Eine Verschlechterung des Katastrophenschutzes sieht der Feuerwehrverband für Rheinland-Pfalz, sollte die rot-grüne Landesregierung ihre Kürzungspläne gänzlich umsetzen. Der Verbandsvorsitzende Fürst mahnt, dass die Fristen bei einer Alarmierung der Feuerwehr nicht mehr eingehalten werden können. Grund seien veraltete Einsatzfahrzeuge. Schon jetzt gebe es Modelle, die seit über 30 Jahren ihren Dienst tun und für die Ersatzteile nur auf dem Oldtimer-Markt zu bekommen seien. In Einzelfällen sei es bereits vorgekommen, dass Fahrzeuge unterwegs ausgefallen seien.
Zudem, so warnt Fürst, könne es passieren, dass die Pumpen ausfielen und die Einsatzkräfte dann ohne Wasser dastünden. Der Verband beklagt einen „erheblichen Investitionsstau“. So seien viele Anträge auf Neuanschaffungen nicht bewilligt worden. Wenn nun die Einsparungen in vollem Umfang umgesetzt würden, hätte dies insbesondere in ländlichen Gebieten negative Folgen für die Sicherheit, da die Anfahrtswege hier wesentlich länger seien. Schließlich, so Fürst, seien immer weniger Bürgerinnen und Bürger bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Auch dies schätzt er als Folge der Kürzungsdebatte ein, die auf die Menschen abschreckend wirke. (Quelle: dapd)


Kommentare
Wieder mal entscheiden Politiker, die von Tuten und Blasen mal gar keine Ahnung haben, über die Arbeit des KatS und der Feuerwehren, aber erst wenn die Katastrophe da ist und sich jeder fragt, woran es gescheitert hat, ist die Diskussion groß. Dass man an der Sicherheit der Bevölkerung diskutiert, verstehe ich nicht. Ist ein Menschenleben bei Politikern auch nur eine Frage des Geldes? Was muss denn noch passieren, dass Diskussionen solcher Art nicht mehr aufwarten? Die Politiker sollten sich mal lieber die Zeit nehmen, sich aktiv am ehrenamtlichen Dasein von uns zu beteiligen, um zu sehen, über was die hier eigentlich entscheiden. Das ist eine Frechheit sondergleichen, was die mit uns machen.