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Ostholstein will Akut-Krankenwagen und Rettungseinsatzfahrzeuge einführen
Bedarfsplanung sieht auch zusätzliche Rettungswachen vor
Der Kreis Ostholstein baut seinen Rettungsdienst aus und passt die Bedarfsplanung an veränderte bundespolitische Rahmenbedingungen an, wie die Kreisverwaltung am 24. August 2026 mitteilte. Verwaltungsrat und Vorstand der Rettungsdienst Holstein AöR (rdh) hätten die bisherigen Planungen gemeinsam mit externen Fachleuten neu bewertet. Vorgesehen seien zusätzliche Rettungswachen u.a. in Süsel, Stockelsdorf und Fargemiel sowie mehr RTW und KTW.
Die notärztliche Versorgung bleibe mit vier bodengebundenen Standorten – Süsel, Bad Schwartau, Oldenburg in Holstein und Burg auf Fehmarn – flächendeckend erhalten, ergänzt durch den Rettungshubschrauber „Christoph 12“ in Siblin. Landrat Timo Gaarz spreche sich zudem für einen zweiten, nachtflugfähigen RTH im Kreis aus, um den Norden und die Insel Fehmarn zusätzlich abzusichern.
Neu eingeführt werden sollen Akut-Krankenwagen (A-KTW) mit geschulten Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern für akute, nicht lebensbedrohliche Einsätze sowie Rettungseinsatzfahrzeuge (REF) mit Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern als Ergänzung bei lebensbedrohlichen Notfällen. Jede RTW-Besatzung im Kreisgebiet solle künftig bei Bedarf einen Telenotarzt hinzuziehen können. Ab Januar 2027 werde die Einführung hauptamtlicher Leitender Notärztinnen und Notärzte geprüft, die im Dual-Use-System das NEF in Oldenburg in Holstein rund um die Uhr besetzen könnten.