Das Kieler Lehrinstitut für Notfallmedizin Med-Ecole ist jetzt auch in der Hansestadt präsent. Gestern eröffneten Schulleiter Ingo Kolmorgen und die pädagogische Leiterin Stefanie Dieing das neue Schulungszentrum in Hamburg (Norderstedt). Fast 20 Schülerinnen und Schüler beginnen nun mit ihrer Ausbildung. Zum einen bietet Med-Ecole die Ausbildung zum Rettungssanitäter an. Diese besteht aus einem vierwöchigen Grundkurs, je einem vierwöchigen Klinik- und Rettungswachenpraktikum sowie einem einwöchigen Abschlusslehrgang, der mit der staatlichen Prüfung zum Rettungssanitäter endet.
Außerdem haben Interessierte jetzt die Möglichkeit, am neuen Standort die Stufenausbildung zum Rettungsassistenten zu absolvieren. Diese Ausbildung dauert zwei Jahre und besteht aus einem Ausbildungsjahr an der MED-ECOLE und einem Anerkennungsjahr an einer staatlich anerkannten Lehrrettungswache. Abgerundet wird das Ausbildungsangebot mit der sog. verkürzten Ausbildung zum Rettungsassistenten – ein Aufbaulehrgang für Rettungssanitäter und examinierte Krankenpflegekräfte.
Weitere Rettungsdienstschulen in Deutschland finden Sie hier.
- Links:
- www.med-ecole.de


Kommentare
war die sog. verkürzte Ausbildung nicht mal vor 20 Jahren als Übergangslösung für Rettungssanitäter gedacht? Scheint ja nunmehr eher ein einträgliches Geschäftsmodell für gewinnorientierte private Ausbildungsbetriebe zu sein.
Schade, solche Modelle bringen den Rettungsdienst wohl nicht weiter.
Gruß Jan
Hamburg oder Norderstedt. Aber Norderstedt kennt ja keiner in Deutschland, dann macht man eben Hamburg-Norderstedt draus.
Viel Spaß beim Lehren und Lernen in Schleswig-Holstein.
Gruß aus der Freien und Hansestadt Hamburg
also prizipiell ist der Markt vielleicht in Bayern gesättigt, ansonsten in keinem Bundesland! Und zweitens gibt es qualitativ sehr hochwertige private Rettungsdienstschulen...
Erst nachdenken, dann tippen...
@F.: Der "Markt" ist gesättigt? Ich unterstelle Dir, dass Du den Arbeitsmarkt gar nicht kennst, wenn Du solche Statements von Dir gibst.
Der Markt ist überfüllt und ohne politische Freundschaften bzw.andere Qualitäten geht gar nix. So meine Erfahrung aus Ostbayern.
warum ist es ein Problem, wenn Azubi die Kosten der Ausbildung abarbeiten?
Ist das nicht in jedem Betrieb im richtigen z. B. gewerblichen Leben auch so? Wenn es z. Z. durch die 3-jährigen Modelle den Azubi im Rettungsdienst ermöglicht wird, ohne wesentliche eigene Kosten die Ausbildung zu erhalten, kann ich darin keinen Mangel erkennen. Wenn denn alle, also auch die Kostenträger von einer 3-jährigen Ausbildung einen Nutzen haben, will sich mir der behauptete Mangel der 3-jährigen Version nicht zu erkennen geben. Na gut, die eine oder andere Schule wird wohl nicht so begeistert sein. Ist das unser Problem? Solange der Gesetzgeber nix besseres an RettAssG produziert, ist den Azubi günstiger und besser mit dem 3-jährigen Modell geholfen.
Und B, mir ist es völlig wurscht, ob Du die Szene besser kennst. Ich möchte mir auch die Namen der lernenden neuen Kolleginnen und Kollegen noch mit Gesicht merken können, als nach einem Massenanfall von Praktikanten nur noch Nummern auf der Lehrrettungswache zu vergeben.
Und C NEIN, nicht alle Arbeitgeber sind gleich. Sitzen bei uns Azubi im Team, findet man diese günstigeren Kosten auch in der Kostenrechnung gegenüber den Krankenkassen transparent wieder. Das ist nicht bei allen AG so. Bei uns im Haus suchen wir qualifiziertes und motiviertes Personal, gerne mit Lebenserfahrung, Alter, egal. Entlohnung nach Tarifvertrag.
Gruß Jan
VG aus Schleswig-Holstein mit 6 RD Schulen
Das macht pro Jahr 180 Praktikanten allein in dieser kleinen Region, das nun hochgerechnet auf ganz Niedersachsen und den anderen Bundesländern ... Stimmt, der Markt ist absolut nur in Bayern gesättigt, viel Spaß in eurer kleinen Rettungsdienstwelt!
Ich habe mir mal die Mühe gemacht, allein die Schulen hier auf skverlag.de in Deutschland zusammenzuzählen.
Bei Anwendung meiner Rechnung, die sicher nicht 100%, aber doch realistisch ist, komme ich auf 101 Schulen * 2 Kurse/Jahr * 15 Absolventen = 3.030 Praktikanten/ Jahr. Das auf ca. 47.000 Hauptamtlichestellen (wikipedia.de)