest in einigen Bundesländern, schon entsprechende Regelungen, sprich, es ist möglich, im Rahmen einer Gruppe der organisierten Ersten Hilfe z.B. FR oder HvO Sondergenehmigungen zu bekommen.
Auch in jeder Großstadt sind First-Responder-Einheiten sinnvoll und kommen regelmäßig zum Einsatz, hier braucht man sich z.B. nur die Konzepte der Feuerwehren (FF und BF) in München oder Nürnberg anschauen!
Vg
die First Responder Teams sind eine sinnvolle Ergänzung bei der Erstversorgung im Notfall.
Gruß
Martin ETA