Auf den ersten Blick wirkt der neue Rettungswagen wie jeder andere im Hof der Rettungswache des Roten Kreuzes in der Stadt Augsburg. Erst bei genauerer Betrachtung fällt eine Ladebühne am Heck des Rettungswagens auf. Diese ist für den Transport von stark übergewichtigen Patienten ausgelegt. Der BRK Kreisverband Augsburg-Stadt stellte heute das neue Spezialfahrzeug vor. Neben der Ladebordwand ist auch im Innern des neuen Rettungsfahrzeuges alles auf übergewichtige Patienten ausgelegt. So wird zum Beispiel spezielles Berge- und Rettungsmaterial in Übergröße vorgehalten. „Mit dem neuen S-RTW können wir nun auch Patienten bis zu einem Körpergewicht von 300 kg unter professionellen Bedingungen transportieren“, erklärte Lothar Ellenrieder, Leiter des Augsburger BRK-Rettungsdienstes, bei der offiziellen Vorstellung des Fahrzeugs am Freitag.
Der Rettungsdienst des BRK und der Rettungsdienst Bayern reagieren mit dieser Neuentwicklung auf eine bedenkliche Entwicklung: Immer häufiger müssen die Helfer des öffentlichen Rettungsdienstes adipöse, also massiv übergewichtige Patienten transportieren. Deshalb regte das Rote Kreuz 2007 beim zuständigen Ministerium des Inneren und den Kostenträgern an, ein Spezialfahrzeug für solche „Schwerlast-Patiententransporte“ zu entwickeln. Damit hat das BRK ein Fahrzeug entwickelt, dass sowohl den Transportbedürfnissen adipöser Patienten gerecht wird, als auch eine deutliche Verbesserung für die Arbeit der Rettungskräfte bedeutet. Durch eine spezielle Hydrauliktechnik für die Liege müssen die Retter weniger schwer heben. Die neue Ausrüstung leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Gesundheitsschäden bei den Rettungskräften. Umbauten je nach Rettungseinsatz sind bei diesem Spezialfahrzeug nicht erforderlich – es ist sofort einsatzbereit. Der 163 PS starke Schwerlast-Rettungswagen wird allerdings als reguläres Rettungsfahrzeug für alle Patienten genutzt, kann also jede Art von Notfall und Patient bedienen.


Kommentare
Dennoch hat man bei diesen Transporten soviel Manpower, das man sich dabei keine Gedanken machen muß, zudem haben diese Fahrzeuge in der Regel weitere Möglichkeiten um auch einen solchen Patienten mit wenig Personal sicher die Treppe runter zu bringen.
Ist in diesen Fällen manchmal sogar einfacher als ein normaler Notfalleinsatz, die Feuerwehr kommt dennoch wenn man möchte, auch mit Drehleiter ;-)
Das bedeutet, wird leider oft vergessen,
Patient + Trage + Med.Technik = 150 Kg
Auch wenn der Korb zwar für den 3, mittlerweile sogar schon für den 4 Mann Betrieb (immerhin bis 325 Kg) zugelassen sind ist der standart der Tragenaufnahme immer noch bei 150 Kg!
Am Beispiel
Bei ca. 25 Kg Krankentrage (inkl. Auflage und Gurte) + ca. 15 Kg Med.Technik bleiben 110 Kg für den Patienten über. Auch wenn man versucht zu tricksen wie z.b. die Med.Technik in den Korb zustellen gewinnt man "nur" ca. 10 - 15 Kg.
Was will ich nun damit sagen? Folgendes, man sollte sich bei der Nachforderung einer DLK zum transport Übergewichtiger 3x überlegen oben ein solcher Einsatz überhaupt möglich ist und ob es nicht besser wäre ein zwei RTW oder ein Löschfahrzeug nachzufordern.
Leider kommt es bei uns, zwar selten, dazu das wir umsonst mit der DLK ausrücken und aufgrund der max. Belastungsgrenzen nicht helfen können was auch eine deutliche Zeitverzögerung bedeutet.