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Med-Ecole eröffnet Schulungszentrum in Hamburg

26.07.2011

Foto: Med-Ecole

Stufenausbildung zum RettAss

Das Kieler Lehrinstitut für Notfallmedizin Med-Ecole ist jetzt auch in der Hansestadt präsent. Gestern eröffneten Schulleiter Ingo Kolmorgen und die pädagogische Leiterin Stefanie Dieing das neue Schulungszentrum in Hamburg (Norderstedt). Fast 20 Schülerinnen und Schüler beginnen nun mit ihrer Ausbildung. Zum einen bietet Med-Ecole die Ausbildung zum Rettungssanitäter an. Diese besteht aus einem vierwöchigen Grundkurs, je einem vierwöchigen Klinik- und Rettungswachenpraktikum sowie einem einwöchigen Abschlusslehrgang, der mit der staatlichen Prüfung zum Rettungssanitäter endet.

Außerdem haben Interessierte jetzt die Möglichkeit, am neuen Standort die Stufenausbildung zum Rettungsassistenten zu absolvieren. Diese Ausbildung dauert zwei Jahre und besteht aus einem Ausbildungsjahr an der MED-ECOLE und einem Anerkennungsjahr an einer staatlich anerkannten Lehrrettungswache. Abgerundet wird das Ausbildungsangebot mit der sog. verkürzten Ausbildung zum Rettungsassistenten – ein Aufbaulehrgang für Rettungssanitäter und examinierte Krankenpflegekräfte.

Weitere Rettungsdienstschulen in Deutschland finden Sie hier.

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Kommentare

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26.07.2011, 13:23 Uhr von Jan
Moin,
war die sog. verkürzte Ausbildung nicht mal vor 20 Jahren als Übergangslösung für Rettungssanitäter gedacht? Scheint ja nunmehr eher ein einträgliches Geschäftsmodell für gewinnorientierte private Ausbildungsbetriebe zu sein.
Schade, solche Modelle bringen den Rettungsdienst wohl nicht weiter.

Gruß Jan
26.07.2011, 15:20 Uhr von F.
Die Frage @Jan, ist wohl auch, ob denn mehr als 1/3 der Absolventen jemals eine Festanstellung im Rettungsdienst finden werden. Ich denke nicht, da der Markt mehr als gesättigt ist und neue Schulen nur noch Öl in das Feuer gießen.
26.07.2011, 19:27 Uhr von Dirk
Na wo denn nun,
Hamburg oder Norderstedt. Aber Norderstedt kennt ja keiner in Deutschland, dann macht man eben Hamburg-Norderstedt draus.
Viel Spaß beim Lehren und Lernen in Schleswig-Holstein.

Gruß aus der Freien und Hansestadt Hamburg
26.07.2011, 22:00 Uhr von Tim
Moin,

also prizipiell ist der Markt vielleicht in Bayern gesättigt, ansonsten in keinem Bundesland! Und zweitens gibt es qualitativ sehr hochwertige private Rettungsdienstschulen...
Erst nachdenken, dann tippen...
26.07.2011, 23:16 Uhr von C.
@Jan:Es leben die Unwissenden: In den meisten Bundesländern wird gar keine Vollzeitausbildung nach §4 RettAssG angeboten, sondern fast alle Ausbildungen für Berufsanfänger beginnen mit dem Rettungssanitäter und dann mit den weiterführenden verkürzten Ausbildungsgängen nach §8.2 RettAssG. Auch angeblich "renommierte" Schulen, egal ob privat, kommunal oder privat, qualifizieren so schnell es geht, um billiges Personal zu bekommen. Da zieht die Nummer nicht, lieber Jan, auf privaten Unternehmen herumzuhacken. Alle Arbeitgeber sind überall gleich. Sie benötigen günstiges Personal. Das ist leider die Wahrheit. Und: Wann begreifen die Menschen endlich, dass sog. dreijährige Ausbildungen lediglich dazu dienen, dass der Schüler seine Ausbildungskosten "abarbeitet".? Und das wird dann als qualitativ hochwertige Ausbildung verkauft.
@F.: Der "Markt" ist gesättigt? Ich unterstelle Dir, dass Du den Arbeitsmarkt gar nicht kennst, wenn Du solche Statements von Dir gibst.
27.07.2011, 06:24 Uhr von anton
Und wieder eine Arbeitslosenproduktionsstätte mehr auf der Welt.

Der Markt ist überfüllt und ohne politische Freundschaften bzw.andere Qualitäten geht gar nix. So meine Erfahrung aus Ostbayern.
27.07.2011, 09:18 Uhr von Jan
Moin,

warum ist es ein Problem, wenn Azubi die Kosten der Ausbildung abarbeiten?

