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Rückläufige Einsatzzahlen bei der Dringenden Eilhilfe

13.06.2017, 14:34 Uhr

Foto: H. Scholl

Jahresbericht 2016 des Such- und Rettungsdienstes

Wie aus dem SAR-Jahresbericht 2016 des Luftfahrtamtes der Bundeswehr in Köln hervorgeht, wurde der Such- und Rettungsdienst (Search and Rescue, SAR) der Bundeswehr im vergangenen Jahr 1.744-mal alarmiert, davon das Rescue Coordination Center (RCC; SAR-Leitstelle) Glücksburg 351 und das RCC Münster 1.393-mal. Insgesamt wurden 415 SAR-Einsätze durchgeführt, die sich auf 279 Einsätze im SAR-Bereich Münster und 136 Missionen im SAR-Bereich Glücksburg verteilen. Zur Einsatzunterstützung erfolgten 37 Einsätze, während 104 SAR-spezifische Übungen (SAREX) durchgeführt und 30 Fehleinsätze geflogen wurden. Im Rahmen internationaler Verpflichtungen mussten die SAR-Hubschrauber zu 27 See- und zu 73 Luftnotfällen starten.

Mit 144 Missionen im Rahmen der sogenannten „Dringenden Eilhilfe“ im zivilen Bereich, wo ein geeignetes ziviles Rettungsmittel nicht oder nicht rechtzeitig zur Verfügung stand oder bedingt durch schlechtes Wetter nicht eingesetzt werden konnte, ist ein Rückgang von 13% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Insgesamt wurden 607 unfallfreie Flugstunden erbracht, und zwar 415 Stunden durch Hubschrauber des Heeres im SAR-Bereich Münster und 192 Stunden durch Einsatzmaschinen der Marine im SAR-Bereich Glücksburg.

Am 15. Dezember 2016 wurde das SAR-Kommando Landsberg mit „Rescue 56“ und „Rescue 58“ geschlossen und am gleichen Tag das SAR-Kommando Niederstetten mit „Rescue 63“ und „Rescue 64“ eröffnet. Derzeit verfügt die Bundeswehr über zwei SAR-Leitstellen (RCC) beim Heer in Münster und der Marine in Glücksburg. Als SAR-Mittel 1. Grades wird beim Heer die Bell UH-1D und bei der Marine die „Sea King“ Mk 41 eingesetzt. Die „Sea King“ wird frühestens 2019 durch den neuen Nato-Hubschrauber NH90 NTH „Sea Lion“ ersetzt werden. Ein Nachfolge-Muster für den SAR-Hubschrauber Bell UH-1D des Heeres ist bis jetzt noch nicht bestimmt. Im SAR-Bereich Münster bestehen SAR-Kommandos in Holzdorf, Niederstetten und Nörvenich. Die Marine verfügt über zwei SAR-Kommandos in Helgoland und Warnemünde. Darüber hinaus können noch SAR-Mittel 2. Grades eingesetzt werden, dabei handelt es sich um militärische und zivile Luftfahrzeuge und Einheiten, die im Ereignisfall für SAR-Aufgaben herangezogen werden können. Diese kamen im vergangenen Jahr bei drei Missionen zum Einsatz. (Scholl)

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