S+K Verlag
Der einzige Fachverlag für
Notfallmedizin in Deutschland.
Bücher, Zeitschriften und Nachrichten
rund um das Thema Rettungsdienst.

Schreckgespenst bei Tiroler Rettungsdienst

24.07.2012, 09:51 Uhr

Foto: M. Leitner

Insolvenz erstmals „auf der Tagesordnung“

In der Vergangenheit geisterte das Schreckgespenst der Insolvenz beinahe regelmäßig durch die Medien. In ihrer Online-Ausgabe berichtet nun die „Tiroler Tageszeitung“, dass eine Insolvenz der Rettungsdienst GmbH in Tirol erstmals „nicht nur im Raum, sondern auf der Tagesordnung“ gestanden habe. Am gestrigen Abend hätten die Beteiligten auf der Generalversammlung versucht, eine Einigung über die Frage zu erzielen, wie die Finanzierungslücken geschlossen werden könnten.

Konkret wollte sich jedoch niemand öffentlich äußern. Im Vorfeld der Versammlung sei der „Tiroler Tageszeitung“ dennoch bestätigt worden, dass eine mögliche Insolvenz ausdrücklich „auch Thema“ gewesen sei. Für das vergangene Jahr finde sich in der Bilanz eine Lücke von 3,67 Millionen Euro. Für 2012 werde mit einem Mehraufwand von etwa sechs Millionen Euro gerechnet. Bis zum Vorliegen eines endgültigen Ergebnisses wollte auch Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg keine Details vermelden. Er sei jedoch zuversichtlich, dass ein Ergebnis bald vorliege.

Weitersagen:

Kommentare

«1 2  »
24.07.2012, 10:56 Uhr von anton
Weg damit! Die Verantworrlichen suchen und zur Rechenschaft ziehen. Wo sind nun Eure Freunde aus der Politik? In Bayern gibt's auch genügend misswirtschaftende KV. Ehrenamt allein kann's nicht richten. Und das ist gut so. Also bitte in Bayern auch aufräumen.
24.07.2012, 15:15 Uhr von Sepp
@genau Doni, der Meinung bin ich auch und Falck sollt wegen Tirol den EU Gerichtshof anrufen wegen der getürkten Ausschreibung.
Alles war vorher bekannt, es konnte für 27 Mio. nicht funktionieren, aber trotzdem hat man es hingedrückt.
Wie du so schön sagtest, auch in Bayern gehört aufgeräumt und nicht nur da, auch in BW, RPL usw. überall, wo die sogenannten Wohlfahrtsverbände, allen voran das DRK (siehe Ludwigsburg) Zahlen manipuliert und Misswirtschaft betreibt. Die Zeit ist reif, dass die Wohlfahrtsmafia zusammen mit der Euro-Zone beerdigt wird!
24.07.2012, 18:38 Uhr von Roland
Ich kann es nicht mehr hören bzw. lesen. Wird es Euch nicht langweilig, immer die gleiche Leier zu schreiben?
25.07.2012, 10:48 Uhr von Sepp
@ Roland
Die gleiche Leier wird so oft publiziert, bis diese rechtswidrigen, teils kriminellen Handlungen unterbleiben, bzw. strafrechtlich erfasst werden!
Die Vergabe in Tirol war rechtswidrig und ist somit aufzuheben und neu auszuschreiben.
Es gibt Gesetze und daran sollten sich alle halten.
Leider sind die Hauptbeteiligten immer die Gleichen – das Rote Kreuz und die Politik, in der Regel die Schwarzen Christen, egal ob in Österreich, Bayern oder Baden-Württemberg – die Gesetze missachten, das Recht brechen oder gar strafrechtlich relevante Abhandlungen begehen, nur um den Rettungsdienst als Closed Shop zu betreiben und die Millionen einzusacken.
Schade ist nur, dass sie sich unter anderem auch einer Gruppe von Menschen bedienen, die gemeinhin "Ehrenamtliche" genannt wird.
Es ist dringend notwendig, den Rettungsdienst durch Berufspersonal durchführen zu lassen und die "Ehrenamtlichen" mit San-Diensten, SEG und Katastrophenschutz vom Rettungsdienst zu trennen.
Rettungsdienst und Kat-Schutz sind zwei grundverschiedene Dinge und so müssen Sie auch organisiert werden.
Daher ist es zwingend notwendig, das System mit den vier Hilfsorganisationen entsprechend zu ändern. Auch wenn es einige nicht gern hören, aber diese Vier sind überflüssig, denn die Aufgaben können zu jeder Zeit von anderen, Feuerwehren, Privaten oder neuen Organisationen übernommen werden.
Erst wenn diese Strukturen beendet werden, wird es so etwas wie oben nicht mehr geben, wie auch den Kampf, den das Rote Kreuz gegen Jeden und Alles führt! Also ich bin für den Bürger und Patienten und nicht für das finanzielle Wohlergehen von Rotem Kreuz und Co.
Andere Länder zeigen wie es geht, aber in den Rot-Kreuz-Ländern befindet man sich immer noch 50 Jahre hinten.
Aber was soll man von unseren Politikern auch verlangen?!
25.07.2012, 15:58 Uhr von Christoph
@ all:
Wer von Euch kennt den Tiroler Rettungsdienst eigentlich? Keiner!
In Tirol gibt es sehr viele Ski-und Snowboardgebiete, die man nunmal nicht mit nem RTW hochfahren kann. Deshalb hat das Bundesland Tirol auch 6 Rettungshubschrauber mit Winde; das kostet.

