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Helfer vor Ort im Kindergarten

05.07.2010, 10:36 Uhr

Foto: M. Haidn

Rettungswagen im Pfarrkindergarten St. Josef Geiersthal vorgeführt

Mit Blaulicht und Martinhorn fuhr ein Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes am 30. Juni 2010 gegen 9.00 Uhr, in die Pfarrer-Irsigler-Straße zum Pfarrkindergarten Sankt Josef in Geiersthal. Auch die umliegenden Nachbarn wurden aufmerksam. Was war im Kindergarten passiert ? Schnell stellte sich heraus, dass es keinen Notfall im Kindergarten gegeben hat. Die Helfer vor Ort aus Ruhmannsfelden kamen mit einem Rettungswagen nur zu Besuch. Den Kindern die Angst vor dem Rettungswagen zu nehmen, das war das Ziel der drei ehrenamtlichen Helfer vor Ort. Mit dem Rettungswagen statteten sie dem Pfarrkindergarten Sankt Josef Geiersthal in Kammersdorf einen Besuch ab, und die Kinder konnten den Rettungswagen von innen ganz genau betrachten und kennen lernen. Vor allem sollten sich die Kinder die richtige Notrufnummer des Rettungsdienstes gut einprägen, denn auch sie könnten im Notfall schon den Notarztwagen verständigen und so Leben retten. 

Nacheinander durften sich die vier Gruppen vor dem Rettungswagen versammeln. Auf kindergerechte Art wurden die verschiedenen medizinischen Ausrüstungsgegenstände vorgeführt und anschaulich erklärt. Die Kinder durften sich auf die Trage legen, Pulsoxymeter, EKG, Sauerstoff, Vakuummatratze ausprobieren und sich den Blutdruck messen lassen. Wenn auch anfangs einige Kinder zögerten und ein wenig Angst dabei hatten, wurde das Interesse schnell geweckt, als das erste mutige Kind sich freiwillig auf die Trage legte. Einige konnten sogar ihr eigenes Herz am EKG-Gerät schlagen „sehen“. Der absolute Höhepunkt war dann noch der Einsatz von Blaulicht und Martinshorn. Von diesem spannenden Vormittag haben die Kinder mehrfach profitiert: Sie haben dabei viel gelernt, die Angst vor dem Rettungswagen wurde ihnen etwas genommen und zum Schluss gab es zur Erinnerung für jedes Kind ein Windrad, Heftpflaster und Gummibärchen.

Kommentare

05.07.2010, 13:31 Uhr von Philipp
"Vor allem sollten sich die Kinder die richtige Notrufnummer des Rettungsdienstes gut einprägen, denn auch sie könnten im Notfall schon den Notarztwagen verständigen und so Leben retten. "


Ich hoffe, dass es nicht die auf dem RTW aufgeklebte "Notruf"-Nummer war ...
05.07.2010, 19:49 Uhr von Peter
Mit Blaulicht und Martinhorn? Ich dachte, das wäre nur für Notfälle gedacht und gerade in Deutschland sehr streng gehandhabt. Und dann fährt man so in den Kindergarten. Freut mich als Einsatzfahrer wenn ich im wirklichen Notfall dann mit Fahrzeuglenkern konfrontiert bin, die denken, dass ich eh nur in den Kindergarten zum Vorführen unterwegs bin. Für die Kinder das falsche Signal (im wahrsten Sinn des Wortes)
05.07.2010, 21:03 Uhr von Sepp
Den Insidern in Bayern dürfte ja bekannt sein, warum die Änderung der Rufnummer 19222 in 112 seit 1993 geht und immer noch nicht beendet ist. Wem es nicht bekannt ist, das BRK hat die Einführung der 112 in Bayern massiv behindert. Im Ländle ist es ebenso der Fall. So macht man sich halt so seine Gedanken in diesem unseren Lande.
10.07.2010, 17:03 Uhr von Matthias
Lieber Philip,

ich hoffe doch, dass es die auf dem Fahrzeug aufgeklebte "Notrufnummer" war. Denn das ist die für diese Region gültige Notrufnummer für den Rettungsdienst.
Welche Notrufnummer bevorzugen dann Sie, wenn ich Sie fragen darf? Warum kritisieren sie diese Nummer hier so anonym?

Lieber Sepp,
was hat Ihre Kritik an der Notrufnummer hier bei diesem, Artikel verloren? Sie dürfen sich gern Gedanken machen, aber Ihre Kritik würde ich an der richtigen Stelle ansetzen und nicht so anonym in diesem Forum.

mfg

Matthias Blök
Regen
BRK´ler
12.07.2010, 09:30 Uhr von Martin
1.) Die Aktion ist keine einzige Zeile wert, weil solche Lehrgänge tausendfach täglich durchgeführt werden-es ist also nichts besonderes.
2.) Ich schließe mich den Vorrednern an, die den Einsatz des Martinshornes bemängeln, vielleicht ist das ab er in dem Artikel auch nur überdimensional beschrieben worden.
3.) Ich hätte den Kindern auch mal das Anlegen eines Verbandes bei gebracht.
4.) Es ist schon schade, dass es angeblich europaweit die Notrufnummer 112 geben soll und nur die gnädgen Herrschaften in Bayern es anders machen. Soetwas ist mir unverständlich.

Ansonsten finde ich es gut, Kinder an das Thema heranzuführen, zumindest, wenn es kindgerecht gemacht wird. Das Üben der HLW im Kindergarten halte ich persönlich beispielsweise für falsch.
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