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Luftrettungsstation in Jena 25 Jahre alt

02.07.2019, 12:18 Uhr

Foto: Tino Zippel

Über 30.000 Einsätze für „Christoph 70“


Am 8. Juni 1994 hob erstmals ein Rettungshubschrauber von der Luftrettungsstation auf dem Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina ab. Vor 25 Jahren nahm die Bell UH-1D in olivgrün mit orangefarbener Tür und der blauen Aufschrift SAR mit dem militärischen Rufnamen „SAR Jena 77“ ihren Dienst auf. Knapp vier Jahre später, am 6. Januar 1998, löste die gemeinnützige ADAC-Luftrettung die Rettungsflieger der Luftwaffe ab, da sich die Bundeswehr allmählich aus der zivilen Luftrettung zurückzog. Die ADAC-Luftrettung setzte eine EC 135 mit dem Rufnamen „Christoph 70“ ein. Seit der Aufnahme des Einsatzflugbetriebes an der Luftrettungsstation Jena haben die beiden RTH über 30.000 oft lebensrettende Einsätze geflogen, davon rund 27.500 durch die ADAC-Luftrettung. Damit ist „Christoph 70“ eine wichtige Säule in der Notfallrettung der Region.

Der RTH ist von 7.00 Uhr bis Sonnenuntergang einsatzbereit und hat einen Einsatzradius von 70 km. Für die Koordination der Einsätze ist die Zentrale Leitstelle Jena als hubschrauberführende Leitstelle verantwortlich. Auf „Christoph 70“ werden im Wechsel insgesamt 27 Crew-Mitglieder eingesetzt. Drei Piloten werden von der ADAC-Luftrettung gestellt und fünf Notfallsanitäter/HEMS-TC vom DRK-Kreisverband Jena-Eisenberg-Stadtroda e.V. Die 19 Notärzte stammen aus dem Zentrum für Notfallmedizin des Universitätsklinikums Jena.

Im vergangenen Jahr hat „Christoph 70“ 1.257 Einsätze absolviert. Auch im ersten Halbjahr 2019 wurden bereits 600 Rettungseinsätze geflogen. Mit 48% liegen die internistischen Notfälle klar an der Spitze der Anforderungsgründe, gefolgt von neurologischen Notfällen mit 17% und Freizeitunfällen mit 14% sowie Verkehrsunfällen mit 7% und Kindernotfällen mit 8%. „Christoph 70“ absolvierte 85% der Fälle in Thüringen und 13,5% in Sachsen-Anhalt. 1% der Einsätze flog der RTH auch in Bayern und 0,6% in Sachsen. Insbesondere in ländlichen Gebieten dient der RTH als schneller Notarztzubringer. Hier ist der RTH oftmals das schnellste und einzige Rettungsmittel, das zeitgerecht am Unfallort eintreffen kann. (Scholl)

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