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Verlag Stumpf + Kossendey
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Neue Podcastfolge „Sprechstunde Rettungsdienst“ erschienen

Fall 7: Herzrasen aus dem Nichts – die rettungsdienstliche Behandlung von Tachykardien

Ein weiter Landkreis, 20 km Anfahrt, die nächste Kardiologie 40 km entfernt. Alarmstichwort: Herzrasen. Vor Ort eine 70-jährige, wache Patientin im Bett, seit 40 Minuten symptomatisch. Puls gut tastbar, regelmäßig – aber richtig schnell. Beim ABCDE fällt Hendrik etwas auf: pulsierende Halsvenen. Das EKG zeigt eine regelmäßige Schmalkomplex-Tachykardie um 170/min, keine sichtbare P-Welle vorn – aber ein feiner halbrunder Buckel direkt hinter dem QRS-Komplex. Retrograd. Zusammen mit dem Frog Sign an den Halsvenen und dem plötzlichen Harndrang der Patientin (ANF lässt grüßen) formt sich das Bild einer AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (AVNRT). Ein modifiziertes Valsalva-Manöver mit Beinhochlagerung schafft es nicht, das Herz zu bremsen – nach Rücksprache mit dem Telenotarzt folgt Adenosin 6 mg als schneller Bolus. Die Konversion in den Sinusrhythmus gelingt sofort.

Im Anschluss zerlegt Dr. Ralf Schnelle gemeinsam mit Anka und Hendrik den kompletten ERC-Tachykardie-Algorithmus 2025 – von der Reperfusionsarrhythmie nach ROSC über das FBI-EKG bei WPW mit Vorhofflimmern bis hin zur Torsade de Pointes, bei der man ausgerechnet mit einem Schrittmacher therapiert. Am Ende bleibt eine klare Botschaft: Beim instabilen Patienten kardiovertieren – beim stabilen lieber einmal mehr telefonieren.

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