Man will ja auch Touristen haben.
Dann aber bitte nicht vergessen, dass diese auch verunglücken können.
Es sind ja auch genug Deutsche dabei (wir sind immerhin an dritter Stelle), die von Bergen abstürzen (Mangels Ausrüstung und Erfahrung), mit Skiern oder Snowboards, aufgrund von Unvorsichtigkeit oder Selbstüberschätzung fallen bzw. verletzen (man spricht auch von der Frakturallee).

Wieviele Rettungshubschrauber haben denn die Skigebiete in Bayern und Baden-Württemberg? Weniger! Da wartet man halt mal, Fleisch hält es gut gekühlt länger.

@ Sepp: Warst du beim Türken dabei, oder woher weisst du davon.
Ach ja, die Medien, die immer und schonungslos die "Wahrheit schreiben oder was sie dafür halten".
25.07.2012, 16:24 Uhr von Christoph
Und auch in Deutschland überlegt man, die Zahl der RTH höher zu setzen.
Siehe auch Bericht zur PrimAIR im Juli auf der Homepage des S&K Verlages, schaut mal nach.
Spendet doch mal nen 3 Milionen teuren RTH, der ADAC dankt es Euch bestimmt.

@ Sepp: Ein Chinesisches Sprichwort sagt:
" Eine Lüge geht dreimal um die Welt, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat". Lesen, Nachdenken und Schlussfolgerungen draus ziehen.
25.07.2012, 16:40 Uhr von Flo
@Christoph, klar kostet ein Hubschrauber mit Winde. Und wenn der nötig ist, kann und soll er auch bezahlt werden.
Nur wurde in Tirol (so habe ich das zumindest hier verfolgt) das Angebot der HiOrg solange nach unten korrigiert, bis es, oh Wunder, das günstigte war und damit die HiOrg den Zuschlag bekamen. Und nun wundert man sich, dass die Kosten höher sind und fordert Nachschlag.
26.07.2012, 10:02 Uhr von doggi
Hier geht es nicht um RTH mit oder ohne Winde, sondern hier geht es ganz einfach darum, dass die Lobbypolitik eine wirtschaftlich vertretbare und auskömmliche Lösung verhindert hat. Ausbaden muss die Zeche wie so oft der Steuerzahler und letztlich auch der betroffene Patient. Hier geht es auch nicht um topographische Besonderheiten, denn auch die sind kalkulierbar.

Also: Die logische Konsequenz kann hier nur lauten; wer auch immer übernimmt die politische Verantwortung und somit auch seinen Hut. Dann alles auf Anfang und eine neue Ausschreibung. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
26.07.2012, 10:06 Uhr von Thomas
@Sepp: Sicherlich ist das schon recht merkwürdig, aber wenn es rechtswidrig war, dann geh doch vor ein Gericht. Auch Österreich ist ein Rechtsstaat! Dein Gesabbel nervt echt langsam, schieb Dein Scheitern nicht mit so einem Populismus auf die gesamten HiOrg. Guck Dir die Struktur an und Du weißt, dass das eigenständige e.V. sind bzw. GmbH. Da gibt es sicherlich einige, die diese Aufgabe nie übernehmen dürfen, weil sie grottenschlecht agieren, aber es gibt auch viele andere, die es gut machen. Wie bei den Privaten, den Komunen etc.
26.07.2012, 10:47 Uhr von michael
Was ich so super finde bei den Diskussionen zum Thema ist die ganze Hintergrundinfo, die hier jeder haben muss, obwohl das Ganze doch vertraulich ist.

@Sepp: Wenn man von kriminellen Handlungen spricht, sollte man 100% mit der Sache vertraut sein, sonst disqualifiziert man sich eigentlich nur selbst, Rufschädigung ist ja auch strafbar.
«1 2  »
Kommentar hinzufügen
Benachrichtigen Sie mich, wenn es neue Kommentare gibt.
Sicherheitsabfrage: 7 + 9 = 

Felder, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Pflichtfelder.

zum Seitenanfang
KontaktRSS
Stumpf + Kossendey Verlag, 2013
Impressum