S+K Verlag
Der einzige Fachverlag für
Notfallmedizin in Deutschland.
Bücher, Zeitschriften und Nachrichten
rund um das Thema Rettungsdienst.

Katastrophenvorsorge in Haiti

04.01.2012

Foto: T. Frenkel/American Red Cross

DRK: Wiederaufbau der Infrastruktur nur der Anfang

Das schwere Erdbeben in Haiti jährt sich in wenigen Tagen zum zweiten Mal. Wie viele Hilfsorganisationen konzentriert auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine Arbeit auf die langfristige Entwicklung eines der ärmsten Länder der Welt. Astrid Nissen, die die DRK-Arbeiten vor Ort leitet, bringt es auf den Punkt: „Die Arbeit hört nicht mit dem Wiederaufbau von Häusern auf.“ Nach eigenen Angaben investiert das DRK derzeit viel Arbeit vor allem in Katastrophenvorsorge-Projekte. Zudem wurden durch das DRK zwei Schulen und eine Universitätsfakultät wieder aufgebaut. Die letzten von insgesamt 3.000 Wohnhäusern würden gerade fertig gestellt. In den Gemeinden wurden auch Toiletten und sanitäre Einrichtungen installiert – etwas, das in Haiti keine Selbstverständlichkeit sei.

Das DRK hatte im Jahr 2010 über 33 Millionen Euro an Spenden für die Erdbebenopfer erhalten. Bis heute sind 30 Millionen davon ausgegeben oder verplant. Etwa die Hälfte des Geldes wurde für den Bau von Wohnhäusern oder Schulen eingesetzt, ein Drittel für Gesundheitsprojekte, etwa für ein mobiles Krankenhaus und eine Mutter-Kind-Station. Der Rest wurde für die Soforthilfe verwendet oder ist für die Katastrophenvorsorge und langfristige Entwicklungshilfe vorgesehen. Die DRK-Erdbebenhilfe wird bis ins Jahr 2013 weitergeführt.

Weitersagen:

Kommentare

04.01.2012, 15:18 Uhr von Harald
Macht das Rote Kreuz damit nicht der deutschen Welthungerhilfe, der Diakonie Katastrophenhilfe und anderen Entwicklungshilfe-Organisationen Konkurrenz? Es sollte sich lieber, wie seither, auf die medizinische Sofort- und Nothilfe konzentrieren. Dafür hat es ausgebildete Helfer.
04.01.2012, 15:58 Uhr von Chris
Also Konkurrenz gibt es da erstens nicht und zweitens sprechen sich diese "Global Player" dabei eigentlich immer gut ab, meist via UN ... Meist übernimmt dann jede HiOrg/IntOrg einen Bereich, eine Region und führt dort Hilfsmaßnahmen durch. Auch die Johanniter International Assistance (JUH) ist in diesem Aufgabenfeld aktiv, aber eher in einer Region außerhalb von Port-au-Prince.

Für einen alleine ist diese Mammut-Aufgabe auch gar nicht zu stemmen! Zudem gehört das sogenannte Capacity Building seit Jahren zu den Kernaufgaben von IFRC.

LG, Chris
Kommentar hinzufügen
Benachrichtigen Sie mich, wenn es neue Kommentare gibt.
Sicherheitsabfrage: 1 + 8 = 

Felder, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Pflichtfelder.

zum Seitenanfang
KontaktRSS
Stumpf + Kossendey Verlag, 2012
Impressum