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rund um das Thema Rettungsdienst.
01.01.1970

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Permanente Warnschutzkleidung im Rettungsdienst – pro und contra.

Im neuen Heft RETTUNGSDIENST berichten wir ausführlich über die neuen Entwicklungen bei der Schutzkleidung im Rettungsdienst. Nachdem das Tragen von Warnwesten und die Ausrüstung von Einsatzbekleidung mit zusätzlichen Reflexstreifen eine Selbstverständlichkeit darstellen, werden Stimmen laut, dass nur eine permanent getragene Warnschutzkleidung den Mitarbeiter im Einsatz noch optimal schützen könne.

 

Argumente für permanente Warnschutzkleidung

Als Argument für eine besondere Warnschutzkleidung wird angeführt, dass die Westen nicht angelegt würden, man sei jedoch häufig den Gefahren im Straßenverkehr ausgesetzt. Daher soll nunmehr jede Rettungsdienstjacke auch die Anforderungen an Warnkleidung – Tagesleuchtfarbe und Reflexstreifen – erfüllen. Damit wäre eine optimale Sicherheit gegeben.

 

Contra permanenten Warnschutz

Keine Statistik hat bisher dargestellt, ob und wie viele Rettungsdienstmitarbeiter durch "Arbeiten im ungesicherten Straßenverkehr" verletzt wurden, etwa wenn die Besatzung eines RTW bei einem Verkehrsunfall eine Einsatzstelle erst einmal sichern muss. Für eine Warnwirkung im Straßenverkehr sind die Warnwesten ausreichend, wie sie auf jedem Rettungsmittel vorgeschrieben sind.

 

Zu bedenken ist außerdem: Zieht man eine Warnschutzjacke auch bei sommerlichen Temperaturen an? Ist sie immer griffbereit, wenn sie als Warnkleidung gebraucht wird? Ergibt sich dann nicht eine trügerische Sicherheit im Straßenverkehr, wird man leichtsinniger mit "optimalem Schutz"? Wollen wir so auffällig und mit aggressiver Farbe Patienten entgegentreten oder außerhalb des Einsatzes im Alltag immer auffallen?

 

Keine Frage: die Sicherheit der Einsatzkräfte geht vor – aber wird hier nicht übertrieben? Wie steht es mit den Kosten für Neuanschaffung und Ersatzbeschaffung? Warnkleidung, täglich getragen und gereinigt, wird nur wenige Monate ihre Leuchtkraft und damit ihre Eigenschaften behalten!

 

Lesen Sie aufmerksam die Vorschriften: auch das Mitführen von Warnwesten ist weiterhin zulässig, und man kann die bisherige Kleidung beibehalten. Und beachten Sie, dass Schutzkleidung immer nach einer eigenen Gefährdungsanalyse unter Einbeziehung der Mitarbeiter ausgewählt werden muss!

(R.-D. Erbe)

 

Schreiben Sie uns Ihre Meinung per E-Mail

Mit dieser Umfrage werden wir ein Meinungsbild erstellen und es in einer der nächsten Ausgaben RETTUNGSDIENST und hier auf der Homepage veröffentlichen.

 

PRO

Sind Sie für permanenten Warnschutz (Einsatzkleidung = Warnkleidung)? Warum? Sollten Einsatzjacken die Eigenschaften Warnschutz (Leuchtfarbe und Reflexstreifen) haben? Bitte erläutern Sie Ihre Meinung.

 

CONTRA

Gegen permanenten Warnschutz (weiterhin Warnwesten im Fahrzeug)? Warum? Sind Warnwesten ausreichend, um sie bei Bedarf im Straßenverkehr an ungesicherten Einsatzstellen zusätzlich zu tragen? Bitte kommentieren Sie Ihre Meinung

 

Ihre Antworten werden vertraulich behandelt, die Auswertung und deren Veröffentlichung erfolgt anonymisiert.

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