Stand:
Bielefeld führt Dringliche Krankentransportwagen ein
Stadt schreibt Rettungsdienstbedarfsplan fort
Die Stadt Bielefeld will ihren Rettungsdienst deutlich ausbauen: Eine Beschlussvorlage des Feuerwehramts zur Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans sieht u.a. eine zusätzliche Rettungswache, drei Dringliche Krankentransportwagen (DKTW) und ein weiteres Notarztsystem vor. Der Rat soll am 8. Oktober 2026 entscheiden. Nach Angaben der Verwaltung seien die Einsatzzahlen in der Notfallrettung seit 2017/2018 um rund 20% gestiegen, zugleich habe sich die Einsatzdauer verlängert. Die Planungsfrist werde zuletzt in 73% der Notfälle eingehalten, Ziel sind mehr als 90%.
Im Bereich Heepen/Altenhagen soll eine neue Wache mit einem rund um die Uhr besetzten RTW entstehen. Zwei DKTW im 24/7- und einer im 12/7-Betrieb sollen die RTW entlasten. Hinzu kommen ein Notarztsystem 24/7 sowie ein ITW mit eigener Besatzung für den Versorgungsbereich OWL Mitte, also Bielefeld und den Kreis Gütersloh. Im Krankentransport steige die Zahl der KTW von 22 auf 25, bei insgesamt reduzierter Vorhaltezeit. Für den operativen Mehrbedarf von zehn Funktionen 24/7 sollen jährlich bis zu 35 NotSan ausgebildet werden.
Die Kostenträger haben dem Plan im Juni zugestimmt, die Kosten werden über die Rettungsdienstgebühren refinanziert. Erste Maßnahmen sind für 2027 vorgesehen. Wegen des Fachkräftemangels und der anstehenden Reform der Notfallversorgung sei die Umsetzung jedoch nur schrittweise möglich.