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Premiere des Odenwälder First-Responder-Tages

14.12.2011

Fotos: OFIRTA

Praxisnahe Tipps für die Ersthelfer

Fast 140 Teilnehmer konnte der OFIRTA, der Odenwälder First-Responder-Tag, bei seiner Premiere am 10. Dezember 2011 in der Buchener Stadthalle verzeichnen. Schirmherr Dr. Achim Brötel und Bürgermeister Roland Burger würdigten in ihren Grußworten das große Engagement der Anwesenden, die auch hier wiederum ihre Freizeit einsetzten, um sich weiterzubilden und so bei künftigen Einsätzen noch besser helfen zu können.

Mit Dieter Kautzmann und Christian Wallner gaben Vertreter der beiden DRK-Kreisverbände einen Überblick über die Entwicklung und Aktivitäten der Helfer-vor-Ort-Systeme im Neckar-Odenwald-Kreis. IM EINSATZ-Redaktionsmitglied Jörg Oberkinkhaus stellte ein Konzept aus dem benachbarten hessischen Odenwald vor, wo auch die Feuerwehr medizinische Ersthilfe leistet. RETTUNGSDIENST-Redaktionsmitglied Dr. Ralf Schnelle und Priv.-Doz. Dr. Harald Genzwürker betonten in medizinischen Fachbeiträgen den Stellenwert der Hilfe in den ersten Minuten nach einem Notfall, besonders bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Beide hatten zahlreiche praxisnahe Tipps für die Ersthelfer, um möglichst zielgerichtet die wichtigsten Maßnahmen einleiten zu können. Christian Ihrig und Michael Merkle stellten die Arbeit von ehrenamtlicher Notfallseelsorge und Notfallnachsorge im Neckar-Odenwald-Kreis vor, zwei Angeboten, die die Helfer im Einsatz, aber auch bei belastenden Erlebnissen nach Einsätzen unterstützen sollen. Dr. Andreas Pitz, Jurist und Rettungsassistent, ging in seinem abschließenden Vortrag auf die rechtlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit der First Responder ein, die – anders als in anderen Bundesländern – in Baden-Württemberg bisher nicht ausreichend geregelt sind.

Nach den Vorträgen bestand die Möglichkeit, in verschiedenen Workshops unter fachkundiger Anleitung auch die praktischen Fertigkeiten zu trainieren, von der Anwendung eines AED über die Beatmung, die Wiederbelebung von Kindern und Säuglingen und die Versorgung von Unfallopfern bis hin zur Gesprächsführung in Ausnahmesituationen.

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Kommentare

14.12.2011, 14:34 Uhr von Jan
Schöne Aktion,

weiterhin viel Erfolg bei der sinnvollen Ergänzung des bestehenden Rettungsdienstes.

Schön auch die Info aus dem Odenwald, wo die weit verbreitete Zurückhaltung der Feuerwehren bei der Rettung von Leben ohne Begleitfeuer scheinbar mal nicht zu beobachten ist. Warum nur muss immer erst ein Haus brennen oder ein Haufen Blech zerbeult sein, damit eine Feuerwehr meint, die Lebensgefahr eines anderen Menschen könne sie selbst was angehen?

Jan
17.12.2011, 14:39 Uhr von Ulrich
Die Unterstützung des Systems durch derartige Veranstaltungen ist gut. Der Vorteil für die Betroffenen zur besseren und schnelleren medizinischen Erstversorgung ist da. Leider steht nirgendwo etwas, dass man mit diesem System auch die Statistik für die Eintreffzeiten erfüllen will und kann, also auch aus der Not heraus geboren.
18.12.2011, 13:34 Uhr von jörg
Hallo Ulrich,

ich kann hier nur für die hessische Seite sprechen: First-Responder-Einsätze sind in Hessen nicht hilfsfristrelevant und "schönen" damit auch keine Eintreffzeiten. Somit wird dem häufig diskutierten Themat "damit werden Rettungsmittel eingespart/Hilfsfristen eingehalten etc." keine Grundlage gegeben.

Grüße, Jörg
18.12.2011, 14:28 Uhr von Markus
Ich fand es eine sehr Informative Veranstaltung und wir haben einige Ideen, die wir bei uns umsetzten wollen, gefunden. Macht weiter so!

Feuerwehr Bornheim SÜW
19.12.2011, 20:15 Uhr von Uwe
Hi Jan, in Hessen sind die HiOrg weit verbreitet. Einzelne FF beteiligen sich aber schon an FR. Allerdings dürften die Arbeitsplatzprobleme bei Einsätzen bekannt sein. Zudem haben gerade klein(st)e FF ein Personalproblem. FR bedeutet zusätzliches Training und Ausrüstung. Und dies gibt's nicht zum Nulltarif. Wir leben nicht in Bayern mit seinen gespendeten FR-Fahrzeugen bzw. -Ausrüstungen auf fast NEF-Standard. Nur mal als Beispiel: Unseren ersten VRW konnten wir noch aus Spenden beschaffen, den Nachfolger nicht mehr.

Viele Grüße, Uwe
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