Am 25. September wurde die Kajakstrecke auf der Île du Saulcy in Metz zum Übungsgelände für den Bevölkerungsschutz. Rund 50 Wasserrettungskräfte aus Frankreich, Luxemburg, Belgien und Deutschland trainierten bei einer grenzüberschreitenden Übung des EU-Projekts FlashFloodBreaker. Organisiert wurde sie vom Feuerwehr- und Rettungsdienst des Départements Moselle (SDIS 57).
An vier Stationen übten die Teams die Rettung aus langsam und stark strömendem Gewässer. Dazu gehörten der Einsatz eines Bootes, die Rettung einer Person aus einem Fahrzeug in der Strömung sowie die Rettung mehrerer Menschen von einem Felsen in der Strömung. Die Kajakstrecke bot dafür optimale Bedingungen, da die Strömung vor Ort über ein Wehr gezielt gesteuert werden konnte. Auch spezielle Ausrüstung der internationalen Teams wurde vor Ort erprobt. Einsatzkräfte verglichen dabei Verfahren und tauschten Erfahrungen über verschiedene Techniken und Einsatztaktiken aus. Wissenschaftler, Projektpartner und Besucher beobachteten die Vorführungen.
Der Praxistag schloss an das siebte Partnertreffen am 23. und 24. September in Metz an. Für den Bevölkerungsschutz ist die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg besonders wichtig: Starkregen Sturzfluten entwickeln sich binnen weniger Stunden; zugleich stellt die Rettung in der Strömung sehr hohe Anforderungen an Personal und Material. FlashFloodBreaker will die Vorsorge in Nordwesteuropa mit gemeinsamen Strategien, besseren Prognosen und Trainings stärken. Das von Interreg Nordwesteuropa geförderte Projekt läuft noch bis Mitte 2028. (cvs)