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RTH „Christoph 28“ bleibt gelb

31.01.2017, 16:44 Uhr

Fotos: Pressestelle Klinikum Fulda

Luftrettung in Fulda wird weiter vom ADAC betrieben

Das seit dem 3. April 1984 von der ADAC-Luftrettung betriebene Luftrettungszentrum „Christoph 28“ am Klinikum Fulda wird auch weiterhin durch den Automobil-Club betrieben. Stefan Grüttner, Gesundheitsminister des Landes Hessen, übergab heute die Beauftragung an die Verantwortlichen. Nach einer Ausschreibung im vergangenen Jahr durch das für die Luftrettung in Hessen zuständige Regierungspräsidium Gießen erhielt die gemeinnützige ADAC-Luftrettung den Zuschlag für den weiteren Betrieb des Luftrettungsstützpunktes in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Fulda, der die 6 Notfallsanitäter/Helicopter Emergency Medical Services Technical Crew Member (HEMS TC) stellt, und dem Klinikum Fulda mit Spitzenmedizin, das die 15 Notärzte für den RTH vom Typ EC 135 P2i stellt. Die ADAC-Luftrettung setzt 3 langjährig erfahrene Piloten auf dem RTH ein.

„Christoph 28“ ist in den zurückliegenden über 30 Jahren längst zu einem Wahrzeichen von Fulda geworden und eine wesentliche Säule der Notfallversorgung. Durch den RTH werde sichergestellt, dass die „Golden Hour“ eingehalten werden kann, sodass die Patienten in weniger als einer Stunde das Krankenhaus erreichen, was die Überlebenschancen und Prognosen deutlich erhöht. Alle Beteiligten sehen die Beauftragung als Ansporn für die Fortsetzung der Luftrettung auf höchstem Niveau mit hohen Standards in enger Kooperation. Die Ausschreibung habe sowohl Interessenten aus dem Inland als auch aus dem Ausland dazu bewegt, ihre Angebote abzugeben. Nach eingehender Prüfung der Gebote, bei denen hohe Qualität und Wirtschaftlichkeit die herausragenden Kriterien waren, habe die ADAC-Luftrettung gezeigt, dass sie die beiden Anforderungen am besten miteinander vereinigen könne.

Die Luftrettung in Hessen wird durch die zwei Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundes, „Christoph 2“ in Frankfurt am Main und „Christoph 7“ in Kassel (beide vom Muster EC 135 T2i), „Christoph 28“ in Fulda des ADAC sowie von „Christoph Gießen“ und „Christoph Mittelhessen“ in Reichelsheim als Back-up der Johanniter-Luftrettung abdeckt. Das Einsatzgebiet von „Christoph 28“ Fulda umfasst Osthessen, Südthüringen und Unterfranken. In dem Einsatzradius von 50-70 km fliegt der gelbe RTH im Durchschnitt jährlich 1.300 Notfalleinsätze. (Scholl)

Kommentare

01.02.2017, 08:41 Uhr von Jonas
Allerdings ist die (Re-)Finanzierung der Einsätze seitens der hessischen Krankenkassen auch weiterhin nicht gesichert. Das war schon 2012 der Fall - und ist es wohl auch noch 2017: siehe aktuell http://osthessen-news.de/n11550847/weitere-10-jahre-christoph-28-durch-adac-luftrettung-am-klinikum.html (letzter Abschnitt).
01.02.2017, 15:19 Uhr von Johannes
@Jonas: Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann ist der ADAC als Sieger aus einer Ausschreibung hervorgegangen, aber er kann seine ihm entstehenden Kosten gegenüber den Krankenkassen als Kostenträgern nicht vollends geltend machen?? Das heißt also, dass ADAC-Mitglieder auch weiterhin die (ADAC) Luftrettung subventionieren (müssen)!! Oder habe ich da was falsch verstanden??
02.02.2017, 17:05 Uhr von Theodor
Wirtschaftlichkeit und Qualität? Finde den Fehler!
02.02.2017, 17:40 Uhr von Johannes
@Theodor: Wirtschaftlichkeit heißt nicht billig! Allerdings frage ich mich schon, ob die Kostenträger und die Leistungserbringer das Selbe/Gleiche meinen, wenn sie beide von "Wirtschaftlichkeit" sprechen...
04.02.2017, 07:53 Uhr von Jan
Gemeinnützig? Finde den Fehler!
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