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7 Einsatzleitsysteme für 34 Leitstellen in Baden-Württemberg

Digitale Einsatzübergabe ist nicht überall umgesetzt

Sieben verschiedene Einsatzleitsysteme, keine flächendeckende digitale Einsatzübergabe und nur eingeschränkte gegenseitige Vertretung bei Ausfall: Eine Landtagsanfrage legt offen, wie es um die technische Verzahnung der 34 Integrierten Leitstellen in Baden-Württemberg steht.

In den 34 Integrierten Leitstellen (ILS) Baden-Württembergs sind derzeit sieben unterschiedliche Einsatzleitsysteme verschiedener Hersteller im Einsatz, wie aus einer Antwort des Landesinnenministeriums auf eine CDU-Anfrage im Landtag hervorgeht (Drucksache 18/249). Am weitesten verbreitet ist das System Cobra des Herstellers ISE, gefolgt von secur.CAD und Dallas von VivaSecur. Eine landesweit einheitliche Software existiere nicht.

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Über das gemeinsame Flottenmanagementsystem Rescuetrack könnten zwar alle Leitstellen Standort und Status sämtlicher Rettungsmittel einsehen, eine flächendeckende technische Kompatibilität der Einsatzleitsysteme bestehe jedoch nicht. Die per Rettungsdienstplanverordnung vorgeschriebene digitale Einsatzübergabe zwischen den Leitstellen sei bislang nicht überall umgesetzt.

Zur Ausfallsicherheit erklärt das Ministerium, die Verantwortung liege bei den jeweiligen Trägern. Viele Leitstellen verfügten über eigene Redundanzstandorte oder Kooperationen mit anderen Leitstellen. Im Ernstfall könne aber meist nur ein Teil der Aufgaben von einer anderen Leitstelle übernommen werden, da technische Grenzen und fehlendes Personal eine vollständige Übernahme erschwerten.

Als Perspektive verweist das Ministerium auf ein von DRK, Kommunalverbänden und Krankenkassen vorgelegtes Visionspapier, das Leitstellenverbünde mit zentralen Technikkomponenten vorsieht. Zudem seien in diesem Jahr rund ein Viertel der Lehrgangsplätze für Leitstellendisponenten unbesetzt geblieben, obwohl zuvor höherer Bedarf gemeldet worden sei.