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Privater Rettungsdienst bindet sich an TVöD

06.02.2017, 12:59 Uhr

Foto: Rettungsdienst Daetz GmbH

Unternehmen hofft auf Signalwirkung für andere Hilfsorganisationen

Die Rettungsdienst Daetz GmbH ist seit 1995 öffentlich beauftragter Rettungsdienstanbieter des Landkreises Peine und besetzt zwei 24-Stunden-Wachen im Rettungsdienst und im qualifizierten Krankentransport. Mit Wirkung zum 1. Februar 2017 hat sich das Unternehmen auf freiwilliger Basis dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) angeschlossen. Dazu wurden neue Arbeitsrichtlinien erarbeitet und erfolgreich mit dem Betriebsrat sowie den Krankenkassen verhandelt. Für die Mitarbeiter bedeutet dies mehr Lohn, mehr Urlaub und transparente Lohnentwicklungsstufen.

Das Unternehmen will damit der Entwicklung des Rettungsdienstes in den letzten Jahren entgegentreten und hofft darauf, dass auch andere Firmen und Hilfsorganisationen ihre Strategien überdenken und Qualität nicht mehr nur an den Gesamtkosten festmachen. Der Rettungsdienst Daetz GmbH ist es nach eigener Aussage bewusst, dass sie damit Gefahr läuft, bei Neuvergaben nicht „wirtschaftlich“ im Bereich Personalkosten zu sein und deshalb möglicherweise nicht berücksichtigt zu werden.

Kommentare

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06.02.2017, 13:33 Uhr von Christian
ein guter Schritt in die richtige Richtung...!! Eigenartig was alles funktioniert obwohl hier einige sagen, dass die Krankenkassen an (fast) allem Schuld sind. Eigenartig (mich wundert es nicht) dass ein Privater den ersten Schritt macht und einer HiOrg sagen muss wie man es richtig macht!
Glückwunsch an die Fa. Daetz GmbH
06.02.2017, 15:16 Uhr von Peter
Ich hoffe es ziehen die Anderen nach, weil meiner Meinung nach werden Rettungsdienst Mitarbeiter sowieso unterbezahlt. Bravo Friedhelm.
06.02.2017, 16:03 Uhr von Jonas
Geht doch! Liebe süddeutsche HiOrgs, nehmt euch ein Beispiel an diesem privaten Rettungsdienst - sonst habt ihr bald keine Mitarbeiter mehr!
06.02.2017, 17:41 Uhr von Kurt
Beachtlicher Schritt! Möge die öffentliche Hand das bei künftigen Ausschreibungen gebührend berücksichtigen.

@Jonas Haben Sie einen Überblick über die süddeutschen Tarife bei den HiOrgs? Zumindest laut gehaltsvergleich.com liegen dieVerdienste in BaWü und Bayern im guten Mittelfeld. Wie kommen Sie auf so schlechte Zahlen?
06.02.2017, 17:45 Uhr von pa.
Soweit mir bekannt ist wird in BaWü beim DRK der DRK Reformtarif angewendet. Das Gehalt für einen NFS ist ziemlich ähnlich im DRK Reformtarif, wie im TVÖD.
06.02.2017, 20:02 Uhr von Jonas
@Kurt: Ja, habe ich. Allerdings sind diese nicht zur Veröffentlichung gedacht. Bitte berücksichtige, dass nicht jeder DRK-Kreisverband bzw. jede DRK-Rettungsdienst-GmbH nach DRK-Reformtarifvertrag bzw. TV-L zahlt...
06.02.2017, 20:04 Uhr von Bernd
@pa.: Tschuldigung, aber das ist Bulls... . Das Gehalt im DRK Reformtarifvertrag ist alles andere als ähnlich dem TVÖD Gehalt. Warum denkst du meiden die Hilfsorganisationen den TVÖD wie der Teufel das Weihwasser?
06.02.2017, 22:06 Uhr von Benjamin
Wie wäre es, wenn die Eingruppierungen für RS, RA und Nfs hier einmal für alle Seiten / Tarifverträge dargestellt werden. Erst dann können wir uns objektiv über gut oder schlecht zahlende Arbeitgeber unterhalten, anstatt pauschale “negative“ Aussagen über Hiorgs oder Private zu treffen.
06.02.2017, 22:16 Uhr von pa.
@Bernd p8 TVÖD und 9c DRK RTV sind vom Grundgehalt schon ähnlich hoch. Sonntagszulage ist auch im DRK RTV nicht weniger als im Tvöd.
48 h Woche ist auch nach TVöd möglich.


Das beste wäre ein Flächentarif im Rettungsdienst. Egal bei welcher Organisation man arbeitet, kriegt man immer dasselbe Gehalt. Es gibt durchaus regionale Gliederungen der Hiorg. wo die örtliche Führung für so etwas offen ist. z.b bei uns.
06.02.2017, 23:57 Uhr von Kurt
@Jonas Danke für die Info. Ich hatte nur was im Hinterkopf, daß insbesondere in Bayern der RD direkt vom BRK und nicht von (g)GmbHen gefahren und daher nach öffentlichen Tarif bezahlt würde. Und Maltis/Johnnis dürften mit ihren AVRs doch eigentlich auch nicht so weit unter den öffentlichen Tarifen liegen, oder? Haben die im Süden auch schon so viele ausgegliederte gGmbHen, die schlechter zahlen?
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