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Deutliche Steigerung bei der Unterstützung der zivilen Luftrettung

06.05.2019, 14:23 Uhr

Foto: H. Scholl

SAR-Jahresbericht 2018


Beim Such- und Rettungsdienst, engl. Search and Rescue (SAR), der Bundeswehr gab es im vergangenen Jahr 1.695 Alarmierungen. 284 der 1.695 Alarmierungen hatten einen Einsatz zur Folge. Dabei wurden 477 Flugstunden erbracht. Weiterhin geht aus dem SAR-Jahresbericht 2018 hervor, dass 112 Einsätze im Rahmen des originären SAR-Auftrages, also der Unterstützung der eigenen und der verbündeten Streitkräfte sowie im SAR-Einsatz über Land und See, geflogen wurden. Darüber hinaus wurden 112 Einsätze im Rahmen der dringenden Eilhilfe zur Unterstützung der zivilen Luftrettung geleistet. Hier gab es eine Steigerung von fast 50% gegenüber dem Vorjahr. Dies ist auf Einsätze bei Nacht und schlechtem Wetter zurückzuführen. Des Weiteren wurden die SAR-Hubschrauber bei 60 Übungen (SAREX etc.) eingesetzt. Alle SAR-Einsätze wurden in den letzten 16 Jahren völlig unfallfrei geflogen.

Die SAR-Mittel 1. Grades des Heeres für den SAR-Bereich Land werden von der SAR-Einsatzstaffel des Transporthubschrauberregimentes 30 in Niederstellen gestellt. Diese sind an den SAR-Kommandos Nörvenich („Rescue 41 bis 45“), Niederstellen („Rescue 63 und 64“) und Holzdorf („Rescue 87 und 88“) stationiert. Für den SAR-Bereich See werden von der Marine die SAR-Mittel 1. Grades vom Marinefliegergeschwader 5 Wurster Nordseeküste in Nordholz gestellt, die an den SAR-Kommandos Helgoland („Rescue 10“) und Warnemünde („Rescue 24 und 25“) bereitstehen. Alle SAR-Kommandos sind 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr in Einsatzbereitschaft. Darüber hinaus können SAR-Mittel 2. Grades, vornehmlich zusätzliche Einsatzhubschrauber der Bundeswehr, der Bundespolizei, der Länderpolizeien sowie weitere Luftrettungsmittel und bodengebundene Kräfte, nach Bedarf eingesetzt werden.

Im SAR-Dienst der Bundeswehr gibt es derzeit zahlreiche Neuerungen und Innovationen, so u.a. eine neue Kontroll- und Flugabfertigungsanlage mit der Funk- und Telefonverbindungen optimiert werden sollen, sowie ein neues Führungssystem SAR durch die teilweise eine automatisierte und schnellere Führung von SAR-Einsätzen erfolgen soll. Auch das satellitengestützte System zur Erfassung von Notsignalen, COSPAS-SARSAT, befindet sich derzeit im kompletten Umbau und soll zwischen 2020 und 2022 einsatzbereit sein. (Scholl)

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