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rund um das Thema Rettungsdienst.

Rettungsdienst mit Kommunikationshilfe

16.01.2012

Abb.: RK Steiermark

Piktogramme gegen sprachliche Hürden

Im Rettungsdienst haben Sanitäter immer häufiger mit Patienten aus anderen Ländern zu tun. Dabei spielen Sprachkenntnisse eine entscheidende Rolle. Daher hat das Österreichische Rote Kreuz, Landesverband Steiermark, nun – auch im Hinblick auf die Ski-WM 2013 in Schladming – eine Kommunikationshilfe entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine Broschüre mit einer Auswahl von 16 Sprachen – neben den gängigen Fremdsprachen u.a. auch Slowenisch, Polnisch, Albanisch und Ungarisch. Die Auswahl erfolgte gemäß der Statistik über die in der Steiermark lebenden fremdsprachigen Minderheiten, wobei auch die von Touristen gesprochenen Fremdsprachen berücksichtigt wurden. So kann der Patient anhand einfach verständlicher Piktogramme seine Beschwerden verdeutlichen und auf Fragen anhand von Fingerzeigen bzw. Kopfnicken und -schütteln antworten.

Die Kommunikationshilfe zielt auf Grundinformationen ab, auf denen die korrekten, sanitätsdienstlichen bzw. ärztlichen Maßnahmen aufbauen können. Die Untergliederung erfolgt zur rascheren Orientierung nach den Kapiteln allgemeine Kommunikation, Anamnese und Therapie, wobei der Bereich Anamnese zusätzlich in die Untergruppen Schmerz, Kreislauf, Herz/Lunge, Medikamente, Vorerkrankungen, Allergien und Tierbisse, Drogen und Alkohol, Nahrungsaufnahme, gynäkologische Beschwerden und Schwangerschaft, Motorik, Sensibilität, Nervensystem gegliedert ist. Auch die psychosoziale Betreuung wurde in die Broschüre mit aufgenommen. Dazu finden sich die wichtigsten Phrasen, um den Patienten nicht nur medizinische sondern auch psychosoziale Betreuung zu geben. Hierzu gehören Fragen wie „Sollen wir jemanden anrufen? Schreiben Sie die Nummer auf“ oder „Haben Sie Hunger?“ etc. In einem ersten Schritt wird die Kommunikationshilfe für fremdsprachige Patienten auf allen Einsatzfahrzeugen des steirischen Roten Kreuzes mitgeführt sowie an die Ambulanzen der örtlichen Krankenhäuser verteilt. Die Hilfe soll bald ebenfalls als App Anwendung finden.

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Kommentare

16.01.2012, 11:26 Uhr von Thomas
Das ist eine sehr gute Idee, bei türkischen Patienten hätte ich mir so etwas schon oft gewünscht ...
16.01.2012, 12:51 Uhr von Mr. Jones
Diese Piktogramme als Zeigetafel gibt es schon viele Jahre im Rettungsdienst und in den Notaufnahmen, vor allem im französischen.
16.01.2012, 16:04 Uhr von bernd
Nix neues! Nutze ich schon lange im Urlaub und im Dienst. Kostet nicht die Welt und passt in jede Jackentasche:

ICOON global picture dictionary,
ISBN:9783980965507,
9,80 €
16.01.2012, 20:11 Uhr von Doc
Die Idee ist ja nicht neu ... bereits zum Weltjugendtag gab es fremdsprachliche Bögen und Sprachhilfen. Piktogramme und sogar Übersetzungsbögen vom MHD bzw. der BF Köln. Dazu noch piktogrammgestützte Schmerzscheiben. Und die Kollegen vom BRK haben sich mal elektronisch am ArPaDi ausgetobt. Dennoch absolut sinnvoll. Nur halt nicht neu.
17.01.2012, 11:36 Uhr von Martin
Dazu sei auch die App «urgenTranslate» für iPhone/iPad empfohlen, die genau dieses Problem aufgreift. Bald auch mit zusätzlichen Sprachen …
17.01.2012, 17:36 Uhr von Dennis
Hallo, wo bekommt man so eine Kommunikationshilfe für die Rettung?
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