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Rettungsdienst als verlängerter Arm der Intensivstation

20.06.2013, 10:09 Uhr

Fotos: T. Diepenseifen

10 Jahre Notarztfortbildung in Troisdorf und Königswinter/Bad Honnef

Rund 200 Notärzte und Rettungsassistenten folgten am 15. Juni der Einladung zum Jubiläumskongress anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Notarztfortbildungen in Troisdorf und Königswinter/Bad Honnef. Veranstaltungsort war diesmal die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Campus Sankt Augustin. Im Jahre 2003 initiierte der Anästhesist und Notarzt aus dem St.-Josef-Hospital Troisdorf, André Schmitz, erstmalig eine Fortbildungsreihe für Notärzte und Mitarbeiter des Rettungsdienstes.

Im Audimax der Hochschule standen am Vormittag des Jubiläumskongresses u.a. Themen wie Intensivtransport (Michael Heinelt, Siegen), Behandlungsstrategien beim kardiogenen Schock (Dr. Jost Pischel, Bonn), Ultraschall in der klinischen und präklinischen Notfallmedizin (Dr. Thomas El Ansari, Siegen), Atemwegsmanagement und Besonderheiten beim Transport beim Kindernotfall (PD Dr. Frank Eifinger, Köln), Krankenhaus-Patientenzuweisung durch die Leitstelle (Hans Georg Jung, Frankfurt) bis zum Thema Rettungsdienst bei Amoklagen – Zusammenarbeit mit polizeilichen Spezialeinheiten (Dr. Renate Bohnen, GSG 9 der Bundespolizei) auf dem Programm. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Praxis. Bei zwei Workshops im Außengelände der Mannstaedtwerke in Troisdorf wurde in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Troisdorf das Zusammenspiel zwischen technischer und medizinischer Rettung eines im Pkw eingeklemmten Patienten (Dr. Andreas Leischner, Königswinter) praktisch geübt. Bei dem zweiten Workshop wurde das Verhalten des Notarztes beim MANV in einer Sichtungsübung (Dr. Frank Wösten, Siegburg) trainiert. Dabei sorgten etwa 30 täuschend echt präparierte „Unfallopfer“ der Verletztendarstellergruppe „Bloody Malti“ des Malteser Hilfsdienstes aus Bad Honnef für Realitätsnähe.

In drei weiteren Workshops ging es in der Hochschule Rhein-Sieg-Bonn um Megacode-Training (Marc Rohner/Benjamin Frings, Bonn), Ultraschall in der Notfallmedizin (Dr. Thomas El Ansari, Siegen) und die differenzierte Beatmung beim Sekundärtransport (PD Dr. Rudolf Hering, Mechernich). „Der Rettungsdienst ist ein Stück weit der verlängerte Arm der Intensivstation, und dieser Arm wird immer länger“, resümierte der Ärztliche Leiter des Notarztstandortes Troisdorf, André Schmitz. „Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter müssen sich daher immer auf den aktuellen Stand auch der klinischen Intensivmedizin halten, denn draußen werden immer mehr Therapien begonnen, die in der Klinik fortgeführt werden müssen.“

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