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Nun auch Private Krankentransporte in Rotenburg/Wümme

10.10.2012, 15:45 Uhr

Foto: DRK

DRK verliert drei KTW

Erstmals werden im Krankentransport im Landkreis Rotenburg/Wümme nun auch private Anbieter tätig. Es handelt sich bei ihnen um die Firma ASG Ambulanz aus Hamburg und die Firma Medicent aus Bremen (Anm.: Nicht identisch mit der ehemaligen Firma Medicent aus Hamburg). Sie werden künftig drei der fünf KTW stellen, die im Kreis Rotenburg unterwegs sind und bisher ausschließlich vom DRK betrieben wurden. Vermutlich ab Beginn 2013 soll nun ASG zwei KTW einsetzen und Medicent einen. 

Der Landkreis hatte den beiden Unternehmen zwar zunächst die Genehmigung verweigert, war damit aber vor dem Verwaltungsgericht in Stade gescheitert. Die Genehmigungspflicht für private Anbieter im qualifizierten Krankentransport regelt § 19 des Niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes. Auf den Rettungsdienst im Landkreis Rotenburg hat das Urteil keinen Einfluss. Sowohl der Geschäftsführer des betroffenen DRK-Kreisverbandes Bremervörde, Rolf Eckhoff, als auch Silke Hinze, zuständige Bereichsleiterin beim Landkreis, gaben sich gegenüber der Presse gelassen. Für den Bürger werde sich nichts ändern, meinte Hinze. „In größeren Städten ist es längst gang und gäbe, dass private Anbieter im Krankentransport tätig sind“, erklärte Eckhoff. Allerdings bedeute der Wegfall von drei KTW für das DRK auch die Streichung von sechs bis sieben Planstellen. Man wolle dies jedoch über „normale Fluktuation“ regeln, ohne Kündigungen auszusprechen. (POG)

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Kommentare

10.10.2012, 17:00 Uhr von Stefan
Nun ja, in großen Städten fahren private Anbieter sogar Rettungsdienst. Oder nicht nur da? Ich finde Artikel, die so geschrieben sind, als wären private Rettungsdienstanbieter etwas schlechtes, so langsam ziemlich ermüdend.
10.10.2012, 21:45 Uhr von Theodor
Ja, ja, die Einschläge kommen näher, heute ein, zwei KTW und nächste Woche einen "Tages"-RTW, nächsten Monat 24-Std.-RTW und dann bald den ganzen RD-Bezirk. Man wird sehen.

PS :) Jetzt kommen wieder die HiOrg'ler und Kommunalen und reden sich das schön. Aber ohne jetzt wieder Streit zu provozieren: Ich habe nichts gegen die HiOrg oder Kommunen, die müssen sich nur dem Wettbewerb stellen.
10.10.2012, 22:32 Uhr von Jan
Moin,

ich stimme Theodor da mal voll und ganz zu. Man wird sehen.

Schafft gleiche Bedingungen für echten Wettbewerb und es sollen dann die besseren Konzepte gewinnen. Billig kann ja theodorethisch jeder oder etwa nicht?

Die im Artikel genannten Anbieter sind mir bisher jedenfalls nicht bekannt geworden für eine übertarifliche Bezahlung.

Kommunale Nachtschichtgrüße
Jan
10.10.2012, 23:34 Uhr von Robert
Naja, wenn die das alles so gelassen sehen, warum dann vor das Verwaltungsgericht ziehen?
11.10.2012, 01:08 Uhr von f.
Eigentlich könnte die Redaktion in Zukunft bei solchen Themen per copy & past die Kommentare selbst einfügen. Es langweilt einfach nur und der shitstorm nervt ud zieht das Board herunter.
11.10.2012, 13:15 Uhr von Jens
Na, man sollte mal nicht immer aus dem eigenen Lager argumentieren, sonden vielleicht sich einmal von der eigenen Position lösen und darüber nachdenken, was der Gesetzgeber eigentlich gewollt hat und was in heutiger Zeit eigentlich für den Bürger am besten ist. Wettbewerb ist nicht immer ein Garant für Billiganbieter und schlechte Qualität und man sollte auch mal über den Tellerrand hinausdenken und sich fragen, wer noch von dem Wettbewerb profitiert.

Hilfsorganisationen und die Privaten bekommen nämlich zum größten Teil ihre Einnahmen von den Kostenträgern, und die bestimmen letztendlich mit, wie sich dann später die Gehälter darstellen und nicht der Unternehmer alleine. Vielmehr sollte man sich auch mal die Frage gefallen lassen, warum die Träger des Rettungsdienstes so stark und teilweise nicht nachvollziehbar gegen Anträge im Bereich qualifizierter Krankentransporte etc. umgehen, denn dahinter steckt manchmal nämlich mehr als eine den Gesetzen und Vorschriften entsprechende Entscheidung. Warum bekommen denn die meisten Antragsteller vor den Gerichten recht?

Und außerdem gibt es auch Beispiele dafür, dass Privat und Hilforganisationen gemeinsam arbeiten können! Also vielleicht einfach mal sich mit der gesamten Thematik beschäftigen und mal systemisch darüber nachdenken, wie alles zusammenhängt, anstatt einfach ein paar Thesen herauszuhauen. Also dann, denkt weiter "die bösen Privaten", dann scheint die Öffentlichkeitsarbeit ja gut zu funktionieren. Übrigens, die Privaten haben keine Ehrenamtlichen, sollte man auch mal in die Überlegungen mit einbeziehen.
11.10.2012, 16:43 Uhr von f.
Wettbewerb kann aber nur da entstehen wo der Kunde zwischen Angebot, Anbieter und Preis wählen kann dies kann der "Kunde" im Rettungsdienst nicht. Im Krankentransport wäre dies aber zu realisieren und ergibt für mich den goldene Kompromiss Notfallrettung = Staatsmonopol finanziert aus Steuergeldern, Krankentransport (auch qualifiziert) = Freier Markt in etwa vergl. mit Taxi Konzessionen Abrechnung über die Gesundheitskostenträger oder Privat.
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