S+K Verlag
Der einzige Fachverlag für
Notfallmedizin in Deutschland.
Bücher, Zeitschriften und Nachrichten
rund um das Thema Rettungsdienst.

I.S.A.R. Germany in X-Land

21.05.2012, 15:46 Uhr

Fotos: I.S.A.R. Germany

Großübung bereitet auf Re-Zertifizierung vor

Im Mittelpunkt der Übung in Weeze steht die Vorbereitung auf die Re-Zertifizierung durch die UN-Unterorganisation INSARAG („International Search and Rescue Advisory Group“). Die Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany e.V., ein Zusammenschluss von Rettungsspezialisten aus verschiedenen Feuerwehren und Hilfsorganisationen in Deutschland, hatte sich bereits 2007 als „Medium Team“ zertifizieren lassen. Im September soll dies nun erneut geschehen. Bei der Zertifizierung muss nachgewiesen werden, dass I.S.A.R. die von der INSARAG vorgegebenen Standards erfüllt. Dabei geht es insbesondere um Standards in den Bereichen Management, Logistik, Suche und Rettung von verschütteten Menschen und die medizinische Betreuung.

Das Übungsszenario: In X-Land hat es ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 gegeben. Dadurch sind schwere Schäden an einer Vielzahl von Gebäuden aufgetreten. I.S.A.R. ist in der Stadt Weeze im Einsatz. Die Stadt ist besonders schwer von dem Erdbeben betroffen. Unzählige Häuser sind eingestürzt, darunter auch das örtliche Krankenhaus. Es gibt viele Tote und Verletzte. Unter den Trümmern sind zahlreiche Menschen eingeschlossen. Das I.S.A.R. Team ist bereits im „Katastrophengebiet“ eingetroffen. Das Lager wurde aufgebaut und ein Erkundungsteam war unterwegs, um sich ein Bild von der Lage zu machen und mögliche Einsatzstellen zu erkunden. Inzwischen hat ein erstes Einsatzteam damit begonnen, an einem eingestürzten Haus nach Überlebenden zu suchen und diese aus den Trümmern zu befreien. Rettungshunde haben dort im Bereich des Kellers angezeigt. Jetzt beginnt die Bergung damit, einen Zugang zu schaffen. I.S.A.R. ist in X-Land mit 47 Helfern aktiv. Zum Team gehören Rettungshundeführer mit ihren Tieren, Bergungsexperten sowie Notärzte und Rettungsassistenten.

Weitersagen:

Kommentare

21.05.2012, 23:03 Uhr von Stefan
Und wer ist da federführend? Also ich meine welche der Traditionsorganisationen? Ich kann mir nicht vorstellen, daß da sich jemand die Wurst vom Brot nehmen lässt!?
23.05.2012, 18:48 Uhr von Matthias
Muss immer einer federführend sein? Kann mann nicht einfach alle miteinander, sondern immer nur gegeneinander? Ich bin der Meinung, wir sollten uns effektiv um die Patienten kümmern, statt immer zuerst zu streiten, wer die Führung übernimmt. Als erstes geht es doch darum, unseren Patienten das Leben zu retten. Als zweites: Je mehr Wichtige, umso weniger Helfer.
Als drittes: Miteinander geht es besser, egal ob MHD, BRK, ASB, Johanniter, Malteser oder Privat - wir haben alle dieselbe Ausbildung, dasselbe Können. Warum muss man sich da immer profilieren, weil man einer anderen HiOrg angehört?

Man sollte mal nachdenken, warum jemand vielleicht bei der anderen Organisation tätig ist. Vielleicht, weil er woanderes keinen Job bekommen hat, weil die Planstellen belegt waren oder weil diese Organisation mehr bezahlt, usw. Denkt mal drüber nach.

Ich arbeite gerne mit Leuten und Kollegen zusammen, die mich als gleichwertig betrachten und nicht als "Depp" einer anderen Organisation!

MfG aus Bayern
24.05.2012, 11:14 Uhr von Stefan
@Mathias: Sehe ich ja genau so. Aber meine Erfahrungen lehren mich leider etwas anderes. Wenn hier wirklich mal ein komplett neuer Weg beschritten wird ohne die üblichen Grabenkämpfe, bin der größte Fan von dieser Sache.
Kommentar hinzufügen
Benachrichtigen Sie mich, wenn es neue Kommentare gibt.
Sicherheitsabfrage: 1 + 3 = 

Felder, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Pflichtfelder.

zum Seitenanfang
KontaktRSS
Stumpf + Kossendey Verlag, 2013
Impressum