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Koblenzer Evakuierungseinsatz bei Bombenentschärfung

05.12.2011

Fotos: Th. Trütgen

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45.000 Einwohner, sieben Pflegeheime und zwei Krankenhäuser

Die 1,8 Tonnen schwere Luftmine, die 125 kg schwere Fliegerbombe und das Tarnnebelfass im Rhein bei Koblenz wurden gestern Nachmittag vom Kampfmittelräumdienst (KMRD) Rheinland-Pfalz erfolgreich und ohne größere Probleme entschärft. Die durchzuführende Evakuierung von 45.000 Einwohnern, darunter auch Bewohner von sieben Pflegeheimen und Patienten zwei großer Krankenhäuser, verlief komplikationslos.

In einer fast zweiwöchigen Aktion wurde die Evakuierung, die als eine der größten Evakuierungen der Nachkriegszeit eingestuft wurde, vorbereitet. Die Abschnittsleitung Sanitäts- und Rettungsdienst lag beim DRK-Kreisverband Koblenz Stadt, die Abschnittsleitung Betreuungsdienst bei den Koblenzer Maltesern. In Koblenz sind diese Fachdienst des Bevölkerungsschutzes schon seit vielen Jahren aufgeteilt. Die Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz (HiK) in Rheinland-Pfalz unterstützte die Abschnittsleitungen bei ihren Vorbereitungen. Aus ganz Rheinland-Pfalz wurden Transportfahrzeuge aller Art (RTW, KTW, KTW-4 und BTW) und weitere Betreuungsdienstgruppen aller Organisationen nach Koblenz entsandt. Auch die DLRG beteiligte sich mit präventiv bereitgehaltenen Rettungsbooten an dem Einsatz. Das THW besetzte die Lotsen- und Registrierungspunkte für die anrückenden Einsatzkräfte und unterstützte die Feuerwehr mit speziellen Pumpen, damit für die Arbeit des KMRD die 1,8-Tonnen-Luftmine freigelegt werden konnte.

Wie auch schon bei vielen Evakuierungen zuvor in Koblenz erledigte der KMRD seine Arbeit komplikationslos. Aufgrund der Vielzahl der im Einsatz befindlichen Kräfte konnte der Zeitplan sogar um gut eine Stunde vorverlegt werden. Internationale Medienbeobachter berichteten über die Evakuierung. 

IM EINSATZ wird ausführlich über diesen Großeinsatz berichten.


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Kommentare

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05.12.2011, 15:06 Uhr von Christoph
Schönes Bild, das obere! Es zeigt sehr schön die Schlagkraft, der doch so gescholtenen HiOrg und den Grund, warum in Ausschreibungen der Katastrophenschutz nicht fehlen darf.
05.12.2011, 19:35 Uhr von Fra
Ganz ehrlich: Wenn die G.A.R.D. mal ihre Fahrzeuge auf'm Hof versammelt, sieht das genauso aus. Nur können die nicht einfach den Krankentransport einstellen, dann würde es in Hamburg ein wenig drunter und drüber gehen.
06.12.2011, 05:05 Uhr von anton
Nur gemeinsam kann man was erreichen. Aussagen wie nur die HIOrg können so was, sind reiner Hohn!
Mit richtigen Katastrophen ist man – egal wer – sicherlich überfordert. Man braucht teilweise nur manchen Fuhrpark anschauen. Teilweise immer noch historische Fahrzeuge und von dem teilweise unqualifizierten Personal (Blaulichtgeile und Katastrophentouristen) ganz zu schweigen.
Nur mal so am Rande: MHW kann auch was!! Also nicht immer den bösen Privaten zerpflücken!
06.12.2011, 07:51 Uhr von doggi
Stimmt ... da durfte mal wieder alles rollen, was gerade noch ansprang :-) Hoffentlich sind auch alle ohne große Ausfälle wieder nach Hause gekommen ...
06.12.2011, 10:18 Uhr von udo
Und abziehen auch das, was durch Vater Staat für den Katastrophenschutz angeschafft wurde und nicht die Leistungsfähigkeit widerspiegelt. Nicht zu vergessen, dass einige der BTW durch die Aktion Sorgenkind zu 80% gefördert worden sind.
06.12.2011, 10:39 Uhr von doggi
... und das, was aus ganz Deutschland rangeschafft wurde.
06.12.2011, 10:46 Uhr von Thomas
Bitte um Beachtung auf dem ersten Bild: 30% der Fahrzeuge sind (Liege-)Mietwagen nach PBefG und haben mit dem RD, KT oder KatS reichlich wenig am Hut.
06.12.2011, 10:47 Uhr von Christian
Moin!

Mit "richtigen" Katastrophen währe auch der MHW überfordert. Und im MHW werden alles "qualifizierte" Mitarbeiter eingesetzt, die weder katastrophengeil veranlagt noch blaulichtgeil sind? Und im Fuhrpark nur neue Fahrzeuge? Die G.A.R.D. ist nicht im Kats der Stadt Hamburg eingebunden, das hat seine Gründe. Sie engagiert sich aber im MHW. Im Übrigen, wer sitzt im Präsidium des MHW, der Herr Jarmuth. Privat kann Zukunft haben, muss aber nicht!

Viele Grüße,
Christian
06.12.2011, 11:20 Uhr von doggi
@Christian: Sei doch nicht traurig, Christian. Du hast Recht: Privat kann Zukunft haben, muss aber nicht, wird aber trotzdem.

Wenn Du dann artig bleibst, darfst Du miterleben, wie sich eine überholte Struktur zu Gunsten wirtschaftlicher Strukturen und Zusammenschlüsse selber abschafft. Aber das macht ja nichts, das erleben wir in der Geschichte immer wieder. Deshalb: Kopf hoch allen; was zählt ist allein die Qualität und Leistungsfähigkeit und nicht das Abzeichen auf dem Ärmel/Brust.
06.12.2011, 11:44 Uhr von Chris
Ich wäre ja immer noch für die Änderung im SGB V. =)
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