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Tirol hilft Rettungsdienst GmbH mit 5 Mio. Euro

31.07.2012, 09:40 Uhr

Foto: ÖRK/A. Seger

Auch Mehrkosten aus dem Jahr 2011 sollen bezahlt werden

Wie erwartet, ist am gestrigen Montagabend eine Lösung für die Mehrkosten im Rettungswesen in Tirol gefunden worden. Vor der Generalversammlung der Rettungsdienste GmbH hatte das Land Tirol zugesagt, die rund 5 Mio. Euro für das Jahr 2012 abzudecken, wie der ORF meldet. Thomas Wegmayr, Geschäftsführer des Roten Kreuzes in Tirol, erklärte, dass zukünftig mit der Leistungsadaption anhand des erstellten Gutachtens gearbeitet werden solle. Außerdem hat sich die Rettungsdienst GmbH mit dem Land darauf geeinigt, dass auf Basis dieses Gutachtens auch die Mehrkosten des Rettungsbündnisses von 3,7 Mio. Euro aus dem Jahr 2011 bezahlt werden. Wegmayr hoffe, die in der Anlaufphase entstandenen Mehrkosten über die Vertragslaufzeit einsparen zu können. Das Einsparpotenzial der Rettungsdienst GmbH selbst liege bei etwa 1 Mio. Euro, so der Rot-Kreuz-Geschäftsführer. Dies sollten durch Synergien aufgebracht werden.

Gespannt sein darf man jetzt auf die Reaktionen der Mitbewerber bei der damaligen Ausschreibung. Juristische Schritte wurden im Falle einer finanziellen Unterstützung der Rettungsdienst GmbH durch das Land Tirol bereits angekündigt.

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Kommentare

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31.07.2012, 10:40 Uhr von Thomas
So so, auf einmal ist also genügend Geld da ... Das ganze Theater hätte man sich sparen können wenn man gleich von Anfang an realistisch kalkuliert hätte! Allerdings stellen sich mir da spontan zwei Fragen: Wenn im laufenden Jahr ein Mehrbedarf von 6 Mio. Euro besteht und die RD-GmbH Einsparpotenzial von rund 1 Mio. Euro sieht, der Zuschuss des Landes also rund 5 Mio. Euro für 2012 beträgt, wo ist dann eine realistische Kostendeckung für die nächsten neun Jahre (Vertragslaufzeit gesamt 10 Jahre lt. "Ausschreibung") zu erwarten?

Und Zweitens würde ich gern mal von Herrn Wegmayr erfahren, was er denn im RD und KTP unter "Synergien" versteht und wie sich diese in der täglichen Praxis darstellen sollen! Wenn das die ab Herbst vorgesehenen deutlich vermehrten "Taxifahhrten" sein sollen, dann hat das mit RD oder KTP nicht mehr das Geringste zu tun! Hintergrund: Es werden ab Herbst diverse KTW durch GKTW zum Transport "sitzender bzw. rollstuhlbedürftiger und gehfähiger Patienten" ersetzt.

Schließlich sei noch ein allgemeiner Hinweis zur Berichterstattung erlaubt: Der Vollständigkeithalber wäre es schön zu erwähnen, dass die Tiroler RD-GmbH nicht nur aus dem ÖRK besteht, sondern dazu noch aus ASBÖ, Malteser, Johanniter und dem ÖRD (Privatunternehmen)! Auch diese haben ein Interesse an einer kostendeckenden Finanzierung und ein Mitsprachherecht in der RD-GmbH.
31.07.2012, 13:16 Uhr von f.
Aschreibung

Hildesheim = fail
Halle = fail
Mönchengladbach = fail
Region Hannover = fail
Köln die erste = fail
Tirol = fail
Olympia Sicherheitsdienst = fail
...

