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DFV berät über weitere Verzahnung mit KatS

17.09.2012, 15:01 Uhr

Foto: H. Scholl

Bund sichert Fahrzeugbeschaffung

Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Hans-Peter Kröger, bezeichnete anlässlich des 7. Berliner Abends am 12. September in der Regierungsfeuerwache Berlin-Tiergarten das Fahrzeugkonzept des Bundes und die Verzahnung mit dem Katastrophenschutz (KatS) der Länder als gut, jedoch müssten auch die finanziellen Mittel für die kommenden Jahre gesichert werden, so die Mahnung des DFV-Chefs zur Fortsetzung der Fahrzeugbeschaffung für die Feuerwehren durch den Bund. Vor diesem Hintergrund sicherte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Innern (BMI), Dr. Ole Schröder, den Feuerwehren die notwendige Unterstützung zu: „Wir stehen zu den Zusagen der Innenministerkonferenz!“ 

Darüber hinaus betonte der Staatssekretär vor rund 450 Gästen, dass die Feuerwehren ein wichtiger Partner im Zivil- und Katastrophenschutz seien. Anlässlich des 7. Berliner Abends des DFV hatten sich 100 Mitglieder des Deutschen Bundestages und Referenten von Abgeordneten sowie Führungskräfte von Feuerwehren aus ganz Deutschland zusammengefunden, um über aktuelle Themen des Brandschutzes zu sprechen. „Kaum ein Parlamentarischer Abend auf dem Berliner Parkett bringt so viele Abgeordnete und Gäste zusammen“, lobte Bundesverkehrsminister Peter Raumsauer. Als Vertreter der Bundesregierung überbrachte der Minister den Dank und die Wertschätzung für die Professionalität und das Engagement der 1,3 Mio. aktiven Feuerwehrangehörigen in Deutschland.

Neben der Sicherung der Fahrzeugbeschaffung durch den Bund waren auch die Auswirkungen von EU-Vorschriften auf die Feuerwehren ein weiteres großes Gesprächsthema. „Wenn der DFV sich nicht bei der Europäischen Union einsetzen würde, würden die Feuerwehren bei Themen wie der Arbeitszeitrichtlinie und dem Katastrophenschutz untergehen!“, resümierte Reinhold Gall, Innenminister des Landes Baden-Württemberg und selbst aktiver Feuerwehrmann. Auch Staatssekretär Bernd Krömer von der Senatsverwaltung für Inneres des Landes Berlin stellte die Bedeutung der Kommunikationsplattform für Politiker und Führungskräfte der Feuerwehren heraus. Für seine Verdienste um die Interessenvertretung der Feuerwehren wurde der Hausherr, Landesbranddirektor Wilfried Gräfling, von DFV-Präsident Kröger mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. (Scholl)

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Kommentare

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17.09.2012, 16:10 Uhr von Sepp
Und dem DFV haben wir auch die EU-Notrufnummer „112“ zu verdanken, die dann in Bayern vom BRK torpediert wurde und dazu führte, dass die Einführung der „112“ jetzt schon über 20 Jahre dauert. Ich würde sagen, der Katastrophenschutz wird in die Hände der Feuerwehren gelegt, die federführend verantwortlich sind, dann hört das Geplänkel mit DRK und Co. endlich auf.
18.09.2012, 07:57 Uhr von Flo
@Sepp, und die Feuerwehr übernimmt sich dann endgültig, wenn jeder Aktive einer Feuerwehr neben Brandschutz und Technischer Hilfe noch Sanitäts- und Betreuungsdienst lernen muss.

Oder glaubst Du ernsthaft, dass es gelingt, innerhalb einer Feuerwehr zu trennen in "Blaue", die jeden Feuerwehreinsatz mitfahren und "weiße", die nur San-/Betreuung machen?
18.09.2012, 11:09 Uhr von Frank
Hallo,
also wer Eugen Roth kennt, der kennt vielleicht sein schönes Gedicht, in dem ein Mann zwei Vereine entdeckt, die dasselbe tun und er will diese vereinen ...
Jedoch ist die Führung dagegen (... was wird da aus uns). Der Mensch gründet selbst einen Verein mit demselben Zweck ... und ups, keiner kann das Ziel erreichen ...

Also mal ehrlilch – Konkurrenz ist manchmal gut, zu viel spaltet aber nur Kompetenz und Schlagkraft.

Also die Feuerwehr kann an vielen Orten, die ich kenne, einen First-Responder-Dienst und während mancher Brandsicherheitsdienste auch die Sanitätsbetreuung sicherstellen.

