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Herausforderungen bei der Planung von Großveranstaltungen

05.12.2018, 12:07 Uhr

Foto: Johanniter/Jan Klaassen

2. Forum Bevölkerungsschutz der Johanniter-Akademie gut besucht


Am 1. Dezember 2018 trafen sich rund 70 Führungskräfte und Fachdozenten beim 2. Forum Bevölkerungsschutz im Kloster Wennigsen in Niedersachsen, um sich über Herausforderungen bei der Planung von Großveranstaltungen auszutauschen. Anwesend waren Mitarbeiter des Johanniter-Landesverbands Niedersachsen/Bremen, Mitglieder befreundeter Hilfsorganisationen sowie von Feuerwehren und der Polizei. Die Referenten beleuchteten in verschiedenen Vorträgen und Workshops Themen, die bei Großveranstaltungen zu berücksichtigen sind, darunter die Berechnung der Einsatzkräfte für einen Sanitätsdienst, wertvolle Tipps beim Abschließen von Verträgen zwischen Verband und Veranstalter sowie Dimensionen von Großveranstaltungen aus Sicht der Gefahrenabwehr.
 
Jürgen Schreiber, IM EINSATZ-Redaktionsmitglied und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin e.V. (DGKM), ging in seinem Workshop darauf ein, wie sich die notwendige Größe eines vorzuhaltenden Sanitätsdienstes abschätzen lässt. Laut Schreiber müsse, bevor ein passendes Schutzkonzept erstellt werden kann, zunächst eine Gefährdungsbewertung erfolgen. So sei das „Maurer-Schema“ eine effektive Möglichkeit, um den Risikofaktor einer Veranstaltung individuell zu bestimmen. Thorsten Ernst, Bereichsleiter Einsatzdienste bei den Johannitern in Niedersachsen/Bremen, verdeutlichte in seinem Vortrag die Herausforderungen für Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes am Beispiel des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Welche Gefahren aus polizeilicher Sicht für Großveranstaltungen bestehen, diskutierte Willi Lutze von der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD) in seinem Vortrag. Stefan Wächter, Leiter der Autorisierten Stelle Digitalfunk Niedersachsen (ASDN), griff in seinem Workshop die Frage auf, was zu tun ist, wenn das Mobiltelefon im Einsatz streikt. Der Digitalfunk sei eine sichere Rückfallebene, wenn keine Möglichkeit mehr bestehe, über Mobiltelefone zu kommunizieren. Zusätzlich zu den Vorträgen informierten verschiedene Aussteller über Produktneuheiten und Dienstleistungen.


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