Wie erwartet, ist am gestrigen Montagabend eine Lösung für die Mehrkosten im Rettungswesen in Tirol gefunden worden. Vor der Generalversammlung der Rettungsdienste GmbH hatte das Land Tirol zugesagt, die rund 5 Mio. Euro für das Jahr 2012 abzudecken, wie der ORF meldet. Thomas Wegmayr, Geschäftsführer des Roten Kreuzes in Tirol, erklärte, dass zukünftig mit der Leistungsadaption anhand des erstellten Gutachtens gearbeitet werden solle. Außerdem hat sich die Rettungsdienst GmbH mit dem Land darauf geeinigt, dass auf Basis dieses Gutachtens auch die Mehrkosten des Rettungsbündnisses von 3,7 Mio. Euro aus dem Jahr 2011 bezahlt werden. Wegmayr hoffe, die in der Anlaufphase entstandenen Mehrkosten über die Vertragslaufzeit einsparen zu können. Das Einsparpotenzial der Rettungsdienst GmbH selbst liege bei etwa 1 Mio. Euro, so der Rot-Kreuz-Geschäftsführer. Dies sollten durch Synergien aufgebracht werden.
Gespannt sein darf man jetzt auf die Reaktionen der Mitbewerber bei der damaligen Ausschreibung. Juristische Schritte wurden im Falle einer finanziellen Unterstützung der Rettungsdienst GmbH durch das Land Tirol bereits angekündigt.


Kommentare
Und Zweitens würde ich gern mal von Herrn Wegmayr erfahren, was er denn im RD und KTP unter "Synergien" versteht und wie sich diese in der täglichen Praxis darstellen sollen! Wenn das die ab Herbst vorgesehenen deutlich vermehrten "Taxifahhrten" sein sollen, dann hat das mit RD oder KTP nicht mehr das Geringste zu tun! Hintergrund: Es werden ab Herbst diverse KTW durch GKTW zum Transport "sitzender bzw. rollstuhlbedürftiger und gehfähiger Patienten" ersetzt.
Schließlich sei noch ein allgemeiner Hinweis zur Berichterstattung erlaubt: Der Vollständigkeithalber wäre es schön zu erwähnen, dass die Tiroler RD-GmbH nicht nur aus dem ÖRK besteht, sondern dazu noch aus ASBÖ, Malteser, Johanniter und dem ÖRD (Privatunternehmen)! Auch diese haben ein Interesse an einer kostendeckenden Finanzierung und ein Mitsprachherecht in der RD-GmbH.
Hildesheim = fail
Halle = fail
Mönchengladbach = fail
Region Hannover = fail
Köln die erste = fail
Tirol = fail
Olympia Sicherheitsdienst = fail
...
Die Liste kann man Seitenweise weiter führen. Öffentliche Daseinsvorsorge ist kein Straßenbauprojekt und keine Bewirtungskonssesion der Reitsporthalle. Aber schön zusehn wie alle auf die Nase fallen. Und was man für Vorteile von diesem EU Wahnsinn hat sieht man ja seit den letzten zwei Jahren immer als erstes in der Tagesschau. Ich bin bei weitem kein EU, Euro oder Ausschreibungsgegner aber bitte doch nur da wo es Sinn macht!
Taxitransporte oder auch Serientransporte (Chemo-, Strahlen- oder Dialysetransporte) waren nicht Teil der Ausschreibung und haben daher nichts mit den erwarteten Synergien zu tun.
Einheitliche Fahrzeugausstattung und damit auch einheitliche Schulung, zentrale Steuerung der Bereiche Einkauf, Logistik, Fuhrparkmanagement sowie die tirolweite Disposition aller Rettungsmittel dafür schon. Ebenso die Steigerung der Effizienz und Auslastung der KTW sowie die optimale Planung der benötigten Vorhaltung. Ich möchte damit nicht sagen, dass bereits alles optimal läuft, zumindest können wir jetzt aber wieder an den Lösungen arbeiten und nicht nur an den Problemen.
Der Vollständigkeit halber, Gesellschafter der RD. GmbH (Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH) sind tatsächlich nur die Rotkreuz- Vereine, was aber nichts an der guten Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen ändert.
Beste Grüße
Thomas Wegmayr