Seit Anfang Dezember beinhaltet die Ausrüstung des DRK Ludwigsburg ein DRDS 1, das Komplettsystem zur schnellen und sorgfältigen Dekontamination am Einsatzort von Kärcher Futuretech. Eine Delegation um die beiden stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter Thorsten Fritz und Steffen Schassberger holte ihr erstes System am Standort von Kärcher Futuretech in Schwaikheim selbst ab.
Beim DRDS 1 handelt es sich um ein einfach zu transportierendes All-In-One-System für die sofortige Dekontamination von ein bis zwei Personen (IM EINSATZ berichtete in der Juni-Ausgabe). Durch das Einwickeln der verletzten Person in ein CBRN-Rettungstuch wird eine weitere Chemikalienaufnahme über die Haut sowie eine Kontaminationsverschleppung verhindert. Die kontaminierte Person wird in eine Personen-Wendevorrichtung gehoben und kann sehr schonend in einem Sicht- und Witterungsschutz von allen Seiten dekontaminiert werden. In einem zweiten CBRN-Rettungstuch ist die dekontaminierte Person bereit zum Weitertransport (z.B. in ein Krankenhaus).


Kommentare
@all: Jetzt gönnt dem Roten Kreuz doch auch mal ein paar positive Schlagzeilen! Und schlagt nicht immer auf die drauf! Für Euch sei's gesagt: Das KKW Neckarwestheim befindet sich gleich um's Eck!
Es geht nicht darum, der Feuerwehr ihre Aufgaben weg zu nehmen sondern darum, die Schritte nach der Rettung aus dem Gefahrenbereich zu optimieren und den Patienten möglichst gut zu versorgen. Rettung aus dem Gefahrenbereich und die ersten Schritte der Dekontamination sind und bleiben Aufgaben der Feuerwehren (auch bei diesem System). Die medizinische Patientenversorgung übernehmen medizinische Kräfte. Es geht nur darum, dass Verletzte nach einer Kontamination z.B. beim Verkehrsunfall nicht mehr auf offener Straße mit einem 8° kalten Wasserstrahl abgespritzt werden müssen. Es wurden neue Techniken und Geräte entwickelt, die die Patientenversorgung erheblich erleichtern und verbessern. Warum sollte sich das DRK als Hilfsorganisation vor dieser Verbesserung verschließen? Genau darum geht es bei diesem System. Nicht mehr und nicht weniger.
Im Übrigen kann ich nur Heiko zustimmen. Jede Feuerwehr hat die Möglichkeit, sich auch so ein System zu kaufen wenn sie davon überzeugt ist, dass es eine Verbesserung bringt. Ich bin davon überzeugt.
@sepp: Was spricht gegen einen RW vom DRK? Wenn Sie ihn sach- und fachgerecht betreiben?
Das ist nicht alleinige Aufgabe der Feuerwehren ... Warum die sich immer auf den Schlipps getreten fühlen ...
Mir als Patient ist es am Ende doch wurscht, wer das macht - Hauptsache, derjenige beherrscht seinen Job PERFEKT ... Da hilft dann auch das beste Material am Ende sonst nix.