Um dem Problem Gewalt im Einsatz zu begegnen, schult MKT ab 2012 seine Mitarbeiter im Rettungsdienst. In Kooperation mit der Ausbildungsakademie für Sicherheit in Waldmünchen wurde ein vielschichtiges Fortbildungskonzept erarbeitet, das neben Maßnahmen zur Deeskalation in brenzligen Situationen besonders den Selbstschutz der Einsatzkräfte in den Mittelpunkt stellt. Über die Ausbildungsakademie stehen erfahrene Sicherheitsexperten von Polizei und Bundeswehr zur Verfügung, die den Teilnehmenden in Theorie und Praxis wichtige Fähigkeiten im Umgang mit Gefährdungssituationen im Einsatzgeschehen vermitteln. Dazu werden explizit Einsatzsituationen in Wohnungen und Einsatzfahrzeugen simuliert und mögliche Lösungsansätze aufgezeigt.
Auch MKT verzeichnete in den letzten Monaten eine Zunahme von Vandalismus sowie Anfeindungen gegenüber Rettungsdienstpersonal, die sich nicht nur durch verbale Gewalt oder Behinderung der Einsatzkräfte äußern, sondern auch immer wieder durch körperliche Übergriffe.



Kommentare
Ein Kurs im Jahr (Idealfall) kann da niemals ausreichend sein. Viel wichtiger wäre (echte) Deeskaltion! Das heißt Körpersprache und verbales Training, um die Situation VOR der Gewaltanwendung zu beruhigen!
Ich würde gerne sehen, wie Kollegen im RTW den Angreifer durch die Gegend schleudern oder geschickte Hebeltechniken nutzen. Lächerlich!
Bestimmt brauchst Du aber sowas nicht, weil du ja eine stich- und schusssichere Weste trägst ... *nur Spaß* ;-)))
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass diese Ausbildung keinen zu Kampfsportlern machen soll. Die Deeskalation und das Erkennen von Gefahren werden dafür umfangreich trainiert.
Und zugegeben, die Fotos sind ein wenig unglücklich ausgewählt.
Ein geschulter Umgang ist dafür sicher nicht verkehrt. Mir sind mehrere Kollegen bekannt mit z.N. Angriff durch Patienten – dabei einige mit mehrwöchigen Rekonvaleszenzzeit.
Herzlichst grüßt aus dem Norden
Rolf
Deeskaltion gehört eigentlich schon in die Grundausbildung !!!!
liebe Grüße aus dem sonnig eisigen Süden
also in meiner Umgebung haben wir seit mehreren Jahren schon mit der Schulung von Abwehrtechniken durchaus gute Erfahrungen gemacht. Schützt nicht zu 100%, ist aber ein Baustein für mehr Sicherheit für die Einsatzkräfte. Nix tun ist jedenfalls keine Lösung.
http://www.eigensicherung.de/Eigensicherung/Infomaterial_files/Eigensicherung%20im%20SD%20und%20RD%20color-1.pdf
oder:
http://www.eigensicherung.de/Eigensicherung/Navigation.html
Kommunaler Abendgruß
Jan
Grüße von der Alster
Natürlich wäre ein längerer Kurs bzw. ein regelmäßiges Training besser, aber ich sehe hier zumindest einen Anfang.
da muss ich jetzt mal einhaken.
Deeskalation, Rhetorik und Mimik/Gestik, kann man nicht in 2 Tagen lernen.
Ich selber betreibe seitdem ich vier Jahre alt bin, aktiv Kampfsport, unter anderem Karate, Muay Thai und MMA. Falsch ist hier auch die Aussage, dass man für eine effektive Abwehr Platz braucht. Es gibt genügend Techniken, mit deren Möglichkeit man in beengtem Raum abwehren kann. Siehe hierzu Krav Maga.
Das A und O, wie schon früher gesagt wurde, ist hier dennoch die Prävention. Erkennen und Vermeiden von gefährlichen Situationen sollte hier sehr groß geschrieben werden. Auch sollte auf den Begriff der "Notwehr" und den Begriff des "Rechtfertigenden Notstandes" eingegangen werden. Das erlaubt ggf. dann auch den Einsatz eines Defis als Hilfsmittel zur Abwehr.
Gruß aus dem Norden
Chris S.
(Fachkraft für Schutz und Sicherheit)