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Rettung mit Winde im Mittelland

16.07.2018, 15:10 Uhr

Foto: Rega

Einsatz für „Rega 1“ in Dübendorf


Gestern Nachmittag verunglückte eine Wanderin in der Nähe von Wettingen im Schweizer Kanton Aargau. Die von der Sanitätsnotrufzentrale 144 alarmierten Einsatzkräfte, bestehend aus einen Rettungswagen und einem Streifenwagen der Kantonspolizei Aargau, konnten die Verletzte zwar erreichen, jedoch war eine Rettung aus dem schwierigen Gelände unmöglich. Vor diesem Hintergrund entsandte die Leitstelle den Rettungshelikopter „Rega 1“ aus Zürich-Dübendorf, da die dortige Einsatzmaschine vom Typ EC 145 auch über eine Rettungswinde verfügt. Zusätzlich zur RTH-Crew wurde noch ein Rettungsspezialist Helikopter (RSH) der Berufsfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich aufgenommen, der über eine alpine Rettungsausbildung verfügt sowie die Rega-Besatzung mit seiner gebirgstechnischen Erfahrung verstärkt und die Rettung unterstützt. Nachdem die Patientin zu einer nahegelegenen Lichtung gebracht wurde, konnte diese mit der Rettungswinde ausgeflogen und nach einer Zwischenlandung ins nächstgelegene, geeignete Krankenhaus transportiert werden.

Anlässlich dieses Einsatzes erläutert die Rega, dass schweizweit alle ihre Rettungshelikopter über eine Rettungswinde verfügen. Zwar wird die Winde im Gebirge häufiger eingesetzt, allerdings wird diese, wie der gestrige Einsatz einmal mehr gezeigt hat, auch im Mittelland gebraucht. Die für zwei Personen ausgelegte Rettungswinde mit einer Seillänge von 90 Metern wird immer dann eingesetzt, wenn der Rettungshelikopter nicht beim Patienten landen kann. Dabei fungiert der Rettungssanitäter des Rega-Hubschraubers von der Seitentür als Windenoperateur, d.h. er steuert über eine Fernbedienung die Winde an der entweder der Notarzt oder der RSH herabgelassen wird. Für einen reibungslosen Windeneinsatz gibt es bei der Rega regelmäßige Trainings am Tag und in der Nacht, wo auch gemeinsam mit den RSH der Alpinen Rettung Schweiz geübt wird. (Scholl)

Stumpf + Kossendey Verlag, 2018
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