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Telemedizinische Unterstützung für die Luftrettung bei Kindernotfällen
Pilotprojekt ist zunächst auf Baden-Württemberg begrenzt
Die DRF-Luftrettung und die Universitäts-Kinder- und Jugendklinik Tübingen (UKT) haben das Pilotprojekt Helipaed gestartet, mit dem die Versorgung kritisch kranker und schwer verletzter Kinder in der Luftrettung verbessert werden soll. Pilotstandorte sind die Luftrettungsstationen in Friedrichshafen, Stuttgart und Villingen-Schwenningen. Kern des Projekts ist der Aufbau einer telemedizinischen Infrastruktur, über die pädiatrische Spezialistinnen und Spezialisten der UKT die RTH-Besatzungen von der Einsatzvorbereitung über die Versorgung vor Ort und den Transport bis zur Nachbereitung begleiten können. Ergänzt werde dies durch gezielte Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen sowie eine standardisierte, kindgerechte Ausrüstung der eingesetzten Hubschrauber, die als erster Meilenstein bereits umgesetzt worden sei.
Ein besonderer Fokus liege auf Interhospitaltransporten kritisch kranker Kinder, bei denen die Einbindung pädiatrischer Fachexpertise Entscheidungen zu Stabilisierung, Transport und weiterführender Therapie unterstützen könne. Spezialisierte Kindernotarzt-Systeme stünden bislang nur in wenigen Großstädten zur Verfügung; Helipaed solle diese Lücke schließen. Für Anfang 2027 seien simulationsgestützte Schulungen der Besatzungen sowie der Aufbau eines überregionalen telemedizinischen Konzepts geplant. Langfristig solle das zunächst auf Baden-Württemberg begrenzte Projekt als Modell für eine bundesweite Regelversorgung dienen.