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„Christophorus Europa 3“ fliegt jetzt auch nachts
Grenzüberschreitender Notarzthubschrauber weitet Einsatzzeiten aus
Der Notarzthubschrauber „Christophorus Europa 3“ steht seit dem 25. September 2026 am Stützpunkt Suben an der Grenze zwischen Oberösterreich und Bayern rund um die Uhr zur Verfügung. Die Maschine wird gemeinsam von der ÖAMTC-Flugrettung und der ADAC-Luftrettung betrieben. Nach Angaben des Landes Oberösterreich sei damit erstmals das gesamte Landesgebiet auch nachts aus der Luft notärztlich abgedeckt. Den Osten und Süden hätten bislang die 24/7-Standorte in Niederösterreich und der Steiermark mitversorgt, die 2025 zusammen 898 Nachteinsätze geflogen haben. Mit Suben werde nun vor allem der Westen gestärkt. Das nächtliche Einsatzgebiet orientiere sich an einem Radius von rund 30 Flugminuten. „Christophorus 10“ in Hörsching bleibe auf den Tagbetrieb beschränkt.
Der Aufwand entspreche nahezu dem eines zusätzlichen Tagesstützpunkts. Für die Nacht seien weitere Piloten, Flugretter und Notärzte gewonnen und gezielt geschult worden. Eingesetzt würden Hubschrauber mit Helionix-Cockpit und Vier-Achs-Autopilot, auch Beleuchtung und Stationsinfrastruktur seien angepasst worden. Die Crew ist auch in Bayern im Einsatz, der Standort gilt als einer von europaweit nur zwei grenzüberschreitend arbeitenden Rettungshubschraubern. Deshalb hätten unterschiedliche Rechts- und Finanzierungssysteme abgestimmt werden müssen. Das Land investiere jährlich zusätzlich 2,25 Mio. Euro, deutsche Krankenkassen beteiligten sich an den Kosten. 2025 hat die Besatzung 1.523 Einsätze im Tagbetrieb absolviert. Für die Nacht rechne man nach vorsichtiger Schätzung mit knapp 250 Einsätzen pro Jahr.