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Einheitlicher Feuerwehrfuhrpark gefordert

19.10.2012, 13:56 Uhr

Foto: H. Scholl

Bürgermeister sieht Einsparungspotenzial

Der Teletext des Saarländischen Rundfunks berichtet heute, dass Armin König, Bürgermeister der saarländischen Gemeinde Illingen im Landkreis Neunkirchen, eine Vereinheitlichung der Fuhrparks der Feuerwehren im Saarland fordert. Der Nachricht im Videotext zufolge erhofft sich der Bürgermeister durch dieses organisatorische Vorgehen Einsparungen in Millionenhöhe. Dazu führt König aus, dass die Hersteller von Lösch- und Rüstfahrzeugen zurzeit zu hohe Preise veranschlagen würden, die durch eine einheitliche Beschaffung gesenkt werden könnten.

Darüber hinaus stellt der Bürgermeister die Notwendigkeit koordinierter Einsatzpläne der Freiwilligen Feuerwehren und einen Investitionsplan für Logistikzentren heraus. Auch wies König auf die dramatisch zurückgehende Tagesverfügbarkeit bei den Feuerwehren hin, da viele Arbeitgeber die Feuerwehrleute nicht mehr für Einsätze freistellen würden. (Scholl)

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Kommentare

19.10.2012, 18:44 Uhr von Christian
Einen einheitlichen Fuhrpark sollte man nicht nur im Feuerwehrwesen, sondern auch im Rettungswesen einführen. Aufbau, Ausbau und Ausstattungen sollten überall gleich sein. Das macht die Systeme nicht nur kostengünstiger, sondern das Arbeiten und auch die Ausbildungen könnten besser organisiert und durchgeführt werden. Aber auch bei Neubauten von Feuerwehrgerätehäusern und Rettungswachen könnte man durch einheitliche Module kostengünstiger gebaut werden. Ein Beispiel hat die FUK (Feuerwehr Unfallkasse) erstellt:
http://www.fuk.de/downloads/mustergrundrisse/

Auf diese Weise könnte man typische Baumängel, Bauverzögerungen und zusätzliche Kosten sparen. Denn über genau diese Punkte hört, sieht und liest man leider immer wieder.
19.10.2012, 23:23 Uhr von Jupp
Die Lokalfürsten in den Kommunen und bei den Hilfsorganisationen (inkl. Feuerwehr und THW) wollen aber hier was "Blinkendes" oder hier ein Logo oder eine Schraffur, die dann im Nachbarort nicht gewünscht ist. UMDENKEN? Ist nicht zu erwarten. Einheitliche Gerätehäuser und Rettungswachen? Oje. Gar nicht gewünscht, weil dann kann man ja nicht mehr sagen, dass die Politiker das Ehrenamt fördern.

Jetzt die Frage, wer entscheidet denn dann ob's ein MAN, Mercedes oder doch ein Scania wird? Oder beim RD Koffer oder Kasten, Automatik oder Schaltung, etc..

Dies gibt totales Chaos... Welcher Aufbauhersteller.... Schaut doch nur wie Bundes-Fahrzeuge teilweise "frisiert" werden auf die örtlichen Gegebenheiten... Obs sinnvoll ist, dies kann eh keiner sagen...

-Bayern hat dies ja auch nur im Rettungsdienst "zentralisiert" bekommen-

Zu den Gebäuden... Welche Feuerwehr hat nicht inzwischen mindestens ein MTW/ MTF und ein TSF-W/ LF 10/6... wie soll da der "kleinste Grundriss" ausreichen?!? Stützpunkt mit 3 Fahrzeugen?!? Die will ich sehen...

Es ist nicht gewünscht, weil die Bürgermeister doch zeigen müssen, wie Sie das Ehrenamt oder die Feuerwehr allgemein gesprochen "achten"... Manche haben ja wirklich Paläste...

Ach und wer soll die ganzen "Neubauten" finanzieren... Nothaushalte sind ja eigentlich nichts neues.. Übrigens das DRK -glaube- Mittelhessen hatte auch mal mit "Funktionsbauten" angefangen, aber ich glaub man ist wieder davon ab...
20.10.2012, 10:35 Uhr von Uli
Ist ja schon sagenhaft, auf welche guten Ideen ein Bürgermeister kommt. Es scheint zumindest einen Verwaltungsmitarbeiter im Saarland mit gesundem Menschenverstand zu geben. Wenn da nur nicht überall die kleinen Häuptlinge wären!
22.10.2012, 13:12 Uhr von Chris
Also, da muss ich dem Jupp in Teilen widersprechen ...

Was das THW angeblangt, gibt es eine bundesweit einheitliche Ausstattung. Unterschiede sind nur der jeweiligen Generation von Fahrzeugen oder Übergangslösungen geschuldet. Das THW beschafft als Bundesbehörde im Geschäftsbereich des BMI zentral über die THW-Leitung in Bonn.

Es werden Ausschreibungen getätigt, die meist für 2-4 Jahre gültig sind, d.h. alle Fahrzeuge desselben Typs (Bsp. GKW oder MzKW) werden in diesem Zeitraum vom selben Hersteller beschafft. Danach muss es aus rechtlichen Gründen eine neue Ausschreibung geben (wie in dem Beispiel aus Bayern aber auch!).
Gleiches gilt für THW-Unterkünfte.
Seit einigen Jahren gibt es eine THW-Standardunterkunft in drei Größen, die nach Art und Zahl der in einem Ortsverband stationierten Einheiten bemessen wird, d.h. Anzahl der StAN-Fahreuge = Stellplatzzahl).

Weitergehende Beschaffungen, die beim THW in manchen Ortsverbänden existieren, wurden entweder über Spenden an den Helferverein beschafft oder teilweise in örtlichen Sonderregelungen von der jeweiligen Gebietskörperschaft beschafft und dem THW zur Verfügung gestellt.

Wenn man keine Ahnung von Strukturen in einem gewissen Bereich hat, sollte man mit entsprechenden Mutmaßungen und Pauschalisierungen zurückhaltend sein!
MfG
Der Chris
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