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Fraunhofer IDMT präsentiert passive Sensorlösung zur Drohnendetektion

Drohnen am Klang erkennen

Jede Drohne erzeugt ein charakteristisches Klangmuster, das sich selbst in lauter Umgebung identifizieren lässt. Das Fraunhofer IDMT in Oldenburg nutzt genau das und hat eine akustische Sensorlösung entwickelt, die Drohnen auch ohne Sichtkontakt erkennt und räumlich einordnet.

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg hat eine akustische Sensorlösung entwickelt, die Drohnen anhand ihres Klangmusters erkennt und ortet, auch wenn keine Sichtverbindung besteht. Auf den Drone Days 2026 in Hatten zeigte das Institut die Technologie am Ende August in Echtzeit, integriert in das Demonstrationsfahrzeug „The Hearing Car“.

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Unbemannte Luftfahrzeuge können für Flughäfen, KRITIS, militärische Liegenschaften und Großveranstaltungen zum Sicherheitsrisiko werden. Fliegen sie außerhalb der Sichtlinie, weil Gelände, Bebauung oder Wetter die Sicht behindern, sind sie schwer zu erfassen. Klassische Detektionsverfahren stoßen zudem an Grenzen, wenn Sichtverbindungen fehlen oder Funkverbindungen gestört sind. Hier setzt das System an: Jede Drohne erzeugt ein charakteristisches Klangmuster, einen akustischen Fingerabdruck. Maschinelle Lernverfahren identifizieren dieses Muster auch in lauter Umgebung. Aus den Signalen mehrerer Mikrofone lässt sich zudem die Richtung bestimmen, aus der sich das Flugobjekt nähert. So wird die Drohne nicht nur detektiert, sondern auch räumlich eingeordnet.Die Sensorik arbeitet passiv, sendet selbst keine Signale aus und ist dadurch nicht ortbar. Sie benötigt wenig Energie und kann flächendeckend sowie autark betrieben werden. Das Institut sieht sie als kostengünstige und wartungsarme Ergänzung zu Radar, Kamera und Lidar, insbesondere in bebauten oder bewaldeten Gebieten. Möglich ist auch der Einsatz als Auslöser, der weitere Sensoren erst bei einem akustischen Hinweis aktiviert.

Das Fraunhofer IDMT forscht seit 2016 an dem Thema, u.a. in den Verbundprojekten AMBOS und ALADDIN. Verfügbar sind inzwischen sowohl leicht integrierbare Softwarekomponenten als auch eine vollständig integrierbare Systemlösung. Perspektivisch soll die Technologie auch weitere Geräusche wie Fahrzeuge oder Schüsse erkennen.