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Polizeihubschrauber mit Laserpointer geblendet

10.07.2017, 14:12 Uhr

Foto: H. Scholl

Haftbefehl wegen versuchten Mordes

Am vergangenen Donnerstagabend wurde die Besatzung des Hamburger Polizeihubschraubers (PHS) „Libelle 2“ zwischen 22:47 und 22:52 Uhr im Hamburger Stadtteil Altona von einem Laserpointer geblendet. Die zweiköpfige Crew des PHS vom Typ EC 135 P2 wurde durch die Beeinträchtigung ihrer Sehkraft erst einmal dienstunfähig. Nach Ermittlungen durch die Kriminalpolizei konnte am Samstag die vorläufige Festnahme des Tatverdächtigen erfolgen, der am Sonntag dem Haftrichter wegen versuchten Mordes vorgeführt wurde. Bei der Wohnungsdurchsuchung des 27-jährigen Deutschen und Hamburger Bürgers konnte die vermutliche Tatwaffe, ein Laserpointer, sichergestellt werden.

Diese juristische Bewertung des Vorfalls macht sehr deutlich, dass es sich bei der Blendung mit einem Laserpointer nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, sondern um einen schwerwiegenden Eingriff in den Luftverkehr und einen lebensgefährlichen Angriff auf das Leben und die Gesundheit der Crew darstellt. Der Haftbefehl wegen versuchten Mordes wurde damit begründet, dass es durch die Blendung mit dem Laserpointer zu einer lebensbedrohlichen Situation für die Besatzung hätte kommen können. Für die Luftrettung bedeutet dies, dass zukünftig auch Laserpointer-Blendungen von Rettungs- und Intensivtransporthubschraubern als Mordversuch gewertet werden können. (Scholl)

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