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Aus zwei Leitstellen wird eine

Stadt Halle und Saalekreis bündeln Kräfte

Die Stadt Halle und der Saalekreis fusionieren ihre Leitstellen zu einer zentralen Einheit für 400.000 Einwohner. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein, der Betrieb soll ab 2029 aufgenommen werden.

Am 19. August wurde im halleschen Ratshof die Zweckvereinbarung zur Zusammenlegung der Leitstellen von Stadt Halle (Saale) und des Landkreises Saalekreis unterzeichnet. Zum 1. Januar 2029 soll daraus die Integrierte Leitstelle Halle/Saalekreis als zentrale Stelle für rund 400.000 Einwohnerinnen und Einwohner entstehen.

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Bislang koordiniert die ILS der Stadt Halle Einsätze im Stadtgebiet und im nördlichen Saalekreis, während die Leitstelle des Landkreises mit Sitz in Merseburg für den südlichen Saalekreis zuständig sei. Am neuen gemeinsamen Standort in Halle-Neustadt soll ein Neubau entstehen, der moderne räumliche, sicherheitstechnische und technische Voraussetzungen für die Einsatzkoordination schaffen soll. Die Aufgaben der Feuerwehr- und Rettungsdienstleitstelle sollen künftig vollständig von der Stadt Halle übernommen werden, einschließlich Notrufannahme, Alarmierung sowie Zusammenarbeit mit leitendem Notarzt und Polizei. Der Saalekreis soll für Betrieb und Instandhaltung der digitalen Alarminfrastruktur auf seinem Gebiet zuständig bleiben.

Die Baustelleneinrichtung ist für September 2026 geplant, das Investitionsvolumen liege bei rund 37 Mio. Euro. Vorgesehen seien 13 Einsatzleitplätze für etwa 60 Disponentinnen und Disponenten. Zu den landesweiten Sonderaufgaben zählten Telenotarzt, Luftrettungsdienstleitstelle und die Koordinierung von Inhospitaltransporten. Die geschätzten jährlichen Betriebskosten von rund 1,3 Mio. Euro würden zu über 58% von den Kostenträgern des Rettungsdienstes getragen, der Rest im Verhältnis 55% zu 45% zwischen Stadt und Landkreis aufgeteilt.