Die Liste kann man Seitenweise weiter führen. Öffentliche Daseinsvorsorge ist kein Straßenbauprojekt und keine Bewirtungskonssesion der Reitsporthalle. Aber schön zusehn wie alle auf die Nase fallen. Und was man für Vorteile von diesem EU Wahnsinn hat sieht man ja seit den letzten zwei Jahren immer als erstes in der Tagesschau. Ich bin bei weitem kein EU, Euro oder Ausschreibungsgegner aber bitte doch nur da wo es Sinn macht!
31.07.2012, 13:35 Uhr von anton
Verschwendung von Steuergeldern! Wenn man sich das leisten kann - selber schuld.
31.07.2012, 14:08 Uhr von Markus
Und jetzt ist endlich klar, was es eh schon immer war: Mit dem Hungergeld von 23 Mio. € ist kein Rettungsdienst zu bewerkstelligen. Bin gespannt auf die Reaktion von Falck. Vielleicht ist das endlich die Chance für einen zeitgerechten Rettungsdienst anstatt Hobbyrettung in Österreich. Besser das Einsparungspotenzial im besseren Outcome der Patienten sehen als die günstigst mögliche Lösung bis zur Klinik anzustreben.
01.08.2012, 20:15 Uhr von Thomas
@Markus: Treffender hätte man es nicht formulieren können! Es bleibt zu hoffen, dass Falck sich wirklich zu einer Klage entschließt!
01.08.2012, 20:59 Uhr von Johannes
@f.: Nur weil die öffentliche Hand nicht in der Lage ist, korrekte Ausschreibungen zu tätigen, heißt das nicht, dass dieses System partout schlecht ist - aber das wäre ja zu einfach ...
01.08.2012, 23:54 Uhr von Thomas
Hallo Thomas,

Taxitransporte oder auch Serientransporte (Chemo-, Strahlen- oder Dialysetransporte) waren nicht Teil der Ausschreibung und haben daher nichts mit den erwarteten Synergien zu tun.
Einheitliche Fahrzeugausstattung und damit auch einheitliche Schulung, zentrale Steuerung der Bereiche Einkauf, Logistik, Fuhrparkmanagement sowie die tirolweite Disposition aller Rettungsmittel dafür schon. Ebenso die Steigerung der Effizienz und Auslastung der KTW sowie die optimale Planung der benötigten Vorhaltung. Ich möchte damit nicht sagen, dass bereits alles optimal läuft, zumindest können wir jetzt aber wieder an den Lösungen arbeiten und nicht nur an den Problemen.

Der Vollständigkeit halber, Gesellschafter der RD. GmbH (Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH) sind tatsächlich nur die Rotkreuz- Vereine, was aber nichts an der guten Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen ändert.

Beste Grüße
Thomas Wegmayr
02.08.2012, 18:10 Uhr von Theodor
Ja, Herr Wegmayr, dann warten wir das doch mal einfach ab. Bin gespannt wie's ausgeht, habe aber so einen Verdacht. Ich denke jedoch, dass Ihr Berufliches Fortkommen nicht gefährdet ist, egal wie es ausgeht, nur der Mitarbeiter, der sein Häuschen abbezahlen und seine Kinder durchbringen will, wird wie immer die Zeche zahlen. Ich glaube nicht, dass man von solchen Menschen wie Ihnen was erwarten kann, lasse mich aber gerne überraschen.
04.08.2012, 00:49 Uhr von Uli
Ist schon merkwürdig: Mit Unterdeckung die Aufgabe bekommen. Es wird ja ohnehin Geld nachgeschossen. So möchte ich auch mal eine Aufgabe siegreich erhalten.
06.08.2012, 10:40 Uhr von Stefan
Was regt Ihr Euch denn so auf, daß ganze Procedere findet bei uns doch auch dauernd statt. Siehe Ba.Wü. Zwar nicht in so großem Stil und mit so viel TamTam, aber ansonsten genau dasselbe. Und hier gab es seit 1948 noch keine einzige Ausschreibung!
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