S+K Verlag
Der einzige Fachverlag für
Notfallmedizin in Deutschland.
Bücher, Zeitschriften und Nachrichten
rund um das Thema Rettungsdienst.

GPS für Retter

02.08.2011

Foto: U.S. Air Force

Krankenkassen übernehmen etwa 140.000 Euro

Der Rettungsdienst in der Region Nürnberg bekommt nun doch GPS: Bis zum Spätherbst 2011 soll jedes der insgesamt 130 Fahrzeuge damit ausgerüstet sein. Dann kann die ILS am Hafen jederzeit orten, wo genau sich die Einsatzfahrzeuge befinden. Bis Anfang September vergangenen Jahres konnten die Disponenten nur ungefähr feststellen, wo sich die Einsatzfahrzeuge gerade aufhielten. Das geschah über etwa 40 im System hinterlegte Ortspunkte, über die Einsatzkräfte ihre Aufenthaltsorte der Leitstelle meldeten.

Mit der neuen, von der Bayerischen Staatsregierung verordneten ILS-Software ist dies nun Vergangenheit, denn das Innenministerium möchte alle Fahrzeuge mit hochwertigen GPS-Geräten ausstatten. Es war jedoch ein weiter Weg, denn die Regierung konnte sich lange Zeit nicht mit den Krankenkassen über die Kosten einigen und schaffte es auch nicht, entsprechende gesetzliche Regelungen durch den Landtag zu bringen. Seit Anfang des Jahres ist die GPS-Ausstattung im Rettungsdienst Pflicht. Nach zähen Verhandlungen mit den Kassen trat zum 1. Januar 2011 die Ausführungsverordnung zum Bayerischen Rettungsdienstgesetz in Kraft – mit der Vorschrift zur GPS-Ausstattung. Die Kosten müssen die Sozialversicherungsträger übernehmen. (Quelle: Nürnberger Zeitung)

Weitersagen:

Kommentare

02.08.2011, 23:49 Uhr von Christian
Super Idee... ein Schritt in die richtige Richtung....! Nur frage ich mich, wann sich der erste meldet mit: "Überwachung am Arbeitsplatz"
03.08.2011, 09:12 Uhr von H
Hallo Christian, ist genau mit der Begründung in Hannover wieder abgeschaltet worden.
03.08.2011, 10:24 Uhr von chris
Natürlich kommen diese Einwände. Bei gesetzlicher Regelung / Ausführungsverordnung spielt das jedoch keine Rolle. Hier ist die Trennung von LS-Betreiber und RD-Durchführenden wichtig - Leitstelle darf sich nicht mit Arbeitgeber des fahrenden RD- Personals über solche Dinge austauschen - wenn das passiert, müssen sich LS-Betreiber und Arbeitgeber bei Gericht warm anziehen!
03.08.2011, 14:36 Uhr von Klaus
@ Christian: Personal- und Betriebsräte gehörten auch jahrelang zu den Blockierern und sind sicher schon am polemisieren.

Allerdings bringt dieses System meiner Erfahrung nach im Durchschnitt mind. 30 Sekunden (für den Patienten). Aber wen interessiert schon der Patient?
05.08.2011, 22:43 Uhr von Jan
Ich begrüße diesen Schritt, da seit der Umstellung der Leitstellensoftware und der Abschaffung des FMS-Ortscodes die Dispositionsqualität gesunken ist.
Auch zu Zeiten der alten Leitstelle kam es schon mal vor, dass mir als freier RTW ein sich auf Anfahrt befindender RTW entgegenkam. Seit Umzug der Leistelle jedoch habe ich das Gefühl, dass solche suboptimalen Dispositionen in Nürnberg zugenommen haben.
Kommentar hinzufügen
Benachrichtigen Sie mich, wenn es neue Kommentare gibt.
Sicherheitsabfrage: 5 + 4 = 

Felder, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Pflichtfelder.

zum Seitenanfang
KontaktRSS
Stumpf + Kossendey Verlag, 2012
Impressum