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Finanzielle Unterstützung beim Führerschein für Einsatzkräfte

21.09.2012, 09:22 Uhr

Foto: FW Essen

NRW stellt 5. Mio. Euro bereit

Feuerwehrleute und Angehörige des Katastrophenschutzes erhalten in Zukunft eine finanzielle Unterstützung, wenn sie einen Führerschein für mittelschwere Einsatzfahrzeuge machen. Das Land NRW stellt hierfür 5 Mio. Euro bereit. „Die amtliche Fahrerlaubnis hat für die ehrenamtlichen Helfer einen großen Vorteil. Sie können die erworbene Fahrerlaubnis auch privat nutzen. Dies ist eine unserer Möglichkeiten, das Ehrenamt zu fördern“, erklärte Innenminister Ralf Jäger bei der Vorstellung des Gefahrenabwehrberichts 2011 in Düsseldorf.

Das Land hat sich gegen den sogenannten „Feuerwehrführerschein“ entschieden, bei dem lediglich eine organisationsinterne Einweisung und Prüfung stattfindet. Der Bund hatte diese Möglichkeit rechtlich eingeräumt. „Unsere Ballungsräume stellen die Einsatzkräfte gerade bei Blaulichtfahrten vor große Anforderungen. Eine sorgfältige Fahrschulausbildung und amtliche Prüfung ist unverzichtbar“, betonte Jäger.

Die Führerscheinklassen waren 1999 innerhalb der EU vereinheitlicht worden. Seitdem dürfen mit einem Pkw-Führerschein nur Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t gefahren werden. Zuvor waren es 7,5 t. Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 und weniger als 7,5 t ist nun ein Führerschein der Klasse C1 erforderlich. Hierfür zahlt das Land künftig den Zuschuss. Rund 118.000 Menschen sind in Nordrhein-Westfalen im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz aktiv.

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Kommentare

21.09.2012, 10:14 Uhr von Benny
Sehr gute Entscheidung, die da getroffen wurde. Ich finde es auch problematisch, die Einsatzkräfte nur mit einer interne Prüfung auf die Straße zu schicken.
21.09.2012, 10:23 Uhr von f.
Der richtige Weg!
21.09.2012, 10:56 Uhr von Flo
Löblicher Weg, aber wie kommen die 5 Mio € zusammen? Steht die Summe jährlich zur Verfügung oder doch nur einmalig oder in kleinen Häppchen über die nächsten X Jahre? Und ganz wichtig, zu welchen Konditionen steht das Geld bereit?
21.09.2012, 11:05 Uhr von R.
Bleibt nur die Frage, wann das an der Basis ankommt. Oder ob weiterhin nur für jede Planstelle, die es unbedingt braucht, in den Einsatzeinheiten Geld für einen Führerschein pro Jar pro EE da ist.
21.09.2012, 11:46 Uhr von Markus
Da bleibt nur zu hoffen, dass die Fahrzeuge in NRW ohne Anhänger über 750 kg auskommen. Der C1 hat nämlich denselben Haken wie der Feuerwehrführerschein, bei 750 kg Anhängermasse ist Schluss. Ein Betreuungsanhänger, Feldküche oder auch nur ein relativ kleines Boot auf dem Trailer lässt sich mit diesen "Krücken" nicht bewegen.
21.09.2012, 13:31 Uhr von Christoph
Und wieder mal erweist sich NRW als führend im deutschen Bevölkerungsschutz! Nachahmung, auch in anderen Bundesländern, ausdrücklich empfohlen!
22.09.2012, 01:21 Uhr von Uli
Also keine bundeseinheitliche Regelung. Jedes Land macht, was es will. Ich persönlich halte die Regelung von NRW für gut, bietet sie doch einen Anreiz für Ehrenamtler. Zudem ist dann jeder ausbildungsmäßig auf der sicheren Seite, muss sich aber dann auch ggf. entsprechend rechtfertigen.

Tatsächlich abzuwarten bleiben die Feinheiten der Regelung, da hier die zuständigen Behörden und auch die HiOrg ein Wörtchen mitzureden haben.

Und hat schon mal jemand daran gedacht, was bei einem Umzug eines Helfers in ein anderes Bundesland ist? Da profitieren alle anderen von den Umzügen aus NRW. Aber da wird die Regelungswut bestimmte etwas erfinden, z.B. einen KatS-Finanzausgleich. :-)
22.09.2012, 09:32 Uhr von Roland
@Christoph: Finde ich auch super, insbesondere wenn andere hierfür bezahlen dürfen. Siehe hier: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/71763/umfrage/geber-und-empfaenger-beim-laenderfinanzausgleich/
24.09.2012, 16:36 Uhr von Christoph
Den Feuerwehrführerschein gibt's in Niedersachsen schon mehr als ein Jahr.

@Flo: Die Kosten werden prozentual (max. 200 Euro von 1500 Euro) übernommen, nicht komplett. Denn Rest zahlt man eben selber. Aber die HiOrg benötigen ja sooo dringend ehrenamtliche Helfer! Wenn möglich zahlungskräftig. Kannst Du über die Bundesagentur für Arbeit probieren, musst nur jemanden finden, der Dich einstellt, wenn Du den C1 hast.

Heir ein Bespiel für eine Stellenanzeige: HiOrg sucht Männer und Frauen, die sich vera*** lassen, alles selber zahlen und gratis arbeiten. Wir sind eine "wohltätige" Organisation. Wollen sie zu unseren Team gehören?

Antwort: Nein!
29.12.2012, 12:54 Uhr von Marcel
Weiß denn einer von Euch, wo ich diesen beantragen kann? Also den Zuschuss?
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