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Neues Einsatzmittel für Bayerns Polizeihubschrauberstaffel

18.01.2019, 12:09 Uhr

Foto: Polizeipräsidium Schwaben Nord

„Rescue Seat“ erleichtert Rettung von im Wasser verunglückten Personen


Am 17. Januar 2019 hat die Polizeihubschrauberstaffel Bayern im Rahmen einer Übung am Rothsee in Mittelfranken das neue Hilfs- und Einsatzmittel für Wasser- und Eisrettung „Rescue Seat“ vorgestellt. An der Übungslage waren die Außenstelle Roth der Polizeihubschrauberstaffel Bayern mit einem Einsatzhubschrauber und einer Crew sowie die DLRG Mittelfranken-Süd und die Wasserwacht beteiligt. Die Wasser- und Eisrettung zählt zu den zeitkritischsten Rettungseinsätzen überhaupt, da keine Zeit für die Abholung und den Transport von Wasserrettern besteht. Mit dem in die Seilwinde des Polizeihubschraubers eingehängten 9 kg schweren Einsatzmittel können bis zu drei Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Das Rettungsverfahren erfolgt durch den Einsatz der Rettungswinde oder des Rettungsseils. Die Rettung einer noch gering handlungsfähigen Person im Wasser kann durch Festhalten selbstständig, ohne fremde Hilfe und einfach durch den „Rescue Seat“ erfolgen. Dabei verhindern Auftriebskörper beim Rettungsverfahren das Untergehen des „Rescue Seat“.

Die Polizeihubschrauberstaffel Bayern mit Sitz am Verkehrsflughafen München und einer Außenstelle in Roth bei Nürnberg verfügt über acht hochmoderne Polizeihubschrauber des Typs H135 (EC 135 P3) mit umfangreicher Zusatzausrüstung sowie über 120 Beamte und Angestellte. Im vergangenen Jahr hat die Hubschrauberstaffel der Bayerischen Bereitschaftspolizei rund 3.000 Einsätze geflogen, davon fast 1.000 Nachteinsätze, annährend 100 Einsätze in der Bergrettung und mehr als 80 Wasserrettungseinsätze. (Scholl)

Stumpf + Kossendey Verlag, 2019
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