Ist das nicht in jedem Betrieb im richtigen z. B. gewerblichen Leben auch so? Wenn es z. Z. durch die 3-jährigen Modelle den Azubi im Rettungsdienst ermöglicht wird, ohne wesentliche eigene Kosten die Ausbildung zu erhalten, kann ich darin keinen Mangel erkennen. Wenn denn alle, also auch die Kostenträger von einer 3-jährigen Ausbildung einen Nutzen haben, will sich mir der behauptete Mangel der 3-jährigen Version nicht zu erkennen geben. Na gut, die eine oder andere Schule wird wohl nicht so begeistert sein. Ist das unser Problem? Solange der Gesetzgeber nix besseres an RettAssG produziert, ist den Azubi günstiger und besser mit dem 3-jährigen Modell geholfen.

Und B, mir ist es völlig wurscht, ob Du die Szene besser kennst. Ich möchte mir auch die Namen der lernenden neuen Kolleginnen und Kollegen noch mit Gesicht merken können, als nach einem Massenanfall von Praktikanten nur noch Nummern auf der Lehrrettungswache zu vergeben.

Und C NEIN, nicht alle Arbeitgeber sind gleich. Sitzen bei uns Azubi im Team, findet man diese günstigeren Kosten auch in der Kostenrechnung gegenüber den Krankenkassen transparent wieder. Das ist nicht bei allen AG so. Bei uns im Haus suchen wir qualifiziertes und motiviertes Personal, gerne mit Lebenserfahrung, Alter, egal. Entlohnung nach Tarifvertrag.

Gruß Jan
27.07.2011, 20:57 Uhr von Paulchen
Also ob nun privat oder öffentlich, Rettungsdienstschulen haben wir wirklich mehr als genügend im Land. Denn wenn meine Recherche stimmt, dann sind es 110 Schulen, die es bundesweit gibt! Über die Qualität kann und möchte ich im Einzelnen nichts sagen. Wie auch?! Aber dennoch denke ich, dass das Geschäft mit der Ausbildung ganz gut läuft. Denn die Zahlen sprechen für sich, und mir ist nicht bekannt, dass eine Schule in den letzten Jahren dicht gemacht hat. Nun wer möchte, kann ja mal ausrechnen, wie viele RAiP's es gibt, wenn jede Schule im Schnitt 15 Leute im Jahr ausbildet! Gut, zugegeben, der eine oder die andere wird sicher während der Ausbildung auf der Strecke bleiben und andere werden sicher im Anschluss eventuell ein Studium beginnen, doch da es im Schnitt nicht nur bei einem Kurs in der Schule bleibt, kann man sich sicher jetzt sehr gut vorstellen, dass es dann immer noch genügend neue Kollegen gibt, die auf den Assistentenstrich gehen. So wie mal einst ich vor 8 Jahren. Also von daher kann und möchte ich mich Jan nur anschließen.

VG aus Schleswig-Holstein mit 6 RD Schulen
27.07.2011, 21:14 Uhr von F.
Ja klar, der Markt ist natürlich nur in Bayern gesättigt, ich hätte wirklich erst denken sollen. Allein im Ballungsraum Hannover /Braunschweig sind mir bereits 6 RD-Schulen bekannt, bis auf eine bieten von denen alle die Vollzeit und verkürzte an. Jährlich hauen diese Schulen, grob geschätzt, min. 2 Kurse á 15 RettAss Anwärter raus, die zig RS Kurse und die Teilnehmer, die bereits feste Arbeit als RS haben und nur die Weiterbildung zum RettAss nebenberuflich machen, nicht mitgezählt.
Das macht pro Jahr 180 Praktikanten allein in dieser kleinen Region, das nun hochgerechnet auf ganz Niedersachsen und den anderen Bundesländern ... Stimmt, der Markt ist absolut nur in Bayern gesättigt, viel Spaß in eurer kleinen Rettungsdienstwelt!
27.07.2011, 21:30 Uhr von F.
Nachtrag:
Ich habe mir mal die Mühe gemacht, allein die Schulen hier auf skverlag.de in Deutschland zusammenzuzählen.
Bei Anwendung meiner Rechnung, die sicher nicht 100%, aber doch realistisch ist, komme ich auf 101 Schulen * 2 Kurse/Jahr * 15 Absolventen = 3.030 Praktikanten/ Jahr. Das auf ca. 47.000 Hauptamtlichestellen (wikipedia.de)
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