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Erneut Suizidversuch mit Grill

06.07.2011

Foto: Archiv

80-jährige stirbt, Angehörige und Rettungskräfte verletzt

Am späten Nachmittag des gestrigen Dienstags hat eine 30-jährige Frau in Untermarchtal (Alb-Donau-Kreis) versucht, sich mit einem Holzkohlegrill das Leben zu nehmen. Wie die Polizeidirektion Ulm mitteilt, sperrte sie sich dafür mit dem rauchenden Grill in die Wohnung ein. Die zur Hilfe eilende Großmutter der Frau verlor kurz nach Betreten der Wohnung das Bewusstsein. Der Ehemann, die Mutter und der Großvater, die zur Hilfe eilten, zogen sich Rauchgasverletzungen zu. Die Großmutter verstarb trotz versuchter Reanimation der Rettungskräfte noch vor Ort. Die 30-jährige Frau wurde mit schweren Verletzungen durch den Rettungshubschrauber in eine Ulmer Klinik transportiert. Der Ehemann, die Mutter und der Großvater mussten ebenfalls mit Verletzungen in eine Klinik gebracht werden. Drei eingesetzte Feuerwehrmänner zogen sich zum Teil schwere Rauchgasverletzungen zu. Sie kamen ebenfalls in ein Krankenhaus. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen.

Mehr zum Thema „Selbstmordversuche mit Kohlenmonoxid“ lesen Sie in der aktuellen RETTUNGSDIENST.

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Kommentare

08.07.2011, 17:51 Uhr von Rolf
So tragisch es ist: Hier scheint wohl jemand die Grundregeln der Eigensicherung missachtet zu haben.
09.07.2011, 06:15 Uhr von Theodor
@Rolf: Na klar, Du kannst natürlich wieder jede nur denkbare Situation direkt voll und ganz mit allen Risiken und Gefahren überblicken. Im Grund weiß Du schon, wenn Du in der RW losfährst, was Dich bei diesem Einsatz erwartet und worauf Du achten musst. Ich hoffe, dass Du mit dieser Einstellung nicht irgendwann mal auf die Nase fällst und wenn doch, ist hoffentlich jemand da, der Dir hilft und nicht noch von oben herab meint: "Hast wohl nicht auf deine Eigensicherung geachtet!"

Ich geh jetzt nach Haus ins Bett - schönen Tag!
10.07.2011, 13:09 Uhr von Thomas
Ich muss mich Rolf leider anschließen, liebe Feuerpatschen, wer sich als ausgebildeter Feuerwehrmann im Einsatz eine Rauchgasvergiftung einfängt (ohne dass die PA versagt hat), hat in diesem Beruf nichts verloren und sollte sich nach einem anderen umsehen!

Auch wenn es "nur" FF'ler waren, macht es die Sache übrigens nicht besser.
10.07.2011, 17:21 Uhr von chris
Der Bericht gibt doch gar nicht her, ob hier irgendjemand seine Eigensicherung beachtet hat. Kennt hier einer der kommentierenden das Meldebild und / oder die Umstände. Urteilen ohne Fakten zu kennen zeugt erst mal und eigener Unreflektiertheit !
Wer von uns ist nicht schon mal in einer brenzliche Situation gekommen ohne es vorher zu ahnen ! ? Ich schon mehrfach ! Wenn das passiert wäre hätte ich mich über ähnliche Kommentare sicher gefreut !
11.07.2011, 11:31 Uhr von F.
Unabhängig von Eigensicherungsdiskussionen möchte ich die Forumsmitglieder und die Redaktion darauf aufmerksam machen, dass es immer weniger HBO (Druckkammern) mit angeschlossener Intensivmedizin gibt. Wir haben in unserem Bereich für die Leitstelle recherchiert, da aus meiner Sicht bei einer fulminanten CO-Vergiftung mitunter die hyperbare Sauerstofftherapie durchaus Sinn machen könnte und festgestellt, dass die nächsterreichbare Kammer fürs Rhein-Main-Gebiet in Stuttgart steht; Flugzeit laut zuständiger Sekundärverlegungs-Koordinations-Leitstelle 28 min ...

MfG
Dr. F. Naujoks, ÄLRD Kreis Offenbach (Hessen)
Alles Privatmeinung
11.07.2011, 18:11 Uhr von Uwe
Für eine Menschenrettung kann von den Vorschriften abgewichen werden, laut DV. Der Ausdruck Feuerpatschen in Zusammenhang mit dem Artikel fördert nicht die Zusammenarbeit. Im Übrigen heißt es der PA (Pressluftatmer). Es will wohl auch niemand in Zusammenhang mit einem Einsatz als Pflasterkleber bezeichnet werden, oder?
12.07.2011, 12:27 Uhr von Thomas
Lieber Uwe,

ich bin tatsächlich Pflasterkleber, männliche Krankenschwester, Krankenwagenfahrer usw. Aber wenn ich den eigentlich sonst liebevoll gemeinten Ausdruck des "Feuerpatschen" nicht mehr verwenden darf, musst du mir es schon über die Redaktion verbieten lassen (da, wo ich herkomme, nennen die Feuerwerker uns Krankenkutscher und wir sie im Gegenzug halt Feuerpatschen - seit über 20 Jahren - nur Dich stört's scheinbar!).

Ansonsten heißt es "die Pressluftatmung" hat versagt (als ganze, nicht nur das Gerät) ODER wie bei Dir, wenn das Gerät nur gemeint ist.

Also mecker weiter an fremden Texten anderer Klugs...
14.07.2011, 14:01 Uhr von michael
@Thomas: Servus, nur nicht die Contenance verlieren; ich sehe es wie Uwe: Kritik auch mal hinnehmen.

gruß, michael
16.07.2011, 19:06 Uhr von Theodor
Bei "Feuerpatsche" fühle ich mich schon beleidigt!
17.07.2011, 08:01 Uhr von Uwe
Lieber Thomas,

Du solltest einmal Deine Kommunikationsstruktur überprüfen. Dein Statement zu dem Einsatz war diffamierend und unprofessionell. Und ich denke nicht, dass ich als Einziger dies so sehe. Der Begriff "Feuerpatsche" ist ein Jargonbegriff und doppelt belegt.

Mit kam. Gruß,
Uwe
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