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Luftrettung in Rendsburg setzt erstmals Blutprodukte ein
Zwei Schwerverletzte binnen zwei Tagen versorgt
Die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 42“ der DRF-Luftrettung hat zum ersten Mal Blut- und Plasmakonserven noch am Notfallort verabreicht. Binnen zwei Tagen wurden zwei 18-jährige Männer nach jeweils schweren Verkehrsunfällen behandelt: Beide waren als Pkw-Insassen so schwer verunglückt, dass sie mit Unterstützung der Feuerwehr aus ihren Fahrzeugen befreit werden mussten. Aufgrund schwerer Mehrfachverletzungen und erheblichen Blutverlustes war der Kreislauf beider Patienten instabil. Im ersten Fall erhielt der Patient noch an der Einsatzstelle Erythrozytenkonzentrate und Plasma, im zweiten Fall Erythrozytenkonzentrate. Beide Patienten wurden zudem chirurgisch versorgt und künstlich beatmet. Durch die Transfusionen hat sich der Kreislauf jeweils stabilisieren lassen, sodass ein sicherer Transport in die Zielkrankenhäuser möglich gewesen ist.
Seit dem 1. April 2026 führt „Christoph 42“ im Rahmen des Projektes „Heliblut“ Universalblutpräparate mit – Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 sowie gefriergetrocknetes Plasma der Blutgruppe AB, bereitgestellt von der Blutbank des UKSH Campus Kiel und der Apotheke der Schön Klinik Rendsburg. Gerade im weitläufigen, ländlich geprägten Schleswig-Holstein mit seinen Inseln kann eine frühzeitige Blutgabe von besonderer Bedeutung sein. Rendsburg ist die sechste Station der DRF-Luftrettung mit Blutprodukten an Bord. 2019 startete Greifswald als erste deutsche Station mit diesem Konzept. Zur wissenschaftlichen Auswertung beteiligt sich die DRF-Luftrettung am Register BiNAR der BAND e.V.