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Selbstschutz für MKT-Mitarbeiter

02.02.2012

Fotos: MKT

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Einsatzkräfte auf tätliche Angriffe vorbereitet

Um dem Problem Gewalt im Einsatz zu begegnen, schult MKT ab 2012 seine Mitarbeiter im Rettungsdienst. In Kooperation mit der Ausbildungsakademie für Sicherheit in Waldmünchen wurde ein vielschichtiges Fortbildungskonzept erarbeitet, das neben Maßnahmen zur Deeskalation in brenzligen Situationen besonders den Selbstschutz der Einsatzkräfte in den Mittelpunkt stellt. Über die Ausbildungsakademie stehen erfahrene Sicherheitsexperten von Polizei und Bundeswehr zur Verfügung, die den Teilnehmenden in Theorie und Praxis wichtige Fähigkeiten im Umgang mit Gefährdungssituationen im Einsatzgeschehen vermitteln. Dazu werden explizit Einsatzsituationen in Wohnungen und Einsatzfahrzeugen simuliert und mögliche Lösungsansätze aufgezeigt. 

Auch MKT verzeichnete in den letzten Monaten eine Zunahme von Vandalismus sowie Anfeindungen gegenüber Rettungsdienstpersonal, die sich nicht nur durch verbale Gewalt oder Behinderung der Einsatzkräfte äußern, sondern auch immer wieder durch körperliche Übergriffe.

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Kommentare

02.02.2012, 16:34 Uhr von Mike
So ein Blödsinn! Gewalt im Einsatz kriegt man nicht mit solchen Kursen in den Griff! Diese Kurse vermitteln nur ein falsches Gefühl der Sicherheit. Jeder, der ernsthaft Kampfsport oder Verteidigungstaktiken trainiert, tut dies über Jahre hinweg, mehrmals die Woche, um so seine Reaktionen und Griffgeschwindigkeit um wenige Millisekunden zu verbessern.

Ein Kurs im Jahr (Idealfall) kann da niemals ausreichend sein. Viel wichtiger wäre (echte) Deeskaltion! Das heißt Körpersprache und verbales Training, um die Situation VOR der Gewaltanwendung zu beruhigen!

Ich würde gerne sehen, wie Kollegen im RTW den Angreifer durch die Gegend schleudern oder geschickte Hebeltechniken nutzen. Lächerlich!
02.02.2012, 16:53 Uhr von bjoern
Sehe es genauso wie Mike. Ich selbst betreibe auch eine Kampfsportart und wenn ich das anwenden soll, was ich dort erlerne, brauch ich auch Platz, den ich im Fahrzeug nicht habe. Um dies auch richtig anzuwenden, braucht man auch wirklich Erfahrung, sonst kann es auch schnell nach hinten losgehen.
02.02.2012, 17:25 Uhr von Flaxx
@Mike: Du scheinst aus drei - zugegebener Maßen sehr plakativen - Bildern auf den gesamten zweitägigen Kurs (http://www.aasw.de/de/6430__wwwaaswde.html) zu schließen. Ich gebe dir völlig Recht, dass Deeskalation durch Körpersprache und verbales Training das A und O in entsprechenden Situationen sind. Dies geht aber auch aus den dargestellten Schulungsinhalten hervor. Ich finde es gut, dass man Mitarbeiter/innen dafür sensibilisiert.

Bestimmt brauchst Du aber sowas nicht, weil du ja eine stich- und schusssichere Weste trägst ... *nur Spaß* ;-)))
02.02.2012, 18:19 Uhr von Keywan
Da schaut sich einer wieder nur die Bilder an. Lesen ist angesagt. Deeskalation und Selbstschutz - das sind die Schwerpunkte in diesem Kurs.

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass diese Ausbildung keinen zu Kampfsportlern machen soll. Die Deeskalation und das Erkennen von Gefahren werden dafür umfangreich trainiert.

Und zugegeben, die Fotos sind ein wenig unglücklich ausgewählt.
03.02.2012, 12:01 Uhr von Rolf
Naja – das Thema ist einfach aktuell! http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=74674

Ein geschulter Umgang ist dafür sicher nicht verkehrt. Mir sind mehrere Kollegen bekannt mit z.N. Angriff durch Patienten – dabei einige mit mehrwöchigen Rekonvaleszenzzeit.

Herzlichst grüßt aus dem Norden
Rolf
03.02.2012, 16:38 Uhr von chris
Wirklich gute Deeskalationskurse und das Sensibilisieren für Gefahren machen wirklich Sinn - kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Vielleicht noch ein paar "Umgangsmethoden" wie man alkoholisierte Personen führt und das Einhalten von ein paar Sicherheitsregeln - mehr macht keinen Sinn !
Deeskaltion gehört eigentlich schon in die Grundausbildung !!!!
liebe Grüße aus dem sonnig eisigen Süden
03.02.2012, 18:53 Uhr von jan
Moin,

also in meiner Umgebung haben wir seit mehreren Jahren schon mit der Schulung von Abwehrtechniken durchaus gute Erfahrungen gemacht. Schützt nicht zu 100%, ist aber ein Baustein für mehr Sicherheit für die Einsatzkräfte. Nix tun ist jedenfalls keine Lösung.

http://www.eigensicherung.de/Eigensicherung/Infomaterial_files/Eigensicherung%20im%20SD%20und%20RD%20color-1.pdf

oder:

http://www.eigensicherung.de/Eigensicherung/Navigation.html

Kommunaler Abendgruß

Jan
06.02.2012, 10:15 Uhr von Rolf
Also mir fällt NIX gegen ein entsprechendes Training ein. Im Zweifel – lieber mit gutem Gewissen davonlaufen als aus Angst das Weite suchen.

Grüße von der Alster
06.02.2012, 10:33 Uhr von Max
@Bjoern: Es gibt durchaus Techniken, die auch auf beengtem Raum anwendbar sind (KFM, Wing-Tsun). Des Weiteren ist es nicht die Aufgabe des RD, Randalierer festzusetzen, sondern es geht primär darum, sich selbst in Sicherheit zu bringen und dann Verstärkung (Polizei) zu holen.

Natürlich wäre ein längerer Kurs bzw. ein regelmäßiges Training besser, aber ich sehe hier zumindest einen Anfang.
08.02.2012, 12:57 Uhr von Chris
Moin,
da muss ich jetzt mal einhaken.
Deeskalation, Rhetorik und Mimik/Gestik, kann man nicht in 2 Tagen lernen.
Ich selber betreibe seitdem ich vier Jahre alt bin, aktiv Kampfsport, unter anderem Karate, Muay Thai und MMA. Falsch ist hier auch die Aussage, dass man für eine effektive Abwehr Platz braucht. Es gibt genügend Techniken, mit deren Möglichkeit man in beengtem Raum abwehren kann. Siehe hierzu Krav Maga.
Das A und O, wie schon früher gesagt wurde, ist hier dennoch die Prävention. Erkennen und Vermeiden von gefährlichen Situationen sollte hier sehr groß geschrieben werden. Auch sollte auf den Begriff der "Notwehr" und den Begriff des "Rechtfertigenden Notstandes" eingegangen werden. Das erlaubt ggf. dann auch den Einsatz eines Defis als Hilfsmittel zur Abwehr.

Gruß aus dem Norden

Chris S.
(Fachkraft für Schutz und Sicherheit)
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