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Terroranschlag an Schulen

05.11.2018, 11:43 Uhr

Foto: Innenministerium Saarland

Saarland probt den Ernstfall


Im Saarland fand am 3. November eine Übung am Illtalgymnasium in Illingen statt. Das Übungsszenario war ein Terroranschlag mit einem Massenanfall von Verletzten: Am Gymnasium kam es zu einer lebensbedrohlichen Einsatzlage während einer Abschlussveranstaltung einer Projektwoche. Aus Anlass dieser Feierlichkeiten befanden sich zahlreiche Schüler, aber auch Besucher in dem Gebäude. Gegen 10.00 Uhr drangen drei maskierte Täter in das Bistro der Schule ein und eröffneten das Feuer. Noch während die Täter um sich schossen, drang zunächst der Wach- und Streifendienst (WSD) und in der Folge die Operative Einheit Saarland (OpE) und das Spezialeinsatzkommando (SEK) in das Gebäude ein.

Laut Innenminister Klaus Bouillon habe die Übung gezeigt, dass die Kommunikation zwischen Polizei, Rettungsdienst und den beteiligten Kliniken gut funktioniert. Beteiligt an der Übung waren die saarländische Polizei, der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Saar und vier saarländische Kliniken. Die Verletztendarsteller wurden nach der rettungsdienstlichen Versorgung nicht aus der Übung „entlassen“, sondern tatsächlich durch die Rettungsdienstfahrzeuge in die teilnehmenden Krankenhäuser in Saarbrücken, Homburg, St. Wendel und Saarlouis transportiert. So wurde auch die Versorgung von vielen Trauma-Patientinnen und -Patienten, wie sie bei einer Terrorlage oder einer Amoktat zu erwarten wäre, in den Notaufnahmen der Kliniken geübt. Eine Kennzeichnungskarte, wie sie während der Übung an den Patienten eingesetzt wird, ermöglichte ein durchgängiges Szenario mit medizinisch korrekter, logischer Abfolge basierend auf der Grundverletzung und den getroffenen Maßnahmen. Alle „Patienten“ wurden in der Klinik weiter betreut, sowohl auf der Intensiv- als auch auf der Normalstation mit entsprechenden Rückmeldungen. Zusätzlich wurde die Zusammenarbeit mit dem zentralen Personensuchdienst der Polizei einer erneuten Prüfung unterzogen.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2018
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