Warum also sollte das nicht möglich sein, wenn alle in einer Organisation tätig werden – also alle Helfer bei der Feuerwehr sind ...

Das ist keine Anregung, das flächendeckend zu machen, aber die Möglichkeit besteht meiner Meinung nach ...
18.09.2012, 13:33 Uhr von Sepp
@Flo:
Zu meiner Zeit gab es in der Feuerwehr schon eine Trennung der Aufgabenfelder:
Der Maschinist ist für das Fahrzeug zuständig, die Atemschutzmannschaft für den Einsatz unter Pressluftgeräten, die Fachleute mit dem Spreitzer machen das ihre und der Rest verlegt die Schläuche (Wassertrupp, Angriffstrupp usw.).
Außerdem gab es früher bei der Feuerwehr auch noch den "ZB", der sich aus Freigestellten vom Wehrdienst zusammensetzte und eine ganz eigene Truppe in der Feuerwehr war. Deshalb ist es auch möglich, eine "weiße Truppe" innerhalb der Feuerwehr zu integrieren, unter Übernahme von brauchbaren Mitgliedern der HiOrg. Jedenfalls wäre mit diesem Modell einiges verbessert, gerade hinsichtlich der Führungsstrukturen. Und der Kommunal-Jan wäre auch zufrieden!
18.09.2012, 14:40 Uhr von F.
Mhh Sepp, schon eine interessante Aufgabentrennung... Meinst du das wirklich ernst oder bringst du da aufgrund der Langezeit, "zu meiner Zeit", etwas durch einander? Ich meine du nennst zwar die richtigen Trupp Bezeichnungen, naja fast, aber die Aufgaben Trennung wie du sie beschreibst ist mit gänzlich unbekannt.
18.09.2012, 14:48 Uhr von Flo
@Sepp: Sind denn die Maschinisten und PA-Träger usw auch mit der Bedingung in die Feuerwehr eingetreten nur diese Aufgaben im Einsatz zu übernehmen? Oder sind die nicht doch eher mal "in die Feuerwehr" eingetreten und haben sich für die Funkion, die sie im konkreten Einsatz übernehmen weil dort noch ein Platz frei war beim ausrücken, qualifiziert?

Kann mir nicht so ganz vorstellen das es lange gut geht wenn es in einer Feuerwehr eine "weiße Truppe" gibt die durchschläft während die "blaue Truppe" nachts arbeitet.
18.09.2012, 21:31 Uhr von Tim
Also die Wache zeig mir mal, wo der Rettungsdienst nachts schläft und der Brandschutz schwitzt. Andersrum wird da ein Schuh draus.

@F: Aufgabentrennung und Worttrennung sind Deine Stärken, oder? ;-)
18.09.2012, 22:47 Uhr von Theodor
Die Idee ist nicht schlecht, naja, geht so. Wenn man alles kommunalisieren würde, wäre es genauso, nur die Autos wären nicht rot. In den Großstädten, mit Ausnahme von Berlin (wobei das am Senat liegt und nicht an der Berliner Feuerwehr) funktioniert es ja auch.

@Flo: Dass die weiße Truppe schläft und die blaue Arbeitet arbeitet, ist sehr unwahrscheinlich, eher ist es umgekehrt. Und ja, Du hast recht, das gibt Probleme, deswegen gibt es ja eine Schichtrotation, sprich eine Woche RTW, dann 4 Wochen Löschzug oder so ähnlich.

@Sepp: Wird nicht passieren. DRK, MHD und Konsorten sind noch zu stark, aber irgendwann in einer fernen Zukunft in den unendlichen Weiten des Weltraums ... ach, nee, das war was anderes.
19.09.2012, 09:37 Uhr von Uwe
Hallo Sepp, der Begriff Einheitsfeuerwehrmann ist Dir aber bekannt? Dies bedeutet, dass eine Einsatzkraft innerhalb der Löschgruppe multifunktionell eingesetzt werden kann. Ausnahmen sind Dl-Maschinist, Taucher etc. Dass die 112 nicht überall sofort eingefürt wurde, liegt garantiert nicht nur am BRK.
19.09.2012, 10:30 Uhr von Flo
@Tim & Theodor: Es geht hier um den Katastrophenschutz, nicht um den hauptamtlichen RD. Bei dem gebe ich Ruch recht, eher wird im blauen Dienst geschlafen, während der weiße arbeitet.

Sepp wollte aber den KatS komplett der Feuerwehr geben, also die HiOrg-Sanitäts-SEG in die örtliche Freiwillige Feuerwehr packen. Und da dürfte doch unzweifelhaft momentan die FF auf mehr Nachteinsätze kommen als die Sanitäts-SEG.
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