S+K Verlag
Der einzige Fachverlag für
Notfallmedizin in Deutschland.
Bücher, Zeitschriften und Nachrichten
rund um das Thema Rettungsdienst.

„Qualität auf durchgehend hohem Niveau“

28.06.2010, 09:25 Uhr

Fotos: DRK-KV Säckingen

DRK-Kreisverband Säckingen und DRK-Ortsverein Rheinfelden rezertifiziert

Sehr gute Arbeit auf hohem Niveau bescheinigte Qualitätsauditor Edgar Hoffmann den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DRK in Bad Säckingen und Rheinfelden. Bei seinem nunmehr vierten Besuch stand die erste Rezertifizierung nach der DIN ISO 9001:2008 an. Vier Tage lang besichtigte er die verschiedenen Tätigkeitsfelder in beiden Häusern, befragte Personen und sichtete Unterlagen. An seiner Seite Bernhard Ücker, der als Qualitätsbeauftragter im DRK-Kreisverband Säckingen für die Qualitätsarbeit verantwortlich ist. In Rheinfelden nimmt diese Position Claudia Lais wahr. Entdeckt der Auditor Verbesserungspotenzial, notieren sie sich das und leiten die entsprechenden Maßnahmen ein.

Zum Abschluss der vier Audittage präsentierte Qualitätsauditor Edgar Hoffmann den versammelten DRK-Leitungskräften das erfreuliche Ergebnis. Dabei hob der erfahrene Begutachter die große Beständigkeit in den vergangenen Jahren hervor. Auch Kreisgeschäftsführerin Petra Hauser zollte den Mitarbeitern ein dickes Lob und bedankte sich vor allem bei den Qualitätsbeauftragten für die gute Zusammenarbeit und das überdurchschnittliche Engagement. Die Wiedererteilung des Zertifikats hat nun wieder eine Gültigkeit von drei Jahren. In dieser Zeit finden in ungefähr halbjährlichen Abständen Begutachtungen statt.

Weitersagen:

Kommentare

28.06.2010, 10:12 Uhr von Sepp
Es stellt sich die Frage, welche Vorteile eine "Zertifizierung" für die tägliche Arbeit im Rettungsdienst hat. Mich dünkt hier der Gedanke, dass die Zertifizierung Geld kostet, das nicht über die Kassen refinanziert werden kann und es für den Patienten keinerlei Vorteile bringt, denn jeder Dienstleister sollte seit jeher darauf abgestellt haben, gut ausgebildete Mitarbeiter mit den entsprechenden Fertigkeiten zum Wohle der Patienten einzusetzen. Oder war dies bisher nicht der Fall, weil es anscheinend ohne Zertifizierungen nicht mehr geht? Vielleicht kann mir mal jemand erklären, wie das ist mit der Zertifizierung. Vor allem, da ich eine HiOrg kenne, die zertifiziert ist, sich darauf noch etwas einbildet und trotzdem massiv gegen bestehende Gesetze verstößt. Oder ist die Nichteinhaltung von gesetzlichen Vorschriften wie z.B. das MPG nach einer Zertifizierung nicht mehr notwendig?
28.06.2010, 16:14 Uhr von Jan
Moin Sepp,

schnell erklärt. Hier: SGB V § 135a Verpflichtung zur Qualitätssicherung

(1) Die Leistungserbringer sind zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der von ihnen erbrachten Leistungen verpflichtet. Die Leistungen müssen dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechen und in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden.

Ein QM-System sollte eine Organisation leben. Ein Zertifikat am Ende aller Bemühungen zu erhalten, bedeutet nicht, es finden keine Fehler mehr statt.

Gut ausgebildete Beschäftigte und von der eigenen Allwissenheit überzeugte Chefs sind da lange nicht genug. Weder bei den HiOrg, noch bei den Privaten. Auf jeden Fall ist hier eine Verallgemeinerung nicht zielführend. Ich kenne sowohl negative als auch positive Beispiele für HiOrg und auch Private ("Gewinnorientierte" stimmt ja besser) und könnten sie hier bei allen möglichen Gelegenheiten ständig nebulös andeuten - und nun? Was sollte das bringen?

Gruß aus dem zertifizierten Norddeutschland
Jan
29.06.2010, 09:34 Uhr von helmut
Was sagt eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 aus? Doch nur, dass das beschriebene System mit der Norm übereinstimmt. Es sagt nichts über die Qualität aus. Ob die Bestimmungen, Verfahrensanweisungen oder Ähnliches sinnvoll für eine Organisation sind, sagt das QMS nicht aus, solange sie, wie gesagt, mit der Norm übereinstimmen. Wer kennt überhaupt den Normentext von denen, die QM haben? Dort steht viel über Dokumentation, Lenkung von Dokumenten und Aufzeichungen etc. Bei einer großen Organisation erlebte ich selbst die Einführung des QM mit. Viel Papier, aber es hielt sich keiner dran. Nur beim Audit hieß es, sich QM-konform zu verhalten. Es wurde massiv Papier erzeugt, das keiner mehr lesen wollte. Dann sagte man, man wolle den Umfang verringern, und siehe da, nach einer Woche Qualitätsarbeitszirkel entstanden statt vorher einem breiten DIN-A4-Ordner nun zwei DIN-A4-Ordner. Man hat einfach alles zu Tode geregelt. QM muss schlank sein und gelebt werden, dann macht es Sinn.
Kommentar hinzufügen
Benachrichtigen Sie mich, wenn es neue Kommentare gibt.
Sicherheitsabfrage: 5 + 7 = 

Felder, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Pflichtfelder.

zum Seitenanfang
KontaktRSS
Stumpf + Kossendey Verlag, 2013
Impressum