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Notfallsanitäter sollen auch nicht freigegebene Medikamente per Telemedizin verabreichen

12.04.2018, 09:26 Uhr

Foto: @HSMI

Hessen hat jetzt ein Kompetenzzentrum für Telemedizin und E-Health


An der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen wurde gestern das landesweite Kompetenzzentrum für Telemedizin und E-Health vorgestellt. Das gemeinsame Projekt der THM, der Justus-Liebig-Universität Gießen und des Hessischen Gesundheitsministeriums bietet eine kostenfreie Beratung bei der Implementierung von neuen Angeboten in diesem Bereich an, dabei wird der Schwerpunkt auf Datenschutz und -sicherheit, technische Standards sowie die intersektorale Kommunikation gelegt. Wesentlich werde aus Sicht des Gesundheitsministeriums sein, dass die Akteure im Gesundheitswesen zum Wohle des Patienten besser miteinander kommunizieren, die sensiblen Patientendaten sowie medizinischen Befunddateien sicher und zuverlässig untereinander einsehen und austauschen können.

Mit einer Live-Demonstration wurde der Einsatz von Telemedizin im Rettungsdienst vorgestellt. Mit einem Übertragungssystem im Rettungswagen sollen Notfallsanitäter und Rettungssanitäter Kontakt zu einem diensthabenden Kardiologen herstellen können, der sich über eine im RTW eingebaute Kamera in Echtzeit über das Befinden des Patienten selbst informieren könne. Er könne das EKG sofort befunden, künftig eine von den Notfallsanitätern durchgeführte Sonografie auswerten und entsprechend das Katheterlabor über den Notfallpatienten informieren. Zudem könne er das Rettungsteam anweisen, weitere Medikamente zu geben, die nicht ausdrücklich für Notfallsanitäter freigegeben sind, wie es in der Pressemitteilung des Sozialministeriums heißt.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2018
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