Zum Inhalt springen
Verlag Stumpf + Kossendey
Stumpf + Kossendey Fachverlag für Notfallmedizin
und Gefahrenabwehr seit 1979

Stand:

← Zur Startseite

Notfallsanitäter-Kompetenzen senken Zahl der Rettungsflüge

ADAC-Luftrettung legt Bilanz für 2023 vor


Trotz eines Durchschnitts von über 140 Notfalleinsätzen pro Tag verzeichnete die Flotte der fliegenden „Gelben Engel“ erstmals seit Jahren einen deutlichen Rückgang der Rettungsflüge. Um 4.328 (7,8%) sank die Zahl gegenüber dem Rekordjahr 2022. Die meisten Einsätze fanden in Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen statt, wobei die Stationen in Straubing und Koblenz mit mehr als 2.000 Einsätzen bundesweit an der Spitze liegen.

Als Gründe für den Rückgang benennt die ADAC-Luftrettung neben normalen Schwankungen und Wetterbedingungen auch die Auswirkungen erweiterter Behandlungsbefugnisse für Notfallsanitäter und die zunehmende Nutzung von Telenotärzten. Trotzdem bleiben Verletzungen nach Unfällen (30%) und Herz-Kreislauf-Notfälle (26%) die Hauptgründe für die Einsätze. Die Bedeutung von Windeneinsätzen habe weiter zugenommen. Die bundesweit sechs Windenstationen verzeichneten mit 546 Windeneinsätzen ein Plus von 45%, und die Zahl der Flüge in der Dämmerung bleibe mit 3.122 auf hohem Niveau stabil.