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Jubiläum für Förderverein „Christoph 7“

08.08.2012, 10:25 Uhr

Foto: „Christoph 7“

10 Jahre und bald das 1000. Mitglied

Die Luftrettung in Nordhessen begeht in diesem Jahr ein wichtiges Ereignis. Ihr Förderverein, dem rund 30 Feuerwehren (u.a. auch der Kurhessisch-Waldeckische Feuerwehrverband), 15 Hilfsorganisationen aus Nordhessen und verschiedene Städte und Gemeinden angehören, feiert sein 10-jähriges Jubiläum und lädt am 26. August zur Jubiläumsfeier von 11 bis 17 Uhr auf der Messe in Kassel ein. Der Förderverein der Luftrettungsstation „Christoph 7 Kassel e.V.“ mit seinen rund 30 aktiven und knapp 1.000 passiven Mitgliedern hat sich in dieser Zeit u.a. in folgenden Bereichen engagiert: Unterstützung der Luftrettungsstation durch Anschaffung von medizinischen oder einsatztaktischen Ausrüstungsgegenständen (z.B. Notfallrucksäcke, Navigationsgerät), Beschaffung und Zwischenfinanzierung von Einsatzbekleidung, Finanzierung von Aus- und Fortbildungsveranstaltungen für Notärzte und Rettungsassistenten sowie Bezug von Fachliteratur.

Unter anderem durch Veranstaltungen (rund 10 bis 20 Veranstaltungen pro Jahr im Rahmen von „Tagen der offenen Tür“) und Führungen auf der Luftrettungsstation und Ausrichtung von gemeinsamen Trainingszirkeln, etc.) wird entsprechende Öffentlichkeitarbeit betrieben. Rund 150.000 Euro konnten in 10 Jahren durch Spenden gewonnen und die Luftrettung als Glied in der Rettungskette unterstützt und gestärkt werden. Dieses stolze Ergebnis konnte nur durch die jahrelange, fleißige Arbeit der ehrenamtlichen Frauen und Männer, die großzügige Unterstützung durch private und institutionelle Spenden und vor allem durch die Mitgliedsbeiträge der Mitglieder erzielt werden.

Allerdings verweist der Verein auch auf die noch ausstehenden Aktivitäten: Die Zusammenarbeit zwischen Luftrettern und bodengebundenem Rettungsdienst solle ausgebaut und gepflegt werden, Lücken im Budget des Luftrettungszentrums müssten überbrückt oder „kurzfristig ganz geschlossen“ werden. Als nächste Wegmarke strebt man das 1000. Mitglied an und bittet um Spenden, damit „die Versorgung von Notfallpatienten noch effektiver unterstützt werden kann.“

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Kommentare

09.08.2012, 09:02 Uhr von Peter
Also erstmal herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum.

Ich muss aber mal die Frage stellen, ob ein solcher Förderverein überhaupt noch notwendig ist? Es soll jetzt keine Abwertung der bestimmt sehr guten Aufbauarbeit sein, aber wenn ich lese, dass Ausrüstungsgegenstände etc. beschafft werden müssen, frage ich mich, was hier läuft.

Ich kenne zwar nicht die genaue Finanzierung, aber der Rettungsdienst ist doch vollständig in Deutschland durchfinanziert. Zumindest, wenn man den Schreibern in den anderen Beiträgen glauben schenken darf. Wenn es um einen Förderverein für eine Feuerwehr geht, würde ich es ja verstehen, da die Kommunen klamm sind, aber gerade im Rettungsdienst sollte eine Finaznierung doch kein Problem sein. Kann mich mal jemand aufklären.
10.08.2012, 13:05 Uhr von Stahl
Guten Tag, suspekt ist mir zunächst einmal ein Kommentator, der seinen Namen nicht nennt. Es gibt nämlich genügend Neider (vor allem aus nahstehenden Organisationen) und wer ehrliches Interesse hat, findet auf der Homepage des Vereins ausführliche Informationen zur Arbeit und den Aufgaben des Vereins. Trotzdem ein paar grundsätzliche Bemerkungen zum Thema.
Natürlich ist die Finanzierung der Standard-Ausrüstung durch die Kostenträger gesichert. Gemäß Sozialgesetzgebung sind diese verpflichtet, das wissenschaftlich erforderliche und wirtschaftlich Sinnvolle zu finanzieren. Aber diese sind natürlich ebenso wie die Kommunen zum Sparen verpflichtet. Somit werden natürlich Budget eng gestrickt, manchmal ausgesetzt, nachverhandelt. Aus- und Fortbildung z.B. wird in den Bundesländern, je nach Gesetzgebung, sehr unterschiedlich gehandhabt, oft ist diese im Benehmen der Ärzte selbst zu finanzieren, gern natürlich in der Freizeit durchgeführt. Hier gibt es also durchaus Handlungsbedarf. Gleiches gilt für die Finanzierung von Projekten, die die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen und Behörden fördern. Schnittstellenoptimierung könnte man dies auch nennen. Nähres dann an o.g. Stelle. Interessant übrigens, dass mittlerweile 7 der 12 Luftrettungszentren des Bundes Fördervereine nach dem Kasseler Vorbild gegründet haben – mit großem Erfolg. In diesem Sinne – persönliche Ansprache ist besser als Stimmungsmache. Kontaktadresse: s.o.
Peter Stahl
10.08.2012, 23:12 Uhr von uli
Auch bei „Christoph 1“ gibt es einen Förderverein. An allen Luftrettungszentren gibt es Erfordernisse, wünschenswerte Aussattungen, Ausbildungen, Veranstaltungen, die nicht durch die üblichen Abrechnungsmöglichkeiten mit den Kostenträgern abgewickelt werden können. Allein aus rechtlichen Gründen haben die Stationen, an denen die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundesministeriums des Innern in der Luftrettung der Länder eingesetzt werden, nicht die Möglichkeiten, zusätzliche Kosten zu decken wie andere Betreiber.

Dazu ist mit einem Förderverein die Basis geschaffen worden, zusätzliche Unterstützung zu schaffen. Kassel ist damit mit herausragendem Engagement und dem Beschreiten vieler unterschiedlicher Wege in einem Jahrzehnt das Musterbeispiel schlechthin, viele Interessenten, Institutionen, Einrichtungen, Firmen, Organisationen und Einzelpersonen vom Stellenwert der Luftrettung in einer Region zu überzeugen, unter einen Hut zu bringen, Unterstützung zu bündeln und so die Luftrettung selbst vorteilhaft und sinnvoll aufzuwerten.

Das Modell hat sich bewährt und zu weiteren Vereinen geführt, die alle auf unterschiedlichem Weg und mit unterschiedlich ausgeprägten Aktivitäten den Stellenwert ihres Luftrettungszentrums fördern.

Das muss man erst einmal so erfolgreich schaffen.
Glückwunsch und Anerkennung sowie weiterhin viel Erfolg!
11.08.2012, 14:33 Uhr von Johannes
@Peter: Ein einziger Blick hätte gereicht: http://www.christoph7-kassel.de/foerderverein/index.htm
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