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Erstes PSNV-Team in Europa für Offshore-Windparks

26.07.2017, 09:00 Uhr

Foto: JUH

Johanniter für den Einsatz auf der Nordsee ausgebildet

Vier Mitglieder des PSNV-Teams des Ortsverbandes Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe können und dürfen nun auf der Nordsee in Offshore-Windparks eingesetzt werden. Mögliche Einsatzszenarien für das europaweit erste Team dieser Art sind Unfälle auf Konverterplattformen oder Windenergieanlagen. Sie wurden von Dozenten des Fachbereichs Offshore im Ortsverband Stedingen der JUH entsprechend geschult, der das rettungsdienstliche Personal für die Offshore-Rettungshubschrauber von Northern HeliCopter und zahlreiche Sanitätsstationen auf Plattformen in den Offshore-Windparks stellt.

Themen der Ausbildung waren u.a. der Überstieg vom Zubringerboot auf eine Plattform, das Drehen einer umgekippten Rettungsinsel und der Ausstieg im Überlebensanzug über eine Rettungsleiter. Das Helicopter Underwater Escape Training (HUET) stellte eine weitere Herausforderung dar. Dabei saß das PSNV-Team in einer Hubschrauberkapsel, die im Schwimmbecken des Maritimen Trainingszentrums Wesermarsch (MTZW) in Elsfleth versenkt wurde. Sie mussten so lange sitzen bleiben, bis die Kapsel gedreht ist und dann über Kopf hängend aussteigen. „Wir haben eine ganze Menge Wasser geschluckt“, berichtet Schlottke, Leiterin des PSNV-Teams Oldenburg. „Aber jetzt fühlen wir uns fit, im Notfall auf der Nordsee richtig zu handeln.“

Kommentare

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26.07.2017, 11:36 Uhr von Torsten
COOL und herzlichen Glückwunsch !!
26.07.2017, 11:52 Uhr von Mario
Mich würde ja mal das MANV-Offshore-Konzept der Johanniter interessieren... ;-)
26.07.2017, 14:15 Uhr von Christoph
PSNV in einem Windpark auf Nord- und Ostsee? Ich bin gespannt, wann die ersten Fallschirm-Retter kommen.
26.07.2017, 15:06 Uhr von Lübbi
Man muss dem Kind nur einen Namen geben, dann kommt die Offshore-Knete von ganz alleine. Mal sehen was sich Johanniter und NHC noch so einfallen lassen...die Konkurrenz um Wiking und promedica schläft nicht
26.07.2017, 16:00 Uhr von Mario
@lübbi: Aber Wiking hat doch gar keinen Vertrag mit den Windkraft-Offshore-Betreibern...
27.07.2017, 01:25 Uhr von Herr F.
Ich bin ja immer noch für´s Intensiv- Uboot. Aber Fallschirmspringer sind auch net schlecht.
28.07.2017, 09:41 Uhr von Andre
Das erinnert mich so ein bisschen an ein Angebot einer Rettungshundestaffel, bei uns im Landkreis die Höhenrettung für Windräder übernehmen zu wollen :-)
Das war kein Scherz, genauso wenig wie dieses "PSNV-Projekt" !
Sicher brauchen Arbeitskollegen im Off-Shore-Bereich nach medizinischen Notfällen, die diese z.T. über Telemedizin abarbeiten das Angebot einer Nachsorge - ABER kann diese nicht genauso gut an Land stattfinden?! Dass eine Nachsorgeangebot für die Arbeitskollegen von Verunfallten ebenfalls notwendig ist, gilt sicher auch für die besondere Offshore-Begebenheit auf den Plattformen!
So ist das nur eine fragwürdige PR für die Johanniter - ich kann nur hoffen, dass über tatsächliche Einsätze NICHTS veröffentlicht wird !
28.07.2017, 10:08 Uhr von D
@Andre: ich kann mir vorstellen, dass die Unternehmen von der Nachsorge auf See profitieren könnten, da sie dann ihr Mitarbeiter nicht an Land schicken müssen, was einen kürzeren Arbeitsausfall zur Folge haben kann. Betriebswirtschaftlich könnte das also durchaus Sinn ergeben.
28.07.2017, 10:11 Uhr von Mario
@Andre: So isses! Die wollten nur "Europameister" ("Erstes PSNV-Team in Europa") sein. Schade, Chance vertan! Während andere ihre wichtige PSNV-Arbeit heimlich, still und leise machen, wird hier auf Unique Selling Point gemacht.
28.07.2017, 14:40 Uhr von Florian
Ich persönlich finde die Idee gut. Lieber jemandem mit der Befähigung zum Spezialeinsatz haben und nie brauchen, als sie dringend benötigen und dann nicht zur Verfügung haben.
Es geht immerhin um die Betroffenen, die ggf. von profitieren können.
Was ich nicht verstehe: warum soll man Gutes nur im Stillen tun?! Ich finde es legitim darüber zu sprechen. Auch damit schärft man Bewusstsein nach außen und macht Werbung für diesen wichtigen Dienst (wir haben eben erst in einem Post auf Facebook lesen können, wie sich jemand über die Arbeitsmoral einer Freiwilligen (!) Feuerwehr beschwert hat - Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit scheint nicht jedermann bekannt zu sein!)
PSNV ist nichts, was sich verstecken muss / versteckt werden muss...
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