Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Hans-Peter Kröger, bezeichnete anlässlich des 7. Berliner Abends am 12. September in der Regierungsfeuerwache Berlin-Tiergarten das Fahrzeugkonzept des Bundes und die Verzahnung mit dem Katastrophenschutz (KatS) der Länder als gut, jedoch müssten auch die finanziellen Mittel für die kommenden Jahre gesichert werden, so die Mahnung des DFV-Chefs zur Fortsetzung der Fahrzeugbeschaffung für die Feuerwehren durch den Bund. Vor diesem Hintergrund sicherte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Innern (BMI), Dr. Ole Schröder, den Feuerwehren die notwendige Unterstützung zu: „Wir stehen zu den Zusagen der Innenministerkonferenz!“
Darüber hinaus betonte der Staatssekretär vor rund 450 Gästen, dass die Feuerwehren ein wichtiger Partner im Zivil- und Katastrophenschutz seien. Anlässlich des 7. Berliner Abends des DFV hatten sich 100 Mitglieder des Deutschen Bundestages und Referenten von Abgeordneten sowie Führungskräfte von Feuerwehren aus ganz Deutschland zusammengefunden, um über aktuelle Themen des Brandschutzes zu sprechen. „Kaum ein Parlamentarischer Abend auf dem Berliner Parkett bringt so viele Abgeordnete und Gäste zusammen“, lobte Bundesverkehrsminister Peter Raumsauer. Als Vertreter der Bundesregierung überbrachte der Minister den Dank und die Wertschätzung für die Professionalität und das Engagement der 1,3 Mio. aktiven Feuerwehrangehörigen in Deutschland.
Neben der Sicherung der Fahrzeugbeschaffung durch den Bund waren auch die Auswirkungen von EU-Vorschriften auf die Feuerwehren ein weiteres großes Gesprächsthema. „Wenn der DFV sich nicht bei der Europäischen Union einsetzen würde, würden die Feuerwehren bei Themen wie der Arbeitszeitrichtlinie und dem Katastrophenschutz untergehen!“, resümierte Reinhold Gall, Innenminister des Landes Baden-Württemberg und selbst aktiver Feuerwehrmann. Auch Staatssekretär Bernd Krömer von der Senatsverwaltung für Inneres des Landes Berlin stellte die Bedeutung der Kommunikationsplattform für Politiker und Führungskräfte der Feuerwehren heraus. Für seine Verdienste um die Interessenvertretung der Feuerwehren wurde der Hausherr, Landesbranddirektor Wilfried Gräfling, von DFV-Präsident Kröger mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. (Scholl)


Kommentare
Oder glaubst Du ernsthaft, dass es gelingt, innerhalb einer Feuerwehr zu trennen in "Blaue", die jeden Feuerwehreinsatz mitfahren und "weiße", die nur San-/Betreuung machen?
also wer Eugen Roth kennt, der kennt vielleicht sein schönes Gedicht, in dem ein Mann zwei Vereine entdeckt, die dasselbe tun und er will diese vereinen ...
Jedoch ist die Führung dagegen (... was wird da aus uns). Der Mensch gründet selbst einen Verein mit demselben Zweck ... und ups, keiner kann das Ziel erreichen ...
Also mal ehrlilch – Konkurrenz ist manchmal gut, zu viel spaltet aber nur Kompetenz und Schlagkraft.
Also die Feuerwehr kann an vielen Orten, die ich kenne, einen First-Responder-Dienst und während mancher Brandsicherheitsdienste auch die Sanitätsbetreuung sicherstellen.
Warum also sollte das nicht möglich sein, wenn alle in einer Organisation tätig werden – also alle Helfer bei der Feuerwehr sind ...
Das ist keine Anregung, das flächendeckend zu machen, aber die Möglichkeit besteht meiner Meinung nach ...
Zu meiner Zeit gab es in der Feuerwehr schon eine Trennung der Aufgabenfelder:
Der Maschinist ist für das Fahrzeug zuständig, die Atemschutzmannschaft für den Einsatz unter Pressluftgeräten, die Fachleute mit dem Spreitzer machen das ihre und der Rest verlegt die Schläuche (Wassertrupp, Angriffstrupp usw.).
Außerdem gab es früher bei der Feuerwehr auch noch den "ZB", der sich aus Freigestellten vom Wehrdienst zusammensetzte und eine ganz eigene Truppe in der Feuerwehr war. Deshalb ist es auch möglich, eine "weiße Truppe" innerhalb der Feuerwehr zu integrieren, unter Übernahme von brauchbaren Mitgliedern der HiOrg. Jedenfalls wäre mit diesem Modell einiges verbessert, gerade hinsichtlich der Führungsstrukturen. Und der Kommunal-Jan wäre auch zufrieden!
Kann mir nicht so ganz vorstellen das es lange gut geht wenn es in einer Feuerwehr eine "weiße Truppe" gibt die durchschläft während die "blaue Truppe" nachts arbeitet.
@F: Aufgabentrennung und Worttrennung sind Deine Stärken, oder? ;-)
@Flo: Dass die weiße Truppe schläft und die blaue Arbeitet arbeitet, ist sehr unwahrscheinlich, eher ist es umgekehrt. Und ja, Du hast recht, das gibt Probleme, deswegen gibt es ja eine Schichtrotation, sprich eine Woche RTW, dann 4 Wochen Löschzug oder so ähnlich.
@Sepp: Wird nicht passieren. DRK, MHD und Konsorten sind noch zu stark, aber irgendwann in einer fernen Zukunft in den unendlichen Weiten des Weltraums ... ach, nee, das war was anderes.
Sepp wollte aber den KatS komplett der Feuerwehr geben, also die HiOrg-Sanitäts-SEG in die örtliche Freiwillige Feuerwehr packen. Und da dürfte doch unzweifelhaft momentan die FF auf mehr Nachteinsätze kommen als die Sanitäts-SEG.