S+K Verlag
Der einzige Fachverlag für
Notfallmedizin in Deutschland.
Bücher, Zeitschriften und Nachrichten
rund um das Thema Rettungsdienst.

Wegfall der Notfallsanitäter-Stichtagsregelung ist amtlich

10.04.2017, 09:44 Uhr

Heute erfolgte Bekanntgabe im Bundesgesetzblatt

Seit heute ist der Wegfall der Stichtagsregelung im Notfallsanitätergesetz amtlich. Die langerwartete Veröffentlichung des Heil- und Hilfsmittelgesetzes, in deren Zuge auch die sogenannte Stichtagsregelung in § 32 Abs. 2 des Notfallsanitätergesetzes aufgehoben wird, erfolgte heute im Bundesgesetzblatt Nr. 19. Damit ist die Formulierung „bei Inkrafttreten des Gesetzes“ in Satz 1 und 2 des § 32 NotSanG gestrichen worden.

Die in § 32 Abs. 2 Satz 1 geregelte Übergangsvorschrift, derzufolge Rettungsassistenten eine Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren nachweisen müssen, um direkt zur Ergänzungsprüfung zugelassen zu werden, war eine der meistdiskutierten Passagen des Notfallsanitätergesetzes. Von dem Wegfall erhofft man sich u.a. auch eine Entspannung der derzeitigen Personalsituation der Leistungserbringer im Rettungsdienst und einen verminderten Kostenanstieg im Gesamtsystem.

Bücher zum Thema:

Notfallsanitäter upgrade

34.90(incl. UST, exkl. Versandkosten) U. Atzbach, H.-P. Hündorf, R. Lipp 435 978-3-943174-54-0

  • 2. Auflage 2016
  • 716 Seiten
  • 305 Abbildungen und 74 Tabellen
  • 20 Prüfungsfallbeispiele und 23 Versorgungsalgorithmen
  • mit Online-Fragen
  • Softcover

Kommentare

« 1 2  »
10.04.2017, 11:22 Uhr von Alex
Toll! Und was heißt das jetzt konkret? Darf die Ergänzungsprüfung nur binnen sieben Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes abgelegt werden?
10.04.2017, 11:51 Uhr von Freidenker
Die Ausschlussfrist zum 31.12.2020 ist unter den nun geänderten Begebenheiten und in Anbetracht des formulierten Zweckes, der erreicht werden soll, nicht mehr schlüssig. Eine zeitliche Begrenzung ist damit obsolet und aus Gründen der Stringenz ebenfalls aus dem NotSanG zu tilgen.
Die Entwicklungen in NRW werfen die Schatten für diese ausstehende Änderung voraus.
10.04.2017, 12:24 Uhr von Patrik
R.I.P. Notfallsanitäter! Jetzt darf wieder Ehrenamtliche und jeder Rettungsassistent ohne Berufserfahrung zur NotSan Prüfung (welche die Schulen ja bekanntlich seit einigen Jahren verschenken). Jetzt sind wir wieder im Jahr 1989 mit den geadelten Rettungssanitätern. Glückwunsch, da wird das NotSan Gesetz ad absurdum geführt. Da hätten sich die Damen und Herren in Berlin das Gesetz auch sparen können!
10.04.2017, 12:33 Uhr von Philip
@Patrick
wo steht, dass man keine Berufserfahrung braucht? Die Erfahrung brauchst Du weiterhin, diese darf nun jedoch auch nach Inkrafttreten des Gesetzes erworben werden.

Zu den verschenkten RettAss Abschlüssen. Da gab es schon immer eine staatliche Prüfung. Genauso wie der NotSan geprüft wird. Aber hauptsache was geschrieben.
10.04.2017, 13:43 Uhr von Chrisi
das ganze rettungsdienstsystem ist nur noch lächerlich, erbärmlich usw.
10.04.2017, 14:53 Uhr von Tobias
@Patrick @Chrisi
Es wird immer und überall Gute und Schlechte in ihrem Fach geben. Egal welches Gesetz und welche Prüfung. Es gehört zu jeder Ausbildung und Prüfung nämlich auch eine Portion Menschenverstand dazu. Ob jemand ehrenamtlich ist oder nicht, damit hat es wenig zu tun. Aber vor allem hat es nix mit der Stichtagsregelung zu tun! Aber es geht wohl nicht mehr ohne die ganze Welt und Alles in Frage zu stellen.
10.04.2017, 15:38 Uhr von Klaus
Lieber Tobias,

da hast Du sicher recht.

Schlimm finde ich, dass im Rettungsdienst kaum einer die "Schlechten" benennt und sie, wenn sie sich nicht mehr entwickeln lassen, aussortiert. Deswegen gibt es hier meiner Meinung nach überproportional viele Schlechte.

Hier versagen die Führungskräfte und die Aufsicht kolossal. Hauptsache, man kuschelt mit den richtigen Politikern, dann hat die Führungskraft keinen Stress und der Politiker seine PR.

Liebe Grüße!
10.04.2017, 15:45 Uhr von Freidenker
Lesen...Verstehen ...naja ihr wisst schon.

Die EP bleibt trotz der neuen Regelung obligat, warum das Geunke?
Sinnvoll wäre es nun die Frist zur Möglichkeit der EP aus Gründen der Stringenz ebenfalls zu tilgen, auch in diesem Fall bliebe eine EP obligat.

Das wollte ich noch mal betonen.
10.04.2017, 15:48 Uhr von Freidenker
@Klaus: Du bist bestimmt der Allerallerbeste! Was soll das?
Wer bestimmt wer Schlecht und wer Gut ist ? Du?
10.04.2017, 17:02 Uhr von Andreas
Nach der Neufassung des § 32 Abs. 2 NotSanG bedarf es weiterhin einer fünfjährigen Tätigkeit als Rettungsassistent (bzw. dreijährigen Tätigkeit mit 480-Stunden-Fortbildung) - diese muss nur (NEU) nicht mehr bei Inkrafttreten und damit vor dem 1.1.2014 erbracht sein.

Die Übergangsfrist von sieben Jahren bleibt allerdings erhalten. Bis zu diesem Stichtag muss die Ergänzungsprüfung also spätestens bestanden sein.

Umstritten bleibt die Frage der "Berufstätigkeit" und damit das Problem Ehrenamt/Teilzeit für die Zulassung zur Ergänzungsprüfung. Hieran hat der Gesetzgeber nichts geändert. Weder § 32 Abs. 2 NotSanG, noch die NotSanAPrV verlangen eine Vollzeitbeschäftigung oder einen wöchentlichen Mindestumfang. Es bleibt also rechtlich umstritten, ob derartige Anforderungen an die Zulassung zur Ergänzungsprüfung rechtmäßig sind: https://staufer.de/blog/2017/04/notfallsanitaeter-voraussetzungen-der-ergaenzungspruefung
« 1 2  »
Kommentar hinzufügen
Benachrichtigen Sie mich, wenn es neue Kommentare gibt.
Sicherheitsabfrage: 1 + 6 = 

Felder, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Pflichtfelder.

zum Seitenanfang
KontaktRSS
Stumpf + Kossendey Verlag, 2017
